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21.07.2007
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Seadragon, Photosynth, Surface, Multi-Touch

Science-Fiction für Zuhause: Die Zukunft der Benutzeroberfläche

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Bei der TED 2007, einer Konferenz in Californien zu den neusten Ideen aus Technik, Unterhaltung und Design, wurde der aktuelle Entwicklungsstand von Microsofts Seadragon eindrucksvoll präsentiert. Als mächtiger Bilderbrowser versteht sich die Benutzeroberfläche im flüssigen Anzeigen von vielen hundert Bildern gleichzeitig, angeblich völlig unabhängig von der Auflösung und Größe der Bilddatei. Einzige Beschränkung der Anzeige sei der Monitor an sich.

Schon länger in der Entwicklung: Große Bildermengen verwalten und digitale 3D-Modelle eines fotografierten Objekts erstellen. Das soll mit Photosynth, dem zweiten im Video vorgestellten Projekt, komfortabel möglich sein. Eine Demo von Photosynth finden Sie am Ende dieses Artikels in der Linkbox.

Mit der Seadragon-Technologie könnte das Lesen einer digitalen Zeitschrift oder eines E-Papers endlich so richtig komfortabel möglich sein. So soll die Oberfläche auch in mobiler Elektronik den komfortablen Umgang mit Bildmaterial ermöglichen. Es ist davon auszugehen, dass Seadragon nach fertiger Entwicklung mit Sicherheit auch den Weg in zukünftige Windowsversionen finden wird. Und implementiert in einen Surface-Computertisch wird das Bildersortieren zukünftig völlig anders ablaufen, ob besser, das wird die Praxis erst noch beweisen müssen.

Ebenfalls auf der TED 2007 zeigten die Entwickler von Bumptop den aktuellen Entwicklungsstand des Projekts. Der Name Bumptop setzt sich zusammen aus to bump, anstoßen, und Desktop und ist eine Arbeitsoberfläche für Computer. Die Entwickler verfolgen dabei ein neuartiges Konzept, dass den Desktop eher an einen normalen Schreibtisch erinnern lässt. Kreuz und quer liegen Dateien umher, die der Nutzer beliebig anordnen kann.

Kehrt in Zukunft das Chaos auf den Desktop zurück? Wenn es nach Bumtop geht, schon. Die individuelle Arbeitsumgebung fernab von jeglicher Designroutine wird hoffentlich bald zum Ausprobieren zur Verfügung stehen.

Es ist eine interessante Zukunft, die auf alle Computernutzer zukommt. Mit Multi-Touch-Displays scheint eine der größten Hürden in der Erschaffung alternativer Bedienkonzepte genommen zu sein. Jetzt bleibt abzuwarten, wie die Entwicklung von Anwendungen für die neue Technologie voranschreitet und wie der Start von Microsofts Surface verläuft. Die Herrschaften um Bill Gates sind übrigens lange nicht die einzigen, die auf diesem Gebiet aktiv sind. Das kürzlich erschienene iPhone zum Beispiel nutzt eine Multi-Touch-Technik und Apple plant weitere Geräte, die ähnliche Bedienkonzepte aufweisen.


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