(M)aus der Luft gegriffen
Raumgleiter: Logitech MX Air im Test
Ganz großes "Wow": Was heute auf dem Schreibtisch des netzwelt-Testers landet, könnte völlig ungeschminkt und ganz ohne Spezialleffekte im nächsten Star Trek-Film mitspielen. Nicht etwa als außerirdische Lebensform, sondern als futuristisches Sternenschiff. Raumgleiter beschreibt den Charakter der Logitech MX Air allerdings noch treffender: Eine superleichte Schnurlos-Maus, die sich auch aus der Luft bedienen lässt.
Inhaltsverzeichnis
- 1Startphase
- 2Abgehoben
- 3Bordinstrumente
- 4Pilotprogramm
Vor Verzückung sabbernde Gadget-Süchtige und Design-Fetischisten - kein überraschender Anblick bei diesem Stück Hardware. Ob eine Maus aerodynamisch geformt sein muss, ist eher fraglich, doch die MX Air dürfte selbst im Windkanal eine gute Figur abgeben. Ihre fließende, schlichte Silhouette macht sie zu einer echten Schönheit. Den letzten Schliff gibt eine kongeniale Kombination aus einem silbernen Rumpf und einer spiegelnd schwarzen Oberschale.
Inhalt
Startphase
Bevor wir mit der Maus abheben, steht der erste Ausflug auf festem Boden an. Den Power-Schalter auf "On", den Laser-Sensor aufs Mousepad und die nächste Dosis Extravaganz genießen. Die sechs mittig platzierten Zusatztasten signalisieren ihre Einsatzbereitschaft mit einer auffälligen Beleuchtung in Orange-Rot. An die natürliche Form der menschlichen Hand erinnert im Grunde gar nichts, doch dafür liegt die MX Air erstaunlich gut in der Hand.
Denn die muss gerade einmal 93 Gramm schleppen, kaum mehr als bei einer durchtrainierten Gamer-Maus. Während der Handballen entspannt am erhöhten Heck aufliegt, haben die Finger mit der langgezogenen Frontpartie leichtes Spiel. Zusammen mit dem geringen Gewicht sorgt dies für das von vielen PC-Zockern geschätzte Fingerspitzengefühl. Eine beachtliche Leistung, zumal sich die MX Air damit zu den filigransten Funkmäusen überhaupt zählen darf. Der niedrige Reibungswiderstand der vier Gleitfüßchen macht selbst Arbeit zum Vergnügen.
Science-Fiction-Fans werden bei kaum einer anderen Maus besser bedient.
In sehr großen Händen geht sie regelrecht unter und liegt nicht ganz optimal, dennoch ohne auf Dauer wirklich unangenehm zu werden. Größere und stärker geschwungene Logitech-Vertreter wie die MX Revolution oder ältere MX 1000 verfügen zwar über eine weitaus bessere Ergonomie, wiegen aber deutlich schwerer und eignen sich lediglich für Rechtshänder. Doch die MX Air will schließlich mehr sein als eine normale Computermaus.
Abgehoben
Phase 2: Der Name der MX Air ist keinesfalls aus der Luft gegriffen, sondern vielmehr Programm. Unterstrichen von der "Freespace"-Gravur am hinteren Ende, welche für die verwendete Bewegungserkennung steht. Nach dem Abheben vom Schreibtisch erscheinen zusätzlich zwei leuchtende Striche für den Links- und Rechtsklick und markieren die für den Daumen vorgesehene Position.
Logitech MX Air im Test
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Bild vergrößern Was heute auf dem Schreibtisch des netzwelt-Testers landet, könnte völlig ungeschminkt und ganz ohne Spezialleffekte im nächsten Star Trek-Film mitspielen. - Bild 2 von 13
Bild vergrößern Wenig sinnvoll erscheint die hochglänzende Oberfläche, die Dreck und Fingerabdrücke zu einer unästhetischen Zusammenkunft einlädt. Schwacher Trost: ein überaus brauchbares Mikrofasertuch als Beilage. - Bild 3 von 13
Bild vergrößern Die bekannten Spieleinstellungen der SetPoint-Software - Bild 4 von 13
Bild vergrößern Science-Fiction-Fans werden bei kaum einer anderen Maus besser bedient. - Bild 5 von 13
Bild vergrößern Nicht etwa als außerirdische Lebensform, sondern als futuristisches Sternenschiff. Raumgleiter beschreibt den Charakter der Logitech MX Air allerdings noch treffender: Eine superleichte Schnurlos-Maus, die sich auch aus der Luft bedienen lässt. - Bild 6 von 13
Bild vergrößern Der Name der MX Air ist keinesfalls aus der Luft gegriffen, sondern vielmehr Programm. Unterstrichen von der Freespace-Gravur am hinteren Ende, welche für die verwendete Bewegungserkennung steht. - Bild 7 von 13
Bild vergrößern Trauriges Ergebnis nach nur einem Arbeitstag: Dem Akku bleiben nur noch 55 Prozent. - Bild 8 von 13
Bild vergrößern Ihre fließende, schlichte Silhouette macht sie zu einer echten Schönheit. Den letzten Schliff gibt eine kongeniale Kombination aus einem silbernen Rumpf und einer spiegelnd schwarzen Oberschale. - Bild 9 von 13
Bild vergrößern Auf größere Distanz ist der alternative Luftzeiger besser sichtbar als ein gewöhnlicher Mauszeiger. - Bild 10 von 13
Bild vergrößern Die Lautstärke kann über eine simplen, horizontalen oder vertikalen Schwenk geregelt werden. - Bild 11 von 13
Bild vergrößern Nach dem Abschalten der Bildlauffortsetzung weint man dem guten alten Mausrad kaum eine Träne nach. - Bild 12 von 13
Bild vergrößern Leider kein seltener Anblick: die Luftmaus in der Ladestation - Bild 13 von 13
Bild vergrößern Über die MenuCast-Option erscheinen je nach Anwendung verschiedene Funktionen (oben: Firefox). Zusätzlich lassen sich darüber eigene Anwendungen starten (unten).
Wie ein Handschmeichler schmiegt sich die glatte Unterseite des rundlichen Hinterteils, das anscheinend aus einem dünnen Alu-Blech besteht, in die Handfläche. Zunächst machen das niedrige Gewicht und die eher kompakte Bauweise den Mauszeiger zu einem recht nervösen Mitarbeiter. Mit etwas Übung und den persönlich passenden Einstellungen in der Konfigurationssoftware löst sich das Problem aber schnell sprichwörtlich in Luft auf.






