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Test: Ati Radeon HD 2600 Pro und HD 2400 XT
Leise DirectX 10-Grafikkarten zum Brot-und-Butter-Preis

von Benjamin Schnitzler Uhr veröffentlicht

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Nach seinem bis dato schnellsten Grafikchip Radeon HD 2900 XT führt Ati nun endlich auch bezahlbarere DirectX-10-Beschleuniger zu Felde. Netzwelt testet die Gegenoffensive zu Nvidias Mainstream- und Mittelklasse, zwei günstige Grafikkarten mit Radeon HD 2400 XT und HD 2600 Pro. Der Clou: Letztere gibt es sogar für die gute alte AGP-Schnittstelle. Wer bietet mehr Spielspaß fürs Geld?

Nach seinem bis dato schnellsten Grafikchip Radeon HD 2900 XT führt Ati nun endlich auch bezahlbarere DirectX-10-Beschleuniger zu Felde. Netzwelt testet die Gegenoffensive zu Nvidias Mainstream- und Mittelklasse, zwei günstige Grafikkarten mit Radeon HD 2400 XT und HD 2600 Pro. Der Clou: Letztere gibt es sogar für die gute alte AGP-Schnittstelle. Wer bietet mehr Spielspaß fürs Geld?

Auf dem Prüfstand landen zwei besonders leise Grafikkarten: Sapphires HD 2400 XT setzt auf eine rein passive, absolut lautlose Aluminiumplatte, die Asus EAH2600Pro auf eine kupferfarbene Lüfterkühlung, die stark an aktuelle Zalman-Modelle erinnert und 20 Grad kälter arbeiten soll als die Referenzlösung. Die Ati-Vertreter kosten etwas mehr oder weniger als Konkurrenz-Platinen mit Nvidia GeForce 8500 GT.

Test: Ati Radeon HD 2600 Pro und HD 2400 XTInhalt

Konkurrenzvergleich

Treibereien

Performance

Übertaktungspotenzial

Fazit

Radeon HD 2600 Pro vs. GeForce 8500 GT

Radeon HD 2400 XT vs. GeForce 8500 GT

Konkurrenzvergleich

An der schmalen Speicheranbindung von 128 Bit von Radeon HD 2600 Pro und GeForce 8500 GT ist erkennbar, dass es sich maximal um Mittelklasse-Grafik handelt, die momentane DirectX-10-Oberschicht verfügt über mindestens 320 Bit. Statt getrennten Pixel Pipelines und Vertex Shadern kommt eine Vielzahl so genannter Stream-Prozessoren zum Einsatz. Wie der GeForce 8600 GT verwendet auch die vorliegende Karte mit Radeon 2600 Pro DDR2-Speicher.

Wie Nvidias GeForce 8500 GT passt die Sapphire Radeon HD 2400 XT eher in die günstige Mainstream-Kategorie. Mit lediglich 64 Bit bietet Ati jedoch eine nur halb so breite Speicherschnittstelle, dafür punktet sie wiederum mit GDDR3- statt DDR2-Speicher. Beim Fertigungsverfahren hat Nvidia in beiden Fällen das Nachsehen, denn hier setzt die Grafikschmiede noch auf 80-Nanometer-Strukturen, der kanadische Mitbewerber hingegen schon auf fortschrittlichere 65 Nanometer.

Bezahlbar: DirectX 10-Grafikkarten unter 100 Euro

Treibereien

Für den Test kommen Beta-Treiber in der Version 8.3 zum Einsatz, die 2400 XT wird von der auf der Ati-Website angebotenen Version 7.6 noch nicht unterstützt. Mit Letzterer harmoniert zwar immerhin die 2600 Pro, allerdings mit etwas verminderter Leistung. Die Ati-eigene Übertaktungsfunktion namens "Overdrive" funktioniert ebenfalls nur mit der schnelleren Grafikkarte, für die 2400 XT muss auf Werkzeug von Drittanbietern zurückgegriffen werden.

Test: Radeon HD 2600 Pro und HD 2400 XT

Wie schon beim Test der Radeon HD 2900 XT kommt es bei den synthetischen Benchmarks 3DMark03 sowie Aquamark3 regelmäßig zu Abstürzen, weshalb sich hier keine Resultate ermitteln lassen. Zusätzliche Stromanschlüsse an der Platine entfallen, da die Grafikkarten nicht mehr als die vom PCI Express-Slot bereitgestellten 75 Watt verbrauchen.

Performance

Gemessen am kaum höheren Preis gegenüber einer GeForce 8500 GT-Karte erzielt die Asus 2600 Pro eine beachtliche Leistung. Bei den synthetischen Benchmarks liegt sie weit vorne, die Praxiswertung kann sie ebenfalls klar für sich entscheiden. Erst bei sehr hohen Qualitätseinstellungen, die ohnehin nicht mehr ruckelfrei spielbar sind, kann Nvidia zumindest annähernd aufschließen. Einen besonders guten Eindruck hinterlässt dabei die leise und leistungsfähige Kühlung: Trotz Lüfter arbeitet die Grafikkarte auf der netzwelt-Testplattform unhörbar.

Trotz Lüfter arbeitet die Asus-Karte nahezu unhörbar.

Bauartbedingt geht die 2400 XT von Sapphire dank ihrer passiven Kühlung absolut lautlos zu Werke - ohne nervendes Pfeifen der Spannungswandler, wie es ab Nvidias GeForce 8600 GT aufwärts vorkommt. Das Antialiasing ist auf den vierfachen Wert begrenzt, was aber keinen wirklichen Nachteil darstellt. Bei Half-Life 2 und Prey schlägt sich die "kleine" Ati-Karte wacker und gestattet selbst bei hohen Qualitätseinstellungen noch ruckelfreies Spielen, sofern Kantenglättung und anisotrope Filterung deaktiviert oder auf ein Minimum reduziert werden. Aufgrund der geringeren Anschaffungskosten keine Schande, dass der GeForce 8500 GT in der Praxiswertung besser abschneidet.

Übertaktungspotenzial

Temperatur und Übertaktung
 Ati Radeon HD 2600 ProNvidia GeForce 8600 GTAti Radeon HD 2400 XTNvidia GeForce 8500 GT
GPU-Temperatur
Leerlauf41 °C54 °C40 °C55 °C
Volllast47 °C91 °C54 °C67 °C
Takt Standard
GPU600 MHz600 MHz695 MHz500 MHz
Speicher1.000 MHz1.440 MHz1.386 MHz800 MHz
3DMark063370 3DMarks4556 3DMarks2170 3DMarks2257 3DMarks
SM2.0 Score11051875721867
HDR/SM3.0 Score14281622844760
Takt Overclocking
GPU700 MHz740 MHz803 MHz700 MHz
Speicher1.200 MHz1.440 MHz1.710 MHz900 MHz
3DMark063680 3DMarks5023 3DMarks2537 3DMarks2907 3DMarks
SM2.0 Score113021058491145
HDR/SM3.0 Score16631801998987

Fazit

Atis Antworten auf Nvidias günstige DirectX-10-Grafik können sich sehen lassen. Und wenn man es mit den Qualitätsansprüchen nicht übertreibt, sogar ruckelfrei. Das Preis-Leistungs-Verhältnis passt, denn gemessen an den niedrigen Anschaffungskosten liefern sie eine durchaus wackere Performance, die je nach Einstellung sogar richtig Spaß machen kann. Dank der leisen bis unhörbaren Kühlung und des geringen Energiebedarfs sind sie vor allem für Wohnzimmer-PCs und stromsparende Systeme interessant.

Kommentare zu diesem Artikel

Nach seinem bis dato schnellsten Grafikchip Radeon HD 2900 XT führt Ati nun endlich auch bezahlbarere DirectX-10-Beschleuniger zu Felde. Netzwelt testet die Gegenoffensive zu Nvidias Mainstream- und Mittelklasse, zwei günstige Grafikkarten mit Radeon HD 2400 XT und HD 2600 Pro. Der Clou: Letztere gibt es sogar für die gute alte AGP-Schnittstelle. Wer bietet mehr Spielspaß fürs Geld?

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  • tumorparadox schrieb Uhr
    AW: Test: Ati Radeon HD 2600 Pro und HD 2400 XT

    die karte (2600pro) ist nun bei meinem dad drin 3,20ghz p4 2gb cl3 ddr sata150 160gb (8mb cache) und win7 ultimate auch jetzt und mit win7 macht die karte noch spaß selbst in diesem system ;) wer noch ein pc mit agp besitzt und nicht gleich nen neuen will oder braucht dem ist die karte durch aus ans hertz zu legen

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Test: Ati Radeon HD 2600 Pro und HD 2400 XT
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Nach seinem bis dato schnellsten Grafikchip Radeon HD 2900 XT führt Ati nun endlich auch bezahlbarere DirectX-10-Beschleuniger zu Felde. Netzwelt testet die Gegenoffensive zu Nvidias Mainstream- und Mittelklasse, zwei günstige Grafikkarten mit Radeon HD 2400 XT und HD 2600 Pro. Der Clou: Letztere gibt es sogar für die gute alte AGP-Schnittstelle. Wer bietet mehr Spielspaß fürs Geld?
http://www.netzwelt.de/news/75847-test-ati-radeon-hd-2600-pro-hd-2400-xt.html
2007-07-13 15:04:00
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/ati_radeon_hd_2600_pro_2400_xt_test_intext1_1184253576.jpg
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