Magnetische Bewegungsmelder für Militäreinsatz und mehr
High-Tech-Kontaktlinsen: Augen als Steuergerät
Diese Sehhilfen gibt es bei keinem Optiker. Denn die magnetische Kontaktlinse kompensiert weder Weit- noch Kurzsichtigkeit, sondern analysiert die Augenbewegungen des Trägers. In erster Linie zur Überwachung von Kampfjet-Piloten gedacht, könnte das neuartige System auch elektrische Rollstühle ohne Hand und Fuß steuern.

Bisher arbeiteten so genannte "Eye-Tracking"-Systeme mit einer Kamera, welche die Bewegungen der Pupillen erfasst und auswertet. Dabei konnten Kopfbewegungen allerdings das Ergebnis stören oder verfälschen. Mit dem neuartigen Verfahren, entwickelt vom MIT-Forscher James DiCarlo, kann das nicht mehr passieren. Was Ärchaologen oder Schatzsuchern bei der Suche nach metallischen (Wert-)Gegenständen hilft, wird hier seitlich am Kopf montiert.
Ein Metalldetektor registriert jede Veränderung des Magnetfelds und agiert entsprechend. Die magnetischen Kontaktlinsen wurden im Auftrag des "Office of Naval Research" und somit vornehmlich im Hinblick auf militärische Interessen entwickelt. Sie sollen etwa überprüfen, ob der Pilot eines Kampfjet wirklich noch voll bei der Sache oder bereits drauf und dran ist, hinter dem Steuer ein Nickerchen abzuhalten.
Interessanter als die eher kriegerische Absicht ist allerdings ein Einsatz zum Wohl der Menschen. Körperlich behinderten Zeitgenossen, die aufgrund von Krankheit oder Unfall ihre Arme oder Beine nicht mehr richtig bewegen können, wäre es damit beispielsweise möglich, einen Computer oder elektrisch betriebenen Rollstuhl und andere Hilfsmittel allein durch die Augenbewegungen zu steuern.






