Drucker und schnelle Netzlaufwerke mit USB 2.0
Print- und Fileserver: Edimax PS-2207SUg im Test
Christian Grohmann
Drucker und Speicher sollen ins Netzwerk. Doch ein Server im Arbeitszimmer wäre zu laut, in der Teeküche reichen die Platzverhältnisse nicht. Also weiterhin die eigene Festplatte im lokalen Netzwerk freigeben? Besser nicht. Doch wer beim Aufrüsten von Heim- oder Büronetzwerk nur an ausgewachsene Rechner als Server denkt, sollte sich einmal beim Hardware-Händler seines Vertrauens in der Ecke für Netzwerkzubehör umsehen.
Dort liegt vielleicht die Lösung: Ein PS-2207SU mit oder ohne "g". Das kleine Gerät von Edimax ist eine Schnittstelle zwischen USB-Laufwerk, -Drucker und Netzwerk. Für 77,50 Euro empfiehlt der Hersteller seinen Händlern den Verkauf der kabelgebundenen Version PS-2207SU; die WLAN-Version PS-2207SUg soll für 105 Euro über die Ladentheke gehen. Fragt sich nur, was die Mini-Server so auf dem Kasten haben.
Inhalt
Individuelle Netzlaufwerke
Konfiguration
Betrieb: Vista & XP
Schlusswort
Das kleine graue Gehäuse mit der Edimax-Aufschrift wirkt wenig spektakulär. Muss es auch gar nicht, denn die Spezifikationen sorgen für genügend Begeisterung: An zwei schnellen USB-2.0-Anschlüssen lassen sich Drucker oder Laufwerke per Ethernet mit dem lokalen Netzwerk verbinden. In der gehobenen Version steht dafür auch Wireless-LAN zur Verfügung, das sich mit den Verschlüsselungsmethoden WEP, WPA und WPA2 sichern lässt.
Im kabellosen Betrieb gewährt der Mini-Server älteren WLAN-Adaptern Zugriff per 802.11b. Der neuere Funkstandard 802.11g sorgt dafür, dass die mögliche Datenübertragungsrate von USB 2.0 hinreichend zur Geltung kommt. Zwar ist die Geschwindigkeit für den integrierten Printserver weniger von Bedeutung, die Datenübertragungsrate der eingerichteten Samba- und FTP-Freigaben profitiert dagegen enorm von der USB-2.0-Schnittstelle.
In den meisten Fällen wird der PS-2207SU(g) wohl mit je einem Drucker und einem externen Laufwerk ausgestattet werden. Soll das Laufwerk lediglich als gemeinsames Speichermedium aller Nutzer zum Einsatz kommen, ist die Anschlussreihenfolge gleichgültig. Nicht aber, wenn für die Nutzer individuelle Netzlaufwerke oder Gruppen-Freigaben erstellt werden sollen: Das Disk-Management samt Partitionierung und Ordnerverwaltung funktioniert nur am ersten der beiden USB-Ports.
Edimax PS-2207SUg
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Ob 256-Megabyte-Stick oder 400-Gigabyte-Festplatte: Der PS-2207SU(g) kommt mit verschiedenen Speichermedien zurecht. Einschränkungen gibt es dennoch bei Größe und Dateisystem: Die besagte 400-Gigabyte-Platte sollte an einem Computer formatiert worden sein, denn Partitionen mit mehr als 160 Gigabyte kann der Mini-Server zwar verwalten, nicht aber selbst erstellen. Mit NTFS-Dateisystemen kommt er nicht wirklich gut zurecht: Die kann er weder erstellen noch differenziert verwalten. Eine NTFS-Partition lässt sich folglich nur als Shared-Medium verwenden. Idealerweise kommt das USB-datenträgertypische FAT32 zum Einsatz.
Um überhaupt erst einmal Daten freizugeben, muss der Administrator Nutzerkonten erstellen. Diesen können dann über die Fileserver-Verwaltung unterschiedliche Lese- und Schreibrechte zugeordnet werden. Im nächsten Schritt gilt es die Nutzer mit separaten Verzeichnissen zu verknüpfen – sonst haben die Nutzer zwar eigene Laufwerke, aber jeweils den gleichen Inhalt. Auch sollte der Administrator als erstes das Systempasswort ändern: Das ist nämlich nicht nur ein typisches Werkspasswort, sondern wird jedem Eindringling auch gleich als Standardeingabe vorgeschlagen.
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Klingt schonmal gut, allerdings mit dem NTFS-Problem....
Gibt es denn ähnliche Geräte, die Print-& Fileserver vereinen?? Ich hab sie bisjetzt nicht gesehen. Weiß da jemand was?
Huhu,
bisher fallen mir da nur die genannten Router WL-700gE (Asus) und Storage Gateway WLAN (Freecom) ein. Werd mich aber mal umsehen, ob es noch ähnliche Geräte wie PS-2207SUg gibt.
Gruß Stealth
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