Klein, fein, verwöhnt

Snob-Notebook: Asus U1F im Test

Trotz konsequentem Zwergwuchs trägt das Asus U1F ganz schön dick auf: schwarzer Glanzlack nach Piano-Manier, eine Beplankung aus Edelstahl und eine Handauflage aus echtem Leder. Dabei besteht die durchaus berechtigte Sorge, dass es bei einem stärkeren Windstoß gleich vom Schoß oder Schreibtisch fliegt. Denn der luxusverwöhnte Laptop bringt die Wenigkeit von knapp über einem Kilogramm auf den Prüfstand.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Schlank
  2. 2Flott
  3. 3Kurzweilig
  4. 4Asus U1F vs. Sony Vaio TZ

Ginge es darum, eine Art Aushängeschild für die Gattung der Edel-Notebooks zu wählen, hätte das U1F sehr gute Chancen auf einen vorderen Platz. Es strahlt Understatement aus, ganz klar, aber mehr der protzigen als zurückhaltenden Art. Vergleichbar mit einem kompakten Kleinwagen, der einer gediegenen Oberklasse-Limousine nacheifert. Dennoch wirkt die Optik alles andere als aufgesetzt: Mit tiefschwarzer Farbe und silbernen Details kann ein Designer eben nicht viel falsch machen.

Asus U1F im TestInhalt

Schlank

Umfangreich

Hell

Flott

Kurzweilig

Bedroht

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Asus U1F vs. Sony Vaio TZ

Schlank

Massive Seitenstreben aus poliertem Edelstahl unterstreichen die schlanke Linie, weichen am vorderen Rand aber unverständlicherweise schnöden Kunststoff-Pendants. Glücklicherweise ist dies nur bei genauerem Hinsehen erkennbar. Um das kleine Touchpad und den dort integrierten Fingerabdruckscanner zieht sich eine schmale, durchgehende Chromzierleiste. Beim Schreiben liegen die Handballen auf konturierten Lederbezügen, deren Beschaffenheit allerdings einen gewissen Anflug von Hartplastik vermittelt. Als Grundlage dient ein aus Kohlefaser und einer Magnesium-Aluminium-Legierung gefertigtes Gehäuse.

Besonders schön anzusehen sind die weißen Status-LED unter dem Display, die als Sextett in einer elegant abfallenden Stufe stecken und selbst bei geschlossenem Deckel sichtbar bleiben. Möglicherweise ein neuer Trend im Hause Asus, um sich von der Masse abzuheben: Auch das mindestens ebenso edle Lamborghini-Notebook VX2 setzt auf die eher ungewöhnliche Beleuchtung. Ohne das mitgelieferte Mikrofaserputztuch sollte sich kein U1F-Träger in die Öffentlichkeit trauen - und selbst dann kommt man mit dem Wischen kaum hinterher, so schnell sammeln sich Staub und Fingerabdrücke auf dem Hochglanzdeckel.

Hinsichtlich der Verarbeitungsqualität lässt sich Asus nicht lumpen. Obwohl ein Einrastmechanismus fehlt, liegt das Display fest auf, außerdem öffnet es absolut geräuschlos. Allerdings ist der dünne Bildschirm von recht flexibler Natur und lässt sich leicht verbiegen. Akustisch wird das ästhetische Gesamtkunstwerk bisweilen von leisen Knarzgeräuschen im Bereich von Handauflage und Touchpad getrübt. Dafür hinterlässt die Materialanmutung einen hochwertigen Eindruck, außerdem stimmen die geringen und gleichmäßigen Spaltmaße.

Snob-Notebook: Asus U1F im Test

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