Verkehrte Netzwelt: 10 Gründe, Fernsehen zu hassen

Zehn Gründe, Privatfernsehen zu lieben

1. Dr. House: Der Anti-Amerikaner schlechthin. Eine erfrischend asoziale Persönlichkeit, die noch nicht komplett für das langweilige Gutmenschen-Schema glattgebügelt wurde.

2. Glückstreffer: Gelegentlich lugt irgendwo zwischen den Werbespots auch einmal ein guter Film hervor. Doch fragen Sie mich besser nicht danach, wann es zum letzten Mal soweit war.

3. The Simpsons: Bei den Einschaltquoten der immer wieder gern gesehenen Zeichentrickfamilie wird manche Telenovela gelb vor Neid.

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4. Schadenfreude: Nirgendwo machen sich Prominente derart zum Affen.

5. Germanys Next Top Model: Unter den Augen der Freundin ungestraft anderen Frauen hinterherschauen. Nachteil: Mein persönliches Schönheitsideal sieht gesünder aus.

6. Optik: Die virtuellen Studios hinter den realen Nachrichtensprechern sind erheblich aufwändiger gestaltet als bei den Öffentlich-Rechtlichen. Ganz zu schweigen von den vielen hübschen Animationen, die richtig Geld gekostet haben müssen.

7. Musik-Tipps: In der Regel haben die Werbespots für aktuelle CDs ein todsicheres Gespür dafür, was man als zumindest halbwegs anspruchsvoller Musikhörer lieber nicht kaufen und auch niemandem schenken sollte, der seine Hi-Fi-Anlage in Hörweite aufgestellt hat.

8. Ausgleich: Redakteure, Studenten und andere Zeitgenossen, die für ihre Kreativität bezahlt werden oder sich den Kopf mit Fachwissen vollstopfen müssen, brauchen auch einmal eine Auszeit. Und was taugt besser dafür, um das Hirn vom intellektuellen Ballast zu befreien als ein reichhaltiger Fundus von B-Movies à la "Death Machine" und völlig schwachsinnigen Zeichentrickserien wie "Ren & Stimpy"?

9. Spiegel der Gesellschaft: Was die Erderwärmung für den Klimawandel, dass ist das Privatprogramm für den Entwicklungsstand der Bevölkerung. Nur signalisiert hier ein besonders tiefes Niveau, dass es an der Zeit ist, endlich mit Gegenmaßnahmen einzuschreiten. Schließlich wird nicht immer das gesendet, was den Produzenten, Redakteuren und Reportern am meisten Spaß macht, sondern was die Zuschauer sehen wollen.

10. Abschaltbar: Nichts brachte mich auch nur annähernd so oft dazu, den Fernseher auszuschalten und etwas Nützlicheres mit meiner Freizeit anzufangen.

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Ich weiß schon, warum ich kein fernsehe...Internet und DVDs reichen schon zur Verblödung :D

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