"Software soll alles können, aber nichts kosten"

Spenden zuviel Aufwand

Die Webseite "DonationCoder.com" beschäftigt sich mit den Themen rund um Donationware und ist zugleich Sammelstelle für die Spendensoftware. Die Betreiber bestätigen den Eindruck der Programmierer, dass die User hochkarätige und zugleich kostenlose Software erwarten. Auf der anderen Seite wird aber dennoch für kommerzielle Software oft noch viel Geld ausgegeben. Warum bleiben die Spendenkassen der Donationware-Entwickler so leer?

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DonationCoder liefert eine mögliche Erklärung: "Die Entscheidung für eine Software ist eine kurzfristige Entscheidung. Eine optionale Spende zur Unterstützung an den Entwickler passt nicht mit dieser kurzfristigen Überlegung zusammen." Zusätzlich fehle den Nutzern der direkte Anreiz: "Eine Spende hat für den Spender keinen unmittelbaren Vorteil".

Niemand zahlt gerne freiwillig

Weitere Aspekte sind der Aufwand und mögliche Sicherheitsrisiken der Spende. "Vielen ist der Vorgang vielleicht zu kompliziert", mutmaßt Programmierer Alexander von Below. Auch scheuen sich viele Menschen noch davor, Geldtransaktionen über das Internet abzuwickeln. Es mag der psychologische Aspekt sein: Bei kommerzieller Software besteht die Hürde der Bezahlung. Der Kunde bezahlt, bevor er die Software benutzen kann.

Bei einem anderen Modell - der Shareware, kann er das Programm zumindest ausprobieren und wird schließlich von der abgelaufenen Testphase gezwungen, die Software zu kaufen oder zu verwerfen. Donationware hat keine dieser Hürden, es zwingt nicht zur Bezahlung, sondern lädt lediglich dazu ein. Kaum jemand zahlt gerne, wenn er nicht muss, bei Software nicht anders als bei Steuern oder GEZ, selbst wenn man indirekt davon profitiert. Aber auch niemand arbeitet gerne umsonst.

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(Klick vergrößert.)

Fester Glaube an Donationware

Dennoch lag die Entscheidung, sein Programm als Donationware anzubieten, für Jasper Grahl nahe: "Donationware gibt dem Entwickler in erster Linie die Freiheit, keinen Support leisten zu müssen", erklärt er. Alexander von Below stimmt dem zu: "Man kann die Öffentlichkeit an seiner Software teilhaben lassen, ohne Support liefern zu müssen. So ist zumindest die Option auf etwas Geld vorhanden". DonationCoder rät Programmierern: "Der Nutzer interessiert sich nicht für Dich. Erkläre ihm, warum der Nutzer von Spenden an Dich profitiert."

Die beiden Programmierer sind trotz der negativen eigenen Erfahrung überzeugt von dem Konzept der freiwilligen Spenden. Ein paar Euro zu überweisen, wenn ein nützliches Programm gefällt, gehört für sie dazu: "Ich mache das sehr häufig", sagt Entwickler von Below. "Für mich ist eine Spende eine Anerkennung für die geleistete Arbeit und investierte Zeit", ergänzt Student Jasper Grahl. Mittlerweile hat Grahl seine zweite Donationware herausgebracht. 2.000 Downloads in wenigen Tagen, aber noch keine Spende. Er resümiert: "Solange das Bewusstsein nicht vorhanden ist, dass Software Geld kostet, wird Donationware keinen Erfolg haben".

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Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 8 Beiträge

Tja, das ist das schöne wenn man "Erfinder" ist und nichts anderes ist ein Programmierer, der auf eigenen Faust arbeitet ;) Man kann sein Zeug nennen wie man will und eigene Kategorien schaffen (so wie es...

Donationware ist dummes Zeug, also der Begriff und die Begründung. Wenn ein Programmierer Geld haben möchte, dann soll er sein Produkt als Shareware anbieten. Ansonsten hab ich lediglich den...

Zitat: Donationware ist Quatsch! Erst kein Geld verlangen und dann darüber jammern, dass keines hereinkommt, ist kindisch. Sorry, aber ich weiß echt nicht, woher ihr alle...

Meine Erfahrung ist, dass Shareware und Freeware, von wenigen Ausnahmen abgesehen, entweder kostenlos vertrieben werden, weil sich der Softwareproduzent damit einen Namen machen will, oder man bekommt da eine...

Donationware ist Quatsch! Erst kein Geld verlangen und dann darüber jammern, dass keines hereinkommt, ist kindisch. Wenn mir die Leistung eines Programms zusagt, hab ich überhaupt kein Problem damit, dafür auch...

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