Ratgeber: Stromspar-PC im Eigenbau

Mainboard

Bei den neuesten BE-Modellen geht man sogar noch einen Schritt weiter und reduzierte die TDP auf lediglich 45 Watt. Dieser Wert entspricht der "Low Voltage"- respektive "LV"-Variante eines Athlon 64 mit nur einem Kern, der mit einer besonders niedrigen Spannung arbeitet. Bestimmte Modelle des Sempron64, dem Pendant zum Intel Celeron, setzen sogar nur auf 35 Watt. Hier steht die Leistung zwar nicht im Vordergrund, ist für einen einfachen Arbeits- oder Büro-PC dennoch absolut ausreichend. Bei AMD unterstützen fast alle Sockel-AM2-CPUs die dynamische Untertaktung via "Cool'n'Quiet".

Für den Bau eines möglichst stromsparenden Rechners führt der Weg schnurstracks zur integrierten Grafik: Davon ist immer dann die Rede, wenn das Mainboard bereits seine eigene Grafikkarte in Form eines unauffällig integrierten Chips mitbringt. Diese braucht zwar einen Teil des Arbeitsspeichers, aber auch deutlich weniger Strom als ein separates Exemplar für den PCI-Express-Steckplatz.

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Hohe Spieleleistung und geringer Strombedarf vertragen sich leider nicht miteinander. Eine günstige Grafikkarte benötigt nur wenig Energie, ist von aktuellen 3D-Games jedoch schnell überfordert und gerät ins Ruckeln. Mit einem leistungsstarken Beschleuniger wirken die virtuellen Welten hingegen schöner und flüssiger, dafür schluckt die Grafikkarte allein im schlimmsten Fall schon mehr Strom als ein kompletter Büro-PC inklusive Flachbildschirm.

Test: Radeon HD 2900 XT vs. GeForce 8800
Negativbeispiel: Ati-Grafikkarte mit Radeon HD 2900 XT

Grafikkarte

Wer nur ältere, 2D- oder Adventure-Spiele zockt, kann bereits mit On-Board-Grafik glücklich werden. Im hochauflösenden Unterhaltungs-Zeitalter von HD DVD, Blu-ray und HDTV, dessen Blütezeit erst noch bevorsteht, zählen aber auch andere Werte. Fehlt die Unterstützung von der Grafikkarte, muss der Prozessor Schwerstarbeit leisten und die Dekodierung des qualiativ hochwertigen Bildmaterials sozusagen im Alleingang bewältigen.

Wer dann noch andere Programme im Hintergrund laufen lassen will, kommt kaum an einem Dual-Core-Prozessor vorbei. Aktuelle Grafikchips aus Nvidias GeForce 8000- oder Atis HD 2000-Serie bringen gleich einen eingebauten Dekoder für H.264 mit, der HD-DVD, Blu-ray und HDTV zugrundeliegende Kompressionsstandard, der die CPU deutlich entlastet. Soll der PC also auch für die digitale Unterhaltung herhalten, kann die Anschaffung einer separaten Grafikkarte durchaus sinnvoll sein.

Nvidia GeForce 8600 GT im Test
Genügsam in Sachen Preis und
Energiehunger: GeForce 8600 GT

Durch eine besonders effiziente Arbeitssweise zeichnen sich beispielsweise Nvidias GeForce 8600 GTS, 8600 GT, 8500 GT und 8400 GS aus. Mit vergleichbaren Ati-Modellen ist ab Ende Juni 2007 zu rechnen. Windows Vista sieht mit aktivierter Aero-Oberfläche zwar hübsch aus, nutzt aber die 3D-Fähigkeiten der Grafikkarte, die dann mehr Strom verbraucht als im ausschließlich zweidimensionalen Leerlauf.

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