Verkehrte Netzwelt: 10 Gründe, Fernsehen zu hassen
Zehn Gründe, öffentlich-rechtliches Fernsehen zu hassen
1. Herzschmerz: Rosamunde Pilcher, das Sprachrohr der frustrierten Hausfrau - inzwischen leider auch in Farbe. Weshalb müssen schöne irische und englische Landschaften immer durch triefende Liebesdramen auf dem Niveau eines Groschenromans entstellt werden?
2. GEZ-Gebühren: Zugegeben, oft dienen sie einem durchaus guten Zweck, doch bei manchen Sendungen würde ich sie gerne rückerstatten lassen. Doch mehr dazu unter 3.
3. Mutantenstadl: Über dieses Thema wurde sich eigentlich schon viel zu oft ausgelassen. Doch warum hat immer noch niemand etwas dagegen unternommen? Für den zufällig vorbeizappenden Volksmusik-Verächter grenzt das deutsch dargebotene Liedgut an einen Akt der seelischen Grausamkeit.
4. Knut: Bis auf manche Insektenarten sind so gut wie alle Tiere süß, solange sie noch klein sind. Weiße Robbenbabys mit tellergroßen Pupillen beispielsweise, doch um die wird kein derart übertriebener Medienrummel betrieben. Leider sind sich nicht einmal die Öffentlich-Rechtlichen zu schade dafür, auf den publikumswirksamen Eisbär-Zug aufzuspringen.
5. Presseclub: Schlafstörungen? Dafür gibt es ein ausgezeichnetes Gegenmittel: Den Presseclub vorher aufzeichnen und kurz vor dem Zubettgehen abspielen. Nicht etwa, weil keine interessanten und wichtigen Themen behandelt oder die Gäste ihr Hand- und Mundwerk nicht beherrschen würden. Dennoch schafft es diese Sendung, die Erdanziehungskraft auf die Augenlider schon bei der Begrüßung um den geschätzten Faktor 100 zu verstärken.
6. Domian: Wahrscheinlich mache ich mir damit keine Freunde, aber wenn ich die verständnisvoll monoton säuselnde Intonation des Fernseh- und Radio-Therapeuten höre, sträuben sich mir die Nackenhaare. Vielleicht sollte ich anrufen, um mich zu outen.
7. Fernsehgarten: Im Duell um die entbehrlichste Sendung der TV-Landschaft liefert sich das spießige Wiesenfest ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Musikantenstadl. Unterschied: Die geladenen Musikinterpreten singen öfters auf Englisch, aber mindestens genauso mies und zappeln mehr herum.
8. Heimatfilme: Naives Dorf-Dirndl gegen große böse Welt und mangelnden Aufklärungsunterricht - manche Dinge hätten es besser nicht bis ins 21. Jahrhundert geschafft.
9. Wetten dass.... : .... es Thomas Gottschalk auch bei der nächsten Show nicht schafft, die Finger von den weiblichen Gästen und Kandidaten zu lassen?
10. Nazi-"Superstars": Jedes Land sollte sich mit seiner eigenen Vergangenheit beschäftigen, sei sie auch noch so schrecklich. Doch brauchen Hitler, Göbbels & Co. wirklich noch so viel Sendezeit, wenn die ihrige schon längst abgelaufen ist?
Links zum Thema
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