Schnelles Schwarzes: Samsung Q45 im Test
Leicht rückständig
Wie bei Subnotebooks dieser Größenordnung üblich, kommt On-Board-Grafik zum Einsatz, die wiederum einen bestimmten Teils an Arbeitsspeicher benötigt. Hier nimmt sich der aktuellste Intel-Chipsatz, der GMA X3000, bis zu 512 Megabyte. Doch die Bezeichnung täuscht. Tatsächlich ist der ältere GMA 950 insgesamt nur unwesentlich langsamer, was bei einem Vergleich mit dem Asus W5Fe deutlich wird, das im Test über einen etwa gleich schnellen Prozessor verfügte.
Gerade einmal zwei USB-Anschlüsse sind selbst für die kleinste Notebook-Klasse eher schwach, außerdem gerät das Q45 auch bei der Netzwerkgeschwindigkeit in den Rückstand, da es Daten bloß mit maximal 100 Megabit pro Sekunde empfängt und verschickt. Statt eines modernen ExpressCard-Steckplatzes, für den mittlerweile viele mögliche Erweiterungen wie beispielsweise TV- oder Soundkarten existieren, verfügt es noch über einen PCMCIA-Schacht.
Allerdings bietet der mobile Kompaktrechner eine ansehnliche Sammlung weiterer Schnittstellen, was die genannten Defizite zumindest ein bisschen aufwiegt: Kopfhörer, Mikrofon, optisch-digitaler Audio-Anschluss, analoger Monitorausgang, FireWire und zu guter Letzt einen praktischen Speicherkartenleser für die wichtigsten Formate. Ebenfalls nicht zu verachten sind Bluetooth 2.0, Wireless-LAN für die gängigen Standards 802.11a, b und g, eine eingebaute Webcam im Display sowie ein integriertes Mikrofon.
Wirkt wuchtig, wiegt aber nur 1,9 Kilogramm.
Gut gebildet
Um die Augen nicht übermäßig anstrengen zu müssen, ist vor allem eine ausreichende Helligkeit wichtig. Mit einer Leuchtkraft von 200 Candela pro Quadratmeter liegt das Q45-Display nur knapp unter einem herkömmlichen Flachbildschirm, was in der Praxis ein angenehm helles Bild bedeutet. Zumindest solange der Blickwinkel stimmt. Besonders in senkrechter Hinsicht reagiert der Bildschirm sehr empfindlich auf Veränderungen und erscheint schon bei kleinen Abweichungen schnell dunkler oder greller. Von der Seite bleibt die Anzeige hingegen bedeutend länger ansehnlich.
Buntes zeigt das spiegelnde Display in den Randbereichen alles andere als homogen, dafür weitgehend farbecht, sprich wie das Auge es erwarten würde. Dennoch fehlt es ihnen ein wenig an Kraft und Brillianz. Bei einem komplett abgedunkelten Bild tritt im idealen Sichtwinkel ein deutlich hellerer Streifen am unteren Rand zum Vorschein, der Schwarzwert an sich geht noch als gut durch und wirkt nur leicht verwaschen. Graustufen werden für einen Notebook-Bildschirm recht fein voneinander getrennt. Vor allem in den dunkleren Sektoren erscheinen dabei jedoch Unregelmäßigkeiten sowie ein paar dickere Längsbalken.
Samsung Q45 Aura im Test
Ein Intel Core 2 Duo der neuesten Santa Rosa-Generation, satte zwei Gigabyte Arbeitsspeicher und eine 160 Gigabyte fassende Festplatte.
So viel Subnotebook fürs Geld gibt es eher selten, erst recht wenn der Name eines Markenherstellers wie Samsung draufsteht.
Im Grunde gleicht das Q45 einer eingedampften Variante des von netzwelt getesteten R70.
Gerade einmal zwei USB-Anschlüsse sind selbst für die kleinste Notebook-Klasse eher schwach, allerdings bietet der mobile Kompaktrechner eine ansehnliche Sammlung weiterer Schnittstellen.
Während der Deckel mit einem spiegelnden Klavierlack-Finish glänzt, zeigt das Interieur eine matte und mit Glitzerstaub angereichterte Oberfläche, naheliegend auf den Namen Diamantschwarz getauft.
Stört die Ästhetik, hält aber immerhin knapp vier Stunden: der Long-Life-Akku des Subnotebooks.
Schwarz ist die vorherrschende Farbe und setzt sich konsequent von vorne bis hinten durch.
Eine wahre Wohltat für von Schreibwut geschundene Finger ist das Keyboard des Q45. Die Funktionsweise des Touchpads ist beispielhaft.
Außen eine formschöne Hülle aus glänzendem und glitzerndem Schwarz, innen üppig ausgestattet:
Vom optischen Standpunkt her nicht das Schlechteste, da so das ansprechend dunkle Design erhalten bleibt.
Seinem geringen Gewicht von nur 1,9 Kilogramm zum Trotz wirkt das Q45, hier in der Variante Q45-Aura-T7100 Duke, geradezu wuchtig, was es vor allem dem etwas pummeligen Heck verdankt.
Weitere Informationen
Dieser Artikel bezieht sich auf das Produkt Samsung Q45. Im Datenblatt finden Sie weitere Technische Daten zu Samsung Q45. Zusätzlich haben wir ein Special zu Samsung Notebook vorbereitet.
Links zum Thema
- Samsung
- Dell XPS M1210 im Test: Schnelles schickes Subnotebook
- Sony Vaio C2 im Test: Notebook für Design-Liebhaber
- Samsung R70 Aura im Test: Black is beautiful
- Exklusiver Erstkontakt: Sony Vaio TZ im Test
- Snob-Notebook: Asus U1F im Test
