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Discounter-Duell: Aldi vs. Lidl
Komplett-PCs im Vergleich

von Manuela Vereeken Uhr veröffentlicht

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Duelle sind so alt wie die Menschheit. Wurden sie früher vornehmlich von zwei Personen ausgetragen, sind sie heute vor allem in der freien Marktwirtschaft zu finden. Kontrahenten sind hier Großkonzerne, die um die Vorherrschaft im Markt kämpfen. Die Discounterriesen Aldi und Lidl zählen sicherlich mit zu den bekanntesten Beispielen. Die milliardenschweren Handelsunternehmen kämpfen aber schon lange nicht mehr nur um die niedrigsten Preise bei Lebensmitteln: Im Vordergrund stehen vermehrt Hi-Tech-Produkte wie Fernseher, Navigationssysteme oder diverses Computerzubehör. Diese Woche sind es zwei Desktop-PCs.

Inhalt:

Lidl: Targa AN 3500+

Bei Lidl gibt sich ein alter Bekannter die Ehre: Targa beliefert die Filialen des schwäbischen Discounterriesen erneut mit einigen Exemplaren seines Modells AN 3500+, das bereits Anfang Mai offeriert wurde. Allerdings kostet der Rechner mit 499 Euro jetzt 50 Euro weniger. An der Ausstattung hat sich jedoch nichts geändert. Den Takt gibt nach wie vor ein AMD Athlon 64-Prozessor vom Typ 3500+ an, der auch als Namensgeber für den Targa-Rechner fungiert. Die CPU arbeitet mit einer Taktfrequenz von 2,2 Gigahertz und verfügt über 512 Megabyte Level-2-Cache. Untergebracht ist der Prozessor auf einem Mainboard des Markenherstellers Asus (M2N-MX). Dort findet sich auch 1.024 Megabyte DDR2-Speicher, der bei Bedarf auf vier Gigabyte erweitert werden kann.

In puncto Grafik verlässt sich der AN 3500+ auf eine Lösung von Nvidia. Zum Einsatz kommt eine GeForce 6100-GPU mit bis zu 256 Megabyte Shared Memory, die bereits im Mainboard-Chipsatz (nForce 430 PCI Express) integriert ist. Letzterer stellt auch Gigabit Ethernet sowie zehn USB-Ports zur Verfügung und unterstützt bis zu vier Serial-ATA- und vier Parallel-ATA-Laufwerke. Eine dieser Schnittstellen wird im Targa-PC durch eine Seagate-Festplatte (S-ATA) belegt, die eine Kapazität von 320 Gigabyte und acht Megabyte Cache bietet und mit 7.200 Umdrehungen pro Minute arbeitet.

Targa AN 3500+ (Quelle: Targa)

Komplettiert wird die Ausstattung durch einen Multiformat-DVD-Brenner mit 18-facher Geschwindigkeit von Philips, 6-Kanal-High-Definition-Audio und einem 8-in-1 Speicherkartenleser. Im Lieferumfang sind zudem noch Maus und Tastatur enthalten; als Betriebssystem kommt Microsoft Windows Vista zum Einsatz - hier allerdings in der Home Basic-Version. Targa gewährt zwei Jahre Herstellergarantie.

Aldi: Medion MD 8824

Ein Neuling in den Discounter-Filialen ist der Entertainment-PC MD 8824 von Medion, der von Aldi in dieser Woche flächendeckend angeboten wird, also sowohl in den Nord- als auch den Süd-Filialen zu finden ist. Preistechnisch ist er mit 599 Euro deutlich teurer als das neu aufgelegte Lidl-Angebot. Allerdings hat er auch einiges mehr zu bieten.

Die wesentlichen Vorteile sind offensichtlich: Statt eines Single-Core-Prozessors verrichtet im Inneren des MD 8824 ein wesentlich neueres Dual-Core-Modell seine Arbeit. Konkret handelt es sich dabei um eine Intel Core-2-Duo-CPU vom Typ E4300, die mit einer Taktfrequenz von 1,8 Gigahertz, zwei Megabyte L2-Cache und einem 800 Megahertz Front-Side-Bus aufwartet. Unterstützt wird die zentrale Recheneinheit von großzügigen 2.048 Megabyte DDR2-Arbeitsspeicher. Ein flüssiges Laufen von Windows Vista, hier sogar in der Home Premium-Version, dürfte damit garantiert sein.

Grafische Anforderungen meistert eine GeForce 8400 GS Grafikkarte mit HDMI-Anschluss und DirectX-10-Support. Das erst kürzlich präsentierte Einsteigermodell des Marktführers Nvidia besitzt 128 Megabyte DDR2-Speicher und überzeugt vor allem durch eine effiziente, stromsparende Arbeitsweise. Für Freunde schneller und aufwändiger Games ist die Karte jedoch ebenso wenig geeignet wie die integrierte Grafik des Targa AN 3500+. Die Platine ist deutlich langsamer als beispielsweise Nvidias Günstig-Grafikkarte GeForce 8500 GT oder Atis Radeon HD 2400 XT.

Medion MD 8824 (Quelle: Aldi Süd)

Ein weiterer Pluspunkt für den aktuellen Aldi-PC ist der integrierte TV-Tuner, der den Empfang von analogen und auch digitalen Fernsehsignalen ermöglicht. Darüber hinaus hat der Rechner noch eine 320 Gigabyte große S-ATA-Festplatte, einen Multiformat-DVD-Brenner und einen 8-in-1-Speicherkartenleser zu bieten sowie zahlreiche Schnittstellen. An der Frontseite stehen zwei USB-2.0-Ports sowie Anschlüsse für Mikrofon und Kopfhörer zur Verfügung. Auf der Rückseite finden sich zweimal PS/2, viermal USB 2.0 sowie COM, Analog-VGA, Parallel, RJ-45, Line-Out, Surround-Ausgänge und Mikrofon. Hinzu kommen Anschlüsse für Video und TV: S-Video-In, Composite-Video-In, HDMI, VGA, TV-Out und ein Antennen-Eingang (analog/DVB-T).

Im Lieferumfang sind Maus, Tastatur und Funkfernbedienung enthalten. Das Software-Paket umfasst Microsoft Works 8.5, eine Testversion von Microsoft Office 2007, Medion Home Cinema Suite, Ulead Photo Impact 12 SE, Sceneo Bonavista (elektronischer Programmführer), ein umfangreiches Programm-Paket von Nero (Burning ROM 7 Essentials, Recode 2 SE Essentials, Express Essentials, Vison Essentials) sowie die Finanzen-Software WISO Mein Geld 2007 und ein Internet Security Paket von BullGuard. Der MD 8824 wird mit drei Jahren Garantie ausgeliefert.

Fazit: Aldi oder Lidl?

Wie so oft ist auch dieses Mal der Kauf eines günstigen Discounter-PCs nur bedingt zu empfehlen. Gamer sollten auf jeden Fall die Finger davon lassen. Wer hingegen einen Computer in erster Linie für das Surfen im Internet, Hobbyfotografie und Büroarbeiten nutzt, ist mit einem Günstigangebot vom Discounter gut bedient. Bezogen auf die aktuellen Offerten wäre das teurere Modell von Aldi zu empfehlen, da es bereits mit einem Zwei-Kern-Prozessor und zwei Gigabyte Arbeitsspeicher ausgestattet ist. Damit dürfte der Rechner den immer höher werdenden Softwareanforderungen erst einmal gewappnet sein.

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Duelle sind so alt wie die Menschheit. Kontrahenten sind diesmal die Discounterriesen Aldi und Lidl. Die milliardenschweren Handelsunternehmen kämpfen aber schon lange nicht mehr nur um die niedrigsten Preise bei Lebensmitteln: Im Vordergrund stehen vermehrt Hi-Tech-Produkte wie Fernseher, Navigationssysteme oder diverses Computerzubehör. Diese Woche sind es zwei Desktop-PCs.

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Discounter-Duell: Aldi vs. Lidl
Discounter-Duell: Aldi vs. Lidl
Duelle sind so alt wie die Menschheit. Kontrahenten sind diesmal die Discounterriesen Aldi und Lidl. Die milliardenschweren Handelsunternehmen kämpfen aber schon lange nicht mehr nur um die niedrigsten Preise bei Lebensmitteln: Im Vordergrund stehen vermehrt Hi-Tech-Produkte wie Fernseher, Navigationssysteme oder diverses Computerzubehör. Diese Woche sind es zwei Desktop-PCs..
http://www.netzwelt.de/news/75860-discounter-duell-aldi-vs-lidl.html
2007-07-16 09:18:00
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Discounter-Duell: Aldi vs. Lidl