Exklusiver Erstkontakt: Sony Vaio TZ im Test
Plattenspielereien
Mit 80 Gigabyte Platz auf der Festplatte liefert der Luxustaschenrechner ausreichend Kapazität für Programminstallationen, Dokumente sowie (komprimierte) Musik-Dateien und einige Videos. Im "AV Mode" lassen sich die beiden letztgenannten auch ohne Hochfahren von Windows von CD, DVD beziehungsweise Festplatte abspielen, zudem ist die Anzeige von Bildern möglich. Die Navigation im übersichtlichen Menü erfolgt entweder per Tastatur oder über die sechs silbernen Schaltern am vorderen Rand.
Einen durchaus sinnvollen Beitrag zum Erhalt der gespeicherten Daten leistet der Sensor-Schutz der Festplatte, der den Schreib-/Lese-Kopf bei Erschütterungen in eine sichere Position fährt. Für mehr als spaßorientierte Fotos oder Video-Aufnahmen ist die integrierte Webcam mit gerade einmal 0,3 Megapixeln denkbar ungeeignet. Doch immerhin kann sie Bewegtbilder mit einer Auflösung von 640 x 480 Punkten bei 30 Bildern pro Sekunde aufzeichnen, dank dem eingebautem Mikrofon sogar inklusive Ton.
Das Display mit LED-Technik glänztvor allem mit intensiven Farben.
Schöne Schau
Kleine Klappe und viel dahinter, trifft den ersten Blickkontakt mit dem LED-Display sehr treffend. Denn die hervorragende Schärfe, verteilt auf 1.366 x 768 Pixel im Kino-typischen Widescreen-Format von 16:9, haut den Betrachter regelrecht um. Trotz des fehlenden Einrastmechanismus schließt der Deckel fest und ordentlich mit dem Innenraum ab. Allein die etwas locker sitzenden Scharniere und der wacklige Akku trüben den hochwertigen Qualitätseindruck. Durch die geringe Dicke und hohe Flexibilität lässt er sich allerdings sehr leicht nach innen biegen, weshalb beim Transport Vorsicht angesagt sein sollte, um die Tastatur nicht versehentlich gegen die Bildfläche zu drücken.
Es ist erstaunlich, was Sony aus dem Display mit LED-Technik herausholt. Derart intensive, strahlende Farben sind für ein Subnotebook keine Selbstverständlichkeit. Ausleuchtung und Schwarzwert rangieren zwar auf mittelmäßigem bis gutem Niveau, doch das ist immer noch mehr als viele andere Konkurrenzmodelle von sich behaupten könnten. An der Unterkante ist allerdings ein hellerer, wellenförmiger Streifen sichtbar, zudem gehen die Farben mit dunkleren Unregelmäßigkeiten in Richtung Rand einher. Grauverläufe wirken recht fein abgestuft und zeigen bloß ein paar dickere Längsbalken.
Exklusiver Erstkontakt: Sony Vaio TZ im Test
Im AV Mode lassen sich die Musik-Dateien und Videos auch ohne Windows von CD, DVD beziehungsweise Festplatte abspielen, zudem ist die Anzeige von Bildern möglich.
Beim 11,1 Zoll großen Display setzt Sony auf energiesparende LED-Technologie, die für eine beachtliche Laufzeit von sieben Stunden sorgen soll.
Es bringt die Wenigkeit von gerade einmal 1,2 Kilogramm auf die Waage. Netzwelt testet als erstes deutsches Magazin den brandneuen Edel-Winzling.
Kein gewöhnliches versteht sich, denn das Sony Vaio TZ ist eines der leichtesten Subnotebooks mit eingebautem DVD-Laufwerk.
Optisch wirkt das Mini-Vaio wie ein kleines Juwel. Den kongenialen Kontrast zum dunklen Interieur bildet der gediegen glitzernde Display-Rahmen in hellem \"Platin-Sand\", verziert vom obligatorischen, geschwungenen Vaio-Schriftzug auf der Rückseite.
Größenvergleich: rechts das Sony Vaio TZ, links ein aktuelles 17-Zoll-Notebook
Obwohl der Bildschirm lediglich einen halben Zentimeter flach ausfällt, gelang den Japanern das Kunststück, dort noch eine Webcam nebst Mikrofon unterzubringen.
Anschlüsse für Gigabit-Netzwerk, i.Link respektive FireWire und Modem verschwinden bei Bedarf hinter einer unauffälligen Klappe am linken Rand. Links daneben liegt der Eingang für die Stromversorgung.
Das Keyboard besteht nicht wie gewöhnlich aus einem zusammenhängenden Tastenfeld, stattdessen tummeln sich sämtliche Tasten einzeln und sauber voneinander getrennt auf dem schwarz glänzenden Gehäuse.
Kohlefaser, konsequenter Leichtbau und geringer Verbrauch. Das sind nicht die inneren Werte eines Sportwagens, sondern eines Notebooks.
Dass unter der enorm kompakten Bauform die Kontaktfreude leiden muss, stimmt in diesem Fall nur bedingt. Nur zwei USB-Ports sind zwar zweifelsohne wenig, doch davon abgesehen steht das Vaio TZ manch größerem Mittelklasse-Notebook in nichts nach.
Für ein Notebook der kleinsten Kategorie gestattet das Vaio TZ horizontal betrachtet untypisch breite Blickwinkel, die erst sehr spät einen matten Gelbstich auf dem Schirm erzeugen. In vertikaler Hinsicht genügen jedoch bereits geringe Abweichungen, um das Bild dunkler beziehungsweise heller erscheinen zu lassen. Komprimierte Videos gibt das LED-Display schön und fehlerverzeihend wieder, doch leider ruckeln hochauflösende Videos aufgrund mangelnder Leistung. Neben Leistung mangelt es den schrillen Lautsprechern auch an Klangqualität, weshalb sie besser dem Kopfhörer weichen sollten.
Leistungsfaltung
Obwohl eine besonders genügsame Variante des Intel Core 2 Duo zum Einsatz kommt, ist die Performance im Gegensatz zur Prozessorspannung alles andere als "Ultra Low". Das Vaio TX etwa, ein naher Verwandter aus dem Hause Sony, erzielte mit dem Pentium M in der ULV-Ausgabe (Ultra Low Voltage) nicht einmal die Hälfte der Rechenleistung. Ein Vergleich mit dem ebenfalls 11,1 Zoll großen Leder-Subnotebook Asus S6F attestiert einem Core Duo der ersten Generation mit 1,5 Gigahertz zwar eine insgesamt deutlich höhere Performance, doch in vielen Disziplinen kommt der Core 2 Duo ULV mit nur 1,06 Gigahertz schon gefährlich nahe.

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