Print- und Fileserver mit USB 2.0
NAS-Router im Test: Edimax BR-6215SRg
Christian Grohmann
Der DSL-Router birgt noch ungenutztes Potenzial: Während die einen dem heimischen Netzwerkknoten eine Telefonanlage verpassen, integrieren die anderen einen Miniaturserver für Drucker und Speichermedien. Die angeschlossenen Netzwerkressourcen lassen sich somit nicht nur im Büro oder daheim, sondern quasi weltweit nutzen - sofern denn ein Internetanschluss zur Verfügung steht.
Mit der richtigen Konfiguration sorgt der BR-6215SRg von Edimax dafür, dass der Reisende jederzeit Zugriff auf den heimischen Datenspeicher hat. Und das mit allem, was die DSL-Leitung hergibt: Zwei USB-2.0-Anschlüsse machen Speichersticks und externe Festplatten zu ausreichend schnellen Netzlaufwerken. Für die Verbindung ins weltweite Netz sorgt der integrierte FTP-Server. Daheim geht es bequemer zu: Per SMB-Freigabe können die gleichen Datenträger als Netzlaufwerke im Windows-Arbeitsplatz eingebunden werden.
Inhalt
- Verbindungsvielfalt
- Unterwegs FTP, im Büro SMB
- Wählerisch in Sachen Drucker
- Von wertvollen Default-Einstellungen
- Fazit
Um die kleine Netzwerkzentrale einzurichten, braucht es nicht viel: An den WAN-Port können per LAN-Kabel die unterschiedlichsten Modems angeschlossen werden. Der BR-6215SRg unterstützt sechs verschiedene Zugangsarten, darunter auch Kabel und DSL. Diese Vielfalt verbietet es dem Edimax-Router allerdings, ein eigenes Modem zu besitzen. Um sowohl bei wechselnder als auch statischer IP-Adresse von außerhalb erreichbar zu sein, unterstützt der Router mehrere feste und dynamische DNS-Dienste.
Für Computer und andere Netzwerkgeräte stehen vier LAN-Ports zur Verfügung, alle weiteren Clients finden über Wireless-LAN nach den Standards 802.11b und g Anschluss. Ein Funk-Turbomodus sorgt für einen gesteigerten Datendurchsatz. Sicherheit im kabellosen Netz garantieren die Verschlüsselungsalgorithmen WPA und WPA2. Die können sogar parallel verwendet werden - je nach Fähigkeit des anderen Geräts bestimmt der Router das am sichersten funktionierende Protokoll. Auch das ältere WEP ist mit von der Partie.
Für größere WLAN-Netzwerke besteht die Möglichkeit, einen externen Radius-Server zur Benutzeranmeldung anzuschließen. Zur Vergrößerung der Funkreichweite können mehrere Repeater angeschlossen werden, als Bridge oder gewöhnlicher Access-Point arbeitet der Router ebenso. Soll der Zugriff dagegen zur Sicherheit auf kleine Räumlichkeiten beschränkt bleiben, kann der Administrator die Sendeleistung herunterschrauben.
Egal ob nun ein großflächiges oder ein beschränktes Funknetz erwünscht ist: In jedem Fall verfügt die WLAN-Basis über Wireless Multimedia, kurz WMM. Dabei handelt es sich um eine Art Quality-of-Service-Management, das Anwendungen mit Echtzeit-Ansprüchen eine bevorzugte Datenübermittlung bietet. Das ist beispielsweise für Video-Streaming oder Internet-Telefonie empfehlenswert. Ein QoS-Dienst für das gesamte lokale Netzwerk ist ebenfalls enthalten. Dieser lässt sich entweder auf einzelne IP-Adressen oder Computergruppen einstellen.
Edimax BR-6215SRg
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