Snob-Notebook: Asus U1F im Test
Flott
Aufgrund der hohen Helligkeit strahlen die Farben zwar zwangsläufig, können eine gewisse Blässe aber nicht verbergen. Im unteren Sektor der Bildfläche wirken sie bei großflächigen Verläufen zudem unregelmäßig und zeigen dunklere Schattierungen. Für ein Subnotebook liefert das Display jedoch eine ansehnliche Graustufendarstellung mit nur wenigen Längsbalken. Die senkrechten Blickwinkel sind eher mittelmäßig, hier wird das Bild schnell dunkler oder heller. Seitlich reichen sie immerhin für zwei Zuschauer nebeneinander, auch wenn die Anzeige dann matter und milchiger erscheint.
Als Antrieb dient ein voll auf Stromsparen eingestellter Low-Voltage-Prozessor von Intel, welcher jedoch der flotten Dual-Core-Fraktion angehört. Höchstleistungen kann er bei einer Taktfrequenz von 1,06 Gigahertz zwar nicht bieten, dafür ein ausgezeichnetes Verhältnis von Performance und Energieverbrauch. Und darauf kommt es bei einem Subnotebook nunmal an, nicht auf ein möglichst gutes Abschneiden bei aufwändigen Multimedia-Bearbeitung oder 3D-Spielen. Zu den Paradedisziplinen zählen Internetsurfen und Office-Software.
Dass unter Windows Vista ein großer Teil der Geschwindigkeit auf der Strecke bleibt, hat Asus zum größten Teil selbst zu verschulden. Bevor das Betriebssystem überhaupt auf Benutzerbefehle reagieren kann, wird ein regelrechtes Arsenal von Hintergrundprogrammen geladen. Das setzt dem für Vista nicht gerade üppig bemessenen Arbeitsspeicher von einem Gigabyte entsprechend zu - und braucht vor allem viel Zeit. Wer nicht benötigte Anwendungen deinstalliert und auf ressourcenraubende Grafikkeffekte verzichtet, dürfte bedeutend mehr Spaß am mobilen Malochen haben.

Kurzweilig
Geneigte Gamer müssen sich mit älteren 3D-Spielen oder weitgehend anspruchslosen 2D-Titeln begnügen. Dafür präsentiert das U1F eine schöne Video-Wiedergabe, ist mit hochauflösenden Filmen aber überfordert. Außerdem bleibt es fraglich, ob der Akku lange genug durchhält: Die Standardversion mit drei Zellen reicht für gerade einmal eine Stunde und 20 Minuten. Mit der Sechs-Zellen-Variante sind immerhin etwas mehr als drei Stunden drin - für ein Subnotebook ein dennoch nur mäßiger Wert.
Wirklich laut geht der mobile Mini selbst bei voller Belastung nicht zu Werke, jedoch deutlich hörbar. Außerdem wurde der Lüfter nicht perfekt entkoppelt, da die Tasten am äußeren linken Rand leicht mitvibrieren. Ein rein passiver Betrieb ohne Lüftereingriff war im Test leider nicht möglich, ebenso wie beim Sony Vaio TZ. Im Normalbetrieb geht die Geräuschkulisse noch als angenehm leise durch.
Snob-Notebook: Asus U1F im Test
Trotz konsequentem Zwergwuchs trägt das Asus U1F ganz schön dick auf: schwarzer Glanzlack nach Piano-Manier, eine Beplankung aus Edelstahl und eine Handauflage aus echtem Leder.
Als Tragetasche geht die ebenfalls eingepackte Schutzhülle kaum durch, vielmehr als simples Etui ohne Griff, Schlaufe oder eine vergleichbare Haltemöglichkeit.
Vergleichbar mit einem kompakten Kleinwagen, der einer gediegenen Oberklasse-Limousine nacheifert. Dennoch wirkt die Optik alles andere als aufgesetzt:
Dabei besteht die durchaus berechtigte Sorge, dass es bei einem stärkeren Windstoß gleich vom Schoß oder Schreibtisch fliegt.
Ginge es darum, eine Art Aushängeschild für die Gattung der Edel-Notebooks zu wählen, hätte das U1F sehr gute Chancen auf einen vorderen Platz.
Beim Schreiben liegen die Handballen auf konturierten Lederbezügen, deren Beschaffenheit allerdings einen gewissen Anflug von Hartplastik vermittelt.
Mit tiefschwarzer Farbe und silbernen Details kann ein Designer eben nicht viel falsch machen.
Denn der luxusverwöhnte Laptop bringt die Wenigkeit von knapp über einem Kilogramm auf den Prüfstand.
Ohne das mitgelieferte Mikrofaserputztuch sollte sich kein U1F-Träger an die Öffentlichkeit trauen - und selbst dann kommt man mit dem Wischen kaum hinterher, so schnell sammeln sich Staub und Fingerabdrücke auf dem Hochglanzdeckel.
Besonders schön anzusehen sind die weißen Status-LED unter dem Display, die als Sextett in einer elegant abfallenden Stufe stecken und selbst bei geschlossenem Deckel sichtbar bleiben. Möglicherweise ein neuer Trend im Hause Asus, um sich von der Masse abzuheben.
Die Tasten des Asus-Geräts besitzen annähernd Standardgröße, geben knackiges Feedback und sitzen weitgehend fest in der Aufhängung. Allerdings muss man beim Schreiben einen recht hohen Widerstand in Kauf nehmen.
Leider wurde das Touchpad nur stiefmütterlich behandelt: Klein und klebrig beschreibt es treffend - der Finger bleibt ständig hängen. Beim erstklassigen Links- und Rechtsklick gibt es dagegen nichts zu beanstanden.
Als Grundlage dient ein aus Kohlefaser und einer Magnesium-Aluminium-Legierung gefertigtes Gehäuse.
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