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Test: Flash-Festplatte gegen Standard-Festplatte
Solid State Disk auf dem Prüfstand

von Benjamin Schnitzler Uhr veröffentlicht

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Sie kennen ihn aus MP3-Player, USB-Stick oder Digitalkamera. Ohne ihn geht dort nichts - die Rede ist vom Flash-Speicher. Mit ihm geht aber noch mehr, zum Beispiel als "Solid State Disk" SSD, der Alternative zur gewöhnlichen Magnet-Festplatte. Netzwelt macht den Test und vergleicht eine reine Flash-Festplatte mit einem herkömmlichen Datenspeicher.

Sie kennen ihn aus MP3-Player, USB-Stick oder Digitalkamera. Ohne ihn geht dort nichts - die Rede ist vom Flash-Speicher. Mit ihm geht aber noch mehr, zum Beispiel als "Solid State Disk" SSD, der Alternative zur gewöhnlichen Magnet-Festplatte. Netzwelt macht den Test und vergleicht eine reine Flash-Festplatte mit einem herkömmlichen Datenspeicher.

Zweikampf der Zwerge: Als Vertreter für die alte und neue Technologie dienen zwei besonders kleine Festplatten im 1,8-Zoll-Format aus aktuellen Subnotebooks von Dell und Sony. In der einen Ecke ein Sony-Winzling mit 80 Gigabyte auf magnetischer Basis, ein Dell-Däumling mit 32 Gigabyte Flash-Speicher in der anderen.

SSD: Rekordverdächtige Zugriffszeit

Windows Vista

Ob die Flash-Festplatte einen Blitzstart hinlegt, soll der Bootvorgang von Windows Vista zeigen. Beide Subnotebooks verfügen über eine Ultra-Low-Voltage-Version des Core 2 Duo, ein bauähnliches Mainboard sowie ein Gigabyte Arbeitsspeicher, die Chancen stehen ungefähr gleich. Rein subjektiv geht die Flash-Festplatte nicht schneller zu Werke als das magnetische Pendant und hat bloß ein paar unerhebliche Sekunden Vorsprung. Auf dem bunten Aero-Desktop angekommen, reagiert das mit Flash-Speicher bestückte Gerät beim Manövrieren in den Tiefen der Ordnerstrukturen spürbar flotter. Kein Wunder, denn sie muss beim Ansprechen nicht erst auf Drehzahl kommen.

Zudem sind Programme spürbar früher einsatzbereit. Mit 4.200 Umdrehungen pro Minute zählt die Toshiba "MK8009GAH" nicht zu den leistungsstärksten Magnet-Festplatten, doch im kleinen 1,8-Zoll-Format ist dieser Wert derzeit gängig. Dagegen besitzt die SanDisk "SSD UATA 5000 1.8" überhaupt keine mechanischen Teile, die sich drehen könnten. Auch wenn es in diesen Dimensionen nicht nach viel klingt, verbraucht die Flash-Festplatte mit 0,5 Watt gerade einmal halb so viel Energie als die Magnet-Festplatte. In der Festplatten-Teilbewertung des Leistungsindex von Windows Vista liegt die SSD mit 5,5 gegenüber 3,7 Punkten vorne.

Überlegene Zugriffszeit

Selbst die performantesten Server-Speicher mit 15.000 Touren pro Minute müssen in puncto Zugriffszeit neben der Flash-Festplatte klein beigeben. Sogar mit Rekordwerten von knapp über drei Millisekunden reagieren sie noch deutlich später. Der Dateisystem-Benchmark der Analyse-Software "Sandra" kommt zu einem geschätzten Resultat von null Millisekunden, weil er nicht in Nachkommastellen aufschlüsselt.

Direkt mit der vorliegenden 1,8-Zoll-Magnetfestplatte verglichen, fallen die Unterschiede verständlicherweise noch viel drastischer aus. Mit einer Gesamtwertung von durchschnittlich 55 Megabyte pro Sekunde deklassiert der Flash-Speicher die Konkurrenz, die nur 20 Megabyte bei einer Zugriffszeit von etwa 16 Millisekunden erzielt.

Test: Flash-Festplatte gegen Standard-Festplatte

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Zum Vergleich: eine gewöhnliche Festplatte im für Subnotebooks typischen 1,8-Zoll-Format

Ein weiterer Testlauf mit dem Festplatten-Prüfprogramm "HD Tune" bescheinigt der SSD im Schnitt ebenfalls eine mehr als doppelt so hohe Datentransfergeschwindigkeit, bei einer zugleich aber leider erheblich stärkeren Prozessorbelastung. Die angezeigte Zugriffszeit verblüfft und begeistert - 0,2 Millisekunden.Schlusswort

Im Notebook ist die Flash-Festplatte schon jetzt die bessere Alternative - wenn der zurzeit noch stark überhöhte Preis nicht wäre. Mit sage und schreibe 1.500 G ist die getestete Solid State Disk im für ultraleichte Subnotebooks typischen 1,8-Zoll-Format glatt dreimal so schockresistent wie eine gewöhnliche Festplatte während des Betriebs. Ausgewachsene 3,5-Zoll-Festplatten für PCs sind in vielen Disziplinen zwar noch überlegen, doch bei der Zugriffszeit ist gegen die SSD kein Kraut gewachsen. Doch nicht nur die gute Leistungsentfaltung gefällt: Die Flash-Festplatte verbraucht sehr wenig Strom und arbeitet absolut unhörbar.

Weiterführende Informationen zum Thema Flash-Speicher und Solid State Disk finden Sie in der Linkbox unter diesem Artikel.

Kommentare zu diesem Artikel

Sie kennen ihn aus MP3-Player, USB-Stick oder Digitalkamera. Ohne ihn geht dort nichts - die Rede ist vom Flash-Speicher. Mit ihm geht aber noch mehr, zum Beispiel als "Solid State Disk" SSD, der Alternative zur gewöhnlichen Magnet-Festplatte. Netzwelt macht den Test und vergleicht eine reine Flash-Festplatte mit einem herkömmlichen Datenspeicher.

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  • DLTH schrieb Uhr
    AW: Test: Flash-Festplatte gegen Standard-Festplatte

    und jetzt wird die Flash-Festplatte noch interessanter! Die Firma Easyco (www.easyco.com) optimiert den Flash-Speicher mit einem Treiber. Schnelles Lesen und Schreiben, noch längere Lebensdauer etc... auch kostengünstigere MLC (SSD mit Multi Level Cells) werden da für den intensiven Einsatz interessant.

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Test: Flash-Festplatte gegen Standard-Festplatte
Test: Flash-Festplatte gegen Standard-Festplatte
Sie kennen ihn aus MP3-Player, USB-Stick oder Digitalkamera. Ohne ihn geht dort nichts - die Rede ist vom Flash-Speicher. Mit ihm geht aber noch mehr, zum Beispiel als "Solid State Disk" SSD, der Alternative zur gewöhnlichen Magnet-Festplatte. Netzwelt macht den Test und vergleicht eine reine Flash-Festplatte mit einem herkömmlichen Datenspeicher.
http://www.netzwelt.de/news/75744-test-flash-festplatte-gegen-standard-festplatte.html
2007-06-19 17:40:00
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/flash-festplatte_test_1182264661.jpg
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