Eine Milliarde Euro für Surfen im Alter

Kaufkräftige Rentner

Gleichzeitig sind die Rentner aber ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Zusammen verfügen sie laut der EU über ein Vermögen von drei Billionen Euro. In Deutschland ist die Gruppe über 50 die einkommensstärkste: Mit über 1000 Euro monatlichem Einkommen pro Person hängen sie alle jüngeren ab. "Die Generation '50 plus' ist nicht nur kaufkräftig und vermögend, sie ist auch bereit, das Geld auszugeben", sagt Cornelia Lins vom Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit. Ältere Menschen haben nicht nur mehr Geld, sie geben auch mehr davon aus.

Doch oft werden die Ruheständler von körperlichen Gebrechen oder Vorbehalten davon abgehalten, am weltweiten Netz zu partizipieren. Besonders abschreckend wirken zu viele Fachbegriffe oder englische Fremdwörter. "Nicht die Technik in den Vordergrund setzen, sondern ihren Nutzen! Technische und englische Begriffe sparsam verwenden. Erklärungen an Alltagserfahrungen der Zielgruppe anlehnen. Berücksichtigen, dass die Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung abnimmt", rät Cornelia Lins.

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Grundsätzlich interessieren sich Ältere aber kaum weniger für Technik als die Jugend. "Die Frage, ob ältere Menschen grundsätzlich gegenüber Technik aufgeschlossen sind, kann mit einem eindeutigen 'Ja' beantwortet werden", berichtet Cornelia Lins. Über 70 Prozent seien an Informationstechnologie interessiert.

Von der Informationsgesellschaft abgeschnitten

Im Jahr 2006 einigten sich die EU-Minister darauf, unsere Informationsgesellschaft barrierefrei zu machen. Ältere, Behinderte oder Arbeitslose sollten nicht davon abgehalten werden, am Leben im Internet teilzunehmen. Bis 2010 soll die Lücke zwischen benachteiligten Menschen und dem Durchschnitt bei der Nutzung des Webs halbiert werden."E-inclusion" nennt sich dieses Prinzip - Elektronische Integration. Gründe, warum etwa 30 Prozent der Bürger nicht von der Informationsgesellschaft profitieren, gibt es viele:

Eine Milliarde Euro für Surfen im Alter
Die ältere Generation soll den Anschluss nicht verlieren

Zu wenig Geld, keinen Zugang dazu, keine Verfügbarkeit, fehlende Fähigkeiten oder einfach mangelndes Interesse. Das will die EU verbessern. Denn vom Internet profitieren alle. Freie, kostenlose Informationen, komfortable Einkaufsmöglichkeit, Unterhaltung für die User und Umsätze für Provider oder Onlineshops.

Dabei geht es aber nicht nur darum, den älteren Menschen das Surfen beizubringen. Die Aktion "Ageing well" hat es sich zum Ziel gesetzt, die generelle Lebensqualität der Älteren zu verbessern und die Sozialkosten der alternden Gesellschaft niedrig zu halten. Die "Ageing well"-Kommision hat errechnet, dass alleine in Deutschland 1,5 Milliarden Euro eingespart werden könnten, wenn ein mobiler Monitoring-Gesundheitsdienst angeboten werden könnte.

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Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 11 Beiträge

Zitat: stimmt wohl. hm, die 70er könnten aber auch noch wissen, was btx ist und vielleicht sogar wie das funktioniert. so gesehen haben sich eher die 80er in das gemachte nest gesetzt....

Zitat: Da gibt es also noch massiven Nachholbedarf. Wobei?? Zitat: Im Jahr 2006 einigten sich die EU-Minister darauf, unsere Informationsgesellschaft...

Leute, jetzt beißt Euch doch nicht so an den 50-Jährigen fest. ;) Z1 hin, Newton oder BTX her :) Wie im Artikel steht: Über 50 nutzen halb so viele das Web wie der Durchschnitt. Über 70 sind...

Zitat: Aber es nicht um Ehrfurcht vor dem Alter sondern nur mal wieder ums Geld Vergessen?? Silber-Surfer sind wertvolle Personen. Silber in den Haaren, Gold in den Zähnen,...

Zitat: Webnutzung? Es wird vergessen das ein Grossteil der 50+er mit dem Web gross geworden sind,und eine Vielzahl sogar noch das DOS beherrschen. [...] :D

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