ComBOTS Mobile im Test: Chatten überall

PC und Handy synchronisiert

Wer es gerne bunt mag, sorgt damit schnell für besonders hohes Datenaufkommen. Einmal die komplette Smileyliste der beiden kostenlosen Smileypacks aufzurufen, sorgt für über 200 Kilobyte Datentransfer. Wer aktiv und mit vielen Grafiken und Bildern chattet, der kann mehrere Megabyte pro Stunde übertragen. Immerhin werden Grafiken wie Smileys zwischengespeichert, sodass sie nicht bei jedem einzelnen Aufruf neu heruntergeladen werden müssen.

ComBOTS Mobile im Test: Chatten überall
Je nach Tarif teurer Spaß: Herunterladen der Smileyliste
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Dank ComBOTS können Freunde Fotos und Dateien direkt auf das Handy schicken. Bilder werden dabei aus Rücksicht auf die Telefonrechnung auf Displaygröße verkleinert. Der Server schickt die kleine Version auf das Handy und die Originalgröße an den Client am Rechner. Überhaupt funktioniert die Synchronisation hier sehr gut. Alle Nachrichten, die vom Handy geschickt wurden, sind auch im Verlauf am Computer zu finden. Nachrichten, die der Nutzer auf dem Handy gelesen hat, sind auch am PC als gelesen markiert. Die Avatar-Pakete vom Rechner sind auch mobil verfügbar.

So gibt es einen Account auf zwei Geräten, der immer synchron ist. Selbst die Nachrichten von Freunden, mit denen noch nie per Handy gechattet wurde, können auf dem Mobiltelefon abgerufen werden. Grafisch fehlt dem Handyclient jedoch ein wenig die Verspieltheit des PC-Vorbilds. Zwar ist das Design durchaus schick und auch das "look and feel" der Bedienung ähnelt stark der computerbasierten Variante, doch ohne animierte Avatare fehlt ein Alleinstellungsmerkmal.

Nicht für jedes Handy geeignet

Je nach Geschmack ist es sogar durchaus angenehm, von tanzenden Comicfiguren verschont zu bleiben. Doch das Java-Programm fühlt sich auf dem Handy anders an als die Desktopvariante. Die lebt davon, dass sie ohne Programmfenster auskommt. Auf dem Handy funktioniert dies nicht. Doch auf vielen Fabrikaten ist es immerhin möglich, ComBOTS im Hintergrund laufen zu lassen. Bei einer neuen Nachricht meldet sich ein Avatar mit Sprechblase.

ComBOTS Mobile im Test: Chatten überall
Bei einer neuen Nachricht bringt die Sprechblase ComBOTS wieder in den Vordergrund.

Manche Handymodelle sind jedoch nicht in der Lage, Java-Programme im Hintergrund laufen zu lassen. Das bedeutet, ComBOTS Mobile müsste permanent im Vordergrund sein und andere Funktionen wären blockiert. Will man etwas anderes machen: ComBOTS beenden und hinterher wieder neu starten. Nicht besonders komfortabel. Bei Nokias N73 funktioniert jedoch alles ohne Probleme, mittels der Programmtaste holen wir das Programm in den Vordergrund oder verbannen es wieder aus dem Sichtfeld ohne es zu beenden.

Ärgerlich: Nutzt man wie oft gewohnt die "Auflegen"-Taste, um zurückzuspringen, ist ComBOTS doch beendet. Trotz des aktivierten "Passwort speichern"-Feldes muss das Kennwort bei jedem Neustart neu eingetippt werden. Die Anzeige, ob ein Kontakt online ist, funktioniert ebenfalls nicht zuverlässig. Normalerweise sollte neben jedem Namen einer grüner Punkt leuchten, wie beim ComBOTS auf dem Rechner. Dies funktioniert oft aber nicht. Es kann einige Zeit dauern, bis der Punkt grünes Licht zum Chatten gibt.

Fazit

Insgesamt ist ComBOTS Mobile ein interessantes Programm fürs Handy. Die gerade erst angelaufene Beta-Phase kann als Entschuldigung für kleinere Fehler herhalten. Das hohe Datenaufkommen macht das Programm aber lediglich für Besitzer von Flatrates oder großen Volumentarifen interessant. Dann ist ComBOTS eine gute Alternative zur teuren MMS.

Solange jedoch nur wenige Handys unterstützt werden und der Freundeskreis noch nicht für ComBOTS erschlossen ist, ist der Client jedoch kaum alltagstauglich. Auf einem Handy, das Java nicht im Hintergrund laufen lassen kann, lohnt ComBOTS sich nicht, da so der Komfort auf der Strecke bleibt. Regelmäßiges Öffnen und Schließen des Programmes steht dem Konzept, alles einfach zu halten, deutlich entgegen.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Chat & Messenger hier.

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