Exklusiver Erstkontakt: Sony Vaio TZ im Test
Elegante Eingabe
Für Standardanwendungen wie Internetsurfen und Office-Software reicht die Geschwindigkeit völlig. Bei einem Subnotebook ist die Spieleleistung ohnehin sekundär, was auch die Messwerte zur Grafikleistung bestätigen. Immerhin reicht der On-Board-Chipsatz aus, um einen Bildschirm mit einer Auflösung von bis zu 1.600 x 1.200 Punkten anzusteuern. Wer das Zocken trotzdem nicht missen möchte: Eine Partie des Ego-Shooters "Quake 3", Adventures oder 2D-Games sind dennoch drin. Allerdings scheint der auf energiesparen bedachte Mobilrechner mit Windows Vista etwas überfordert zu sein.
Zumindest beim Systemstart erweckt das Vaio TZ diesen Eindruck, da es sehr lange dauert, bis der Desktop des Betriebssystems endlich ansprechbar wird. Da hilft nur abspecken: Grafikeffekte herunterfahren, unnütze Dienste abschalten, ressourcenfressende Hintergrundprogramme deinstallieren. Oder man verdoppelt auf zwei Gigabyte Arbeitsspeicher oder greift gleich zu einem der beiden TZ-Modelle mit zwei Gigabyte RAM, die jedoch nur ganz in Schwarz erhältlich sind. Weitere Alternative: ein Rückschritt zu Windows XP.
Bildschirm: Superflach, aber trotzdemPlatz für eine kleine Webcam
An die außergewöhnliche Tastenaufhängung müssen sich Ungeübte erst einmal gewonnen. Jede Taste ist sozusagen ein Einzelgänger und ragt für sich allein aus der glanzschwarzen Unterlage hervor. Gegenüber einem normalen Keyboard gibt es weniger breite Zwischenräume, durch die Kekskrümel oder sonstiger Dreck fallen könnten. Und wenn doch, ist die Tastatur relativ leicht wieder zu säubern. Das Anschlagsgefühl ist eher weich, aber trotzdem sehr präzise, zudem besitzen die Tasten kaum Spiel, arbeiten ausgesprochen leise und klappern nicht. Wegen der etwas klein geratenen Tasten und dem geringen Abstand dazwischen haben es dickere Finger allerdings nicht ganz einfach.
Beim Touchpad setzt sich der weitestgehend gute Eingabe-Eindruck nahtlos fort: Ein feinfühliges Fingerfeld, das sich auch bei schnellen Manövern nicht gleich querstellt, gepaart mit einem satten Links- und Rechtsklick auf zwei breiten Tasten. Wie auch beim kürzlich getesteten Samsung R70 ziehen die hochglänzenden Touchpad-Tasten Schmutz wie magisch an, und auch die Tastaturzwischenräume sind sehr anfällig für Staub und Fingerabdrücke.
Exklusiver Erstkontakt: Sony Vaio TZ im Test
Im AV Mode lassen sich die Musik-Dateien und Videos auch ohne Windows von CD, DVD beziehungsweise Festplatte abspielen, zudem ist die Anzeige von Bildern möglich.
Beim 11,1 Zoll großen Display setzt Sony auf energiesparende LED-Technologie, die für eine beachtliche Laufzeit von sieben Stunden sorgen soll.
Es bringt die Wenigkeit von gerade einmal 1,2 Kilogramm auf die Waage. Netzwelt testet als erstes deutsches Magazin den brandneuen Edel-Winzling.
Kein gewöhnliches versteht sich, denn das Sony Vaio TZ ist eines der leichtesten Subnotebooks mit eingebautem DVD-Laufwerk.
Optisch wirkt das Mini-Vaio wie ein kleines Juwel. Den kongenialen Kontrast zum dunklen Interieur bildet der gediegen glitzernde Display-Rahmen in hellem \"Platin-Sand\", verziert vom obligatorischen, geschwungenen Vaio-Schriftzug auf der Rückseite.
Größenvergleich: rechts das Sony Vaio TZ, links ein aktuelles 17-Zoll-Notebook
Obwohl der Bildschirm lediglich einen halben Zentimeter flach ausfällt, gelang den Japanern das Kunststück, dort noch eine Webcam nebst Mikrofon unterzubringen.
Anschlüsse für Gigabit-Netzwerk, i.Link respektive FireWire und Modem verschwinden bei Bedarf hinter einer unauffälligen Klappe am linken Rand. Links daneben liegt der Eingang für die Stromversorgung.
Das Keyboard besteht nicht wie gewöhnlich aus einem zusammenhängenden Tastenfeld, stattdessen tummeln sich sämtliche Tasten einzeln und sauber voneinander getrennt auf dem schwarz glänzenden Gehäuse.
Kohlefaser, konsequenter Leichtbau und geringer Verbrauch. Das sind nicht die inneren Werte eines Sportwagens, sondern eines Notebooks.
Dass unter der enorm kompakten Bauform die Kontaktfreude leiden muss, stimmt in diesem Fall nur bedingt. Nur zwei USB-Ports sind zwar zweifelsohne wenig, doch davon abgesehen steht das Vaio TZ manch größerem Mittelklasse-Notebook in nichts nach.
Laufzeit und Lautstärke
Statt der maximal angegebenen Laufzeit von 425 Minuten, was gut sieben Stunden entspricht, reicht der Akku des Vaio TZ für lediglich vier Stunden und 25 Minuten - bei maximalen Energieeinsparungen, einer Display-Helligkeit von 70 Prozent und geringer Belastung. Ein für sich betrachtet guter Wert, der in etwa dem des von netzwelt getesteten Samsung Q35 entspricht. Vom bisherigen Rekordhalter Vaio TX2 trennen das TZ satte zwei Stunden.
Im Normalbetrieb fächelt die Kühlung bloß ein leises Lüftchen durch die Schlitze am linken Rand, das nur in sehr ruhiger Umgebung wirklich auffällt. Auf der Unterseite entwickelt das Subnotebook jedoch sehr viel Wärme, welche die Oberschenkel des Benutzers im Sommer ganz schön ins Schwitzen bringen dürfte. Von der akustischen Zurückhaltung bleibt bei starker Belastung leider nicht mehr viel übrig und der Lüfter macht sich deutlich bemerkbar.

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