MultiSync-Mattscheibe mit 26 Zoll
Flachbild-Flaggschiff: NEC LCD2690WUXi im Test
Benjamin Schnitzler
Die Helligkeit - auf dem Maximalwert weit mehr als nur ausreichend - ist in mehreren Stufen regelbar, beispielsweise abhängig vom gerade gezeigten Bildinhalt oder der herrschenden Zimmerbeleuchtung. Über das optionale "Intelligent Power Management" IPM besteht außerdem die Möglichkeit, das Display beim Unterschreiten eines bestimmten Grenzwertes automatisch abzuschalten, etwa wenn man der Raum verlässt und die Lampe löscht. Bei der Auswahl der passenden Prozentzahl hilft eine Anzeige der aktuellen Luminanz.
Wunderschön bezeichnet die Farbdarstellung des LCD2690WUXi durchaus treffend. Buntes wie Weißes präsentiert er nicht bloß außerordentlich strahlend und kräftig, sondern auch ohne nennenswerte Unregelmäßigkeiten. Letzteres gilt ebenso für die sehr feine Graustufendifferenzierung. Die "ColorComp"-Funktion (deutsch: Farbvergleich) dürfte selbst den eifrigsten Zweifler zufriedenstellen: Damit werden Helligkeit und Farbwiedergabe nochmals optimiert, was ein sichtbar homogeneres Bild erzeugt. Selbst leichte Luminanzschwankungen in den Randbereichen werden sozusagen "optisch glattgebügelt".

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Auch der Rücken kann entzücken: Drei Monitor-
anschlüsse und eine hochwertige Mechanik.
Eine ausgezeichnete Vorstellung liefert das NEC-Display auch beim Schwarzwert, der zwar nicht das Referenz-Niveau des Eizo FlexScan S2411W erreicht, aber immerhin recht nahe herankommt. Besonders kurz wird die Distanz zwischen den beiden Japanern, wenn der Schwarzwert nachträglich per Menü-Option heruntergeregelt wird. Das für ein IPS-Panel typische Glitzern ist nur leicht sichtbar und entspricht etwa dem des S-PVA-basierten Dell UltraSharp 2407WFP. Auf dem Weg zum subjektiv optimalen Bild hilft ein förmliches Arsenal von Farbreglern.
So kann beispielsweise die Gamma-Korrektur komplett deaktiviert oder in vier, zum Teil benutzerdefinierten, Modi in feinen 0,1-er-Schritten justiert werden. Vor allem für Grafiker interessant sind auch die Einstellmöglichkeiten für Sechs-Achsen-Farbkontrolle, Farbtemperatur, sRGB sowie der Graustufen-Modus, der das Bild auf monochrom umschaltet. Als nettes Gimmick kann sogar die Power-LED von Blau auf Grün gestellt oder in ihrer Helligkeit beeinflusst werden.
Auch bei der digitalen Unterhaltung gibt der LCD2690WUXi weitgehend den Profi. Dank dem zuschaltbaren "Overdrive" erweist sich das Gerät als absolut spieletauglich. Ein wenig reaktionsfauler als schnelle Modelle mit TN-Panel zwar, aber für Gelegenheits-Gamer und etwas tolerantere Hardcore-Spieler absolut ausreichend. Zockende Zeitgenossen dürften auch das sehr gute Interpolationsverhalten zu schätzen wissen, das zudem direkt am LCD selbst konfiguriert werden kann. Sollten Texturen doch einmal zu unscharf erscheinen, hilft der Schärferegler.
Bei Videos reduziert das breite 16:10-Format schwarze Balken am oberen und unteren Rand auf ein Minimum, was zusammen mit dem ohnehin schon großzügigen Panorama für ein ansehnliches Filmvergnügen sorgt. Bei genauerem Hinsehen wird das Ganze jedoch von einer leichten Grobkörnigkeit getrübt. Bauartbedingt muss niedrig aufgelöstes Material bei Vollbild auf 1.920 x 1.200 Pixeln stärker gestreckt werden als auf kleineren Flachbildschirmen, was wiederum mehr Klötzcheneffekte bedeutet, die jedoch nur auf kurze Distanz negativ auffallen.
Am oberen Ende der Messlatte bewegt sich der LCD2690WUXi bei der Blickwinkelabhängigkeit. Hier hat er dank des zugrundeliegenden IPS-Panels ohnehin gute Karten, und die spielt er auch voll aus. Selbst bei extremen Abweichungen treten keinerlei Verfärbungen auf, das Bild erscheint dann lediglich ein bisschen dunkler. Besser geht es kaum. Wer das Ohr nahe ans Gehäuse hält, vernimmt unabhängig von der Helligkeit einen hochfrequenten Summton, der bei normaler Büro-Lautstärke zwar untergeht, sensiblen Ohren aber dennoch zusetzen könnte.
NEC MultiSync LCD2690WUXi im Test
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