Spielerbild: Samsung SyncMaster 226BW im Test
Einstellungssache
Absolut perfekt gelingt die Ausleuchtung nicht, an allen vier Rändern lassen sich sehr schmale, leicht hellere Streifen blicken. Wirklich bemerkbar macht es sich allerdings nur bei dunklen Bildern oder großen schwarzen Flächen. Graustufen trennt das Display recht sauber voneinander und erzeugt bei Verläufen von Weiß nach Schwarz keine breiten Querbalken, wirkt jedoch besonders in den dunklen Bereichen inhomogen. Bei den Farben sind zu den Rändern hin ebenfalls Unregelmäßigkeiten zu verzeichnen. Die Helligkeit ist völlig ausreichend, aber nicht überragend.
Für ein TN-Panel geht die Blickwinkelabhängigkeit noch als sehr gut durch. Flachbildschirme auf IPS- oder VA-Basis sind dem 226BW dennoch weit überlegen. Waagerecht betrachtet erhält die Anzeige erst relativ spät einen ungesunden, matten Gelbstich, in der Senkrechten genügen bereits kleinere Abweichungen, um sie heller oder dunkler aussehen zu lassen. Auflösungen unterhalb von 1.680 x 1.050 Pixeln werden recht sauber interpoliert, was speziell Zockern mit weniger potenten Grafikkarten zugute kommt.
Mit ein paar simplen Eingriffen legt der 22-Zöller noch einmal kräftig an Farbenfreude zu: Der MagicColor-Modus "intelligent" steigert die Farbbrillanz deutlich, ohne wie die Einstellung "vollständig" feine Details oder Verläufe zu verschlucken. Anschließend die Farbtemperatur auf "warm" und den Gamma-Wert auf "Modus 3" geändert, schon fühlen sich die Augen gleich viel wohler. Nun kann auch der Kontrast von 75 auf bis circa 85 Prozent angehoben werden, ohne eine übermäßig grelle Darstellung zu erzeugen. Auf diese Weise erscheinen nach wenigen Sekunden zwar leicht überbetonte, aber sichtbar schönere Farben auf dem Schirm.
Knackig ansprechende Bedienelemente unter dem Randwiegen die fehlende Konfigurationssoftware auf.
Davon profitiert in erster Linie die Spiele- und Video-Wiedergabe. Außerdem empfiehlt es sich, die ab Werk auf 20 Prozent eingestellte Schärfe leicht auf 16 Prozent zu reduzieren, da sie es sonst eine Spur zu gut meint. Wer es sich leichter machen möchte, sucht sein Heil in einem der MagicBright-Modi "Text", "Internet", "Game", "Sport" oder "Film". Der "Optimalkontrast" verändert den Kontrast abhängig vom Bildinhalt, sorgt aber wie auch die MagicColor-Funktion für unschöne Längsbalken bei der Graustufen-Differenzierung. Dank der knackig ansprechenden Tasten und dem kinderleicht bedienbaren On-Screen-Menü ist die fehlende Konfigurationssoftware kein echtes Manko.
Spieletauglichkeit und Video-Wiedergabe
In Sachen Spieletauglichkeit mischt der 226W wegen seines hervorragenden Reaktionsverhaltens ganz weit vorne mit. Auf optische Trägheitserscheinungen wie Schlieren und Nachzieheffekte verzichtet das zwei Millsekunden schnelle Gerät bei schnellen Games beinahe völlig. Rein subjektiv spricht das gleich große Konkurrenzmodell Asus MW221U zwar flotter an, hinkt dafür bei der Bildqualität hinterher.
Samsung SyncMaster 226BW im Test
Spieletaugliche Flachbildschirme im 22-Zoll-Format sind zur Zeit so gefragt, dass die Hersteller mit ihrer Produktion kaum hinterherkommen. Kein Wunder, denn die Vorteile sind offensichtlich: viel Bildfläche, rasante Reaktionszeit und das Ganze zu einem günstigen Preis.
Dank der schwarzen Hochglanz-Hülle erhält der Käufer für etwas mehr oder weniger als 350 Euro eine absolut vorzeigbare Mattscheibe.
Netzwelt testet einen der beliebtesten 22-Zöller, den SyncMaster 226BW von Samsung.
Was der Zuschauer von außen nicht sieht: Der digitale Anschluss des 226BW empfängt auch hochauflösendes Video-Material, das per HDCP verschlüsselt wurde. Für Geräte mit HDMI ist allerdings ein Adapter nötig, denn im Lieferumfang ist lediglich ein DVI-Kabel enthalten.
Etwas Abwechslung fürs entzückte Auge bringt eine silberne Leiste am unteren Rand mit einem runden Power-Knopf aus Metall, nach dem Einschalten von blauem Licht effektvoll in Szene gesetzt.
Bei der Video-Wiedergabe kann sich Samsungs TFT-Monitor ab einer gewissen Distanz zwar sehen lassen, präsentiert sich aber leider nicht von seiner besten Seite. Die schwer vermeidbaren Artefakte bei komprimierten Bewegtbildern scheint er statt zu kaschieren sogar noch stärker zu betonen, weiterhin wirkt die Darstellung etwas grobkörnig. Mit qualitativ hochwertigerem, hochauflösendem Material kommt der schicke Schwarze bedeutend besser zurecht, doch auch hier bleibt noch einiger Spielraum nach oben.

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