Vorentscheidung gefallen?
HD DVD gegen Blu-ray: Größter US-Verleih setzt auf Blu-ray
Die größte amerikanische Videothekenkette "Blockbuster" hat entschieden, ausschließlich auf Blu-ray als Verleihmedium zu setzen. Nach einer Testphase in einigen Filialen zeigte sich, dass Blu-ray 70 Prozent der ausgeliehenen hochauflösenden Medien ausmachte. Ist die Entscheidung der Konsumenten gefallen, die HD DVD am Ende?

Das ist ein schwerer Schlag für Microsoft, Toshiba und den Rest der "HD DVD Promotion Group", dem HD-DVD-Konsortium. Denn Blockbuster ist mit 1.450 Filialen und einem zusätzlichen Onlineverleih der größte Verleiher der Vereinigten Staaten. In 250 Filialen wurden HD DVD und Blu-ray parallel angeboten, um die Nachfrage zu testen.
Der Kunde hat gesprochen
Das Ergebnis war eindeutig: Über zwei Drittel entschieden sich für die Variante von Sony und Co. "Die Kunden haben gesprochen, ich kann ein solches Statement der Verbraucher nicht ignorieren", sagte Matthew Smith, Vizepräsident von Blockbuster. Entscheidender Faktor dürfte hier weniger der Preis, sondern eher die Auswahl der Filme gewesen sein.
Denn mit der "Spiderman"- und "Fluch der Karibik"-Reihe hat die "Blu-ray Disc Association" umsatzstarke Zugpferde im Stall, denen die Exklusivtitel der Konkurrenz nicht das Wasser reichen konnten. Auf der Seite der Player hat die Playstation 3 die Marktverhältnisse drastisch zugunsten von Blu-ray kippen lassen: In den USA haben Blu-ray-Player nun einen Anteil von etwa 70 Prozent, in Europa stieg der Marktanteil seit Erscheinen der schwarzen Konsole gar von 15 auf weit über 60 Prozent.
Etappensieg für Blu-ray
Schon innnerhalb eines Jahres könnte die Entscheidung gefallen sein. Zurzeit läuft die Blu-ray-Disk der HD DVD den Rang ab und es deutet wenig auf die oft prognostizierte dauerhafte Koexistenz der beiden Medien hin. In Japan hat die HD DVD den Kampf bereits verloren: Mit 95 Prozent hat Blu-ray hier klar und uneinholbar gewonnen.
