Becker Navigationsgerät Traffic Assist Pro im Test
Multimedia
Die Berechnung der Route dauert bei bestehender Satelliten-Verbindung, abhängig vom Routenumfang, etwa 20 Sekunden. Danach präsentiert sich die Navigations-Oberfläche ausgesprochen übersichtlich. Das Kartenmaterial wird wahlweise zwei- oder dreidimensional dargestellt, ein Druck auf die linke Hardwaretaste vermindert die Helligkeit des Displays. Dies ist vor allem bei Nachtfahrten von Vorteil.
Generell erlaubt das Display einen großen Blickwinkel auf die dargestellten Informationen und lässt sich nur bei direkten Sonnenlichteinfall schwer ablesen. Der Lautsprecher macht seinem Namen alle Ehre und gibt Richtungsanweisungen klar und deutlich wieder, falls vorhanden sogar mit dem passenden Namen der Landstraße. Statt beispielsweise: "Biegen Sie links ab", heißt es dann: "Biegen Sie links ab auf die B56."
Sind sämtliche verfügbaren Informationen zur aktuellen Geschwindigkeit, erlaubter Höchstgeschwindigkeit, Himmelsrichtung, aktueller und errechneter Ankunftzeit, Bedienelemente und weitere Schaltflächen eingeblendet, wird es schnell unübersichtlich. Zum Glück lässt sich jede einzelne Info im Menü manuell an- oder abschalten. Ein Knopfdruck genügt und der Traffic Assist Pro zeigt so genannte Points of Interest (POI) an. Dies sind für den Fahrer interessante Orte in der näheren Umgebung wie Tankstellen, Hotels, Restaurants oder Camping-Plätze. Mit einem Fingerdruck navigierte uns das Testgerät zuverlässig an solch einen Ort.
Auch die alternative Routenberechnung geht erfreulich flott über die Bühne. Wenn der zuvor berechnete Weg verlassen wird, dauert es keine fünf Sekunden und auf dem Display erscheint die neue Zielführung. Auch mit grober Absicht ließ sich der Travel Assist nicht aus dem Konzept bringen und wusste stets den richtigen Weg.
Eine weitere Besonderheit ist die Zieleingabe per Stimmkommando. Häufig angefahrene Ziele können mit einem Sprachbefehl abgespeichert werden. Dann genügt ein Druck auf die seitliche Hardwaretaste und die Route wird auf Zuruf automatisch berechnet. Im netzwelt-Test funktionierte diese Art der Eingabe erstaunlich zuverlässig.
Neben der Navigation bietet dieses Navigationsgerät auch einen Foto-Betrachter und einen MP3-Player an. Über Sinn und Unsinn der Bild-Anzeige auf einem Navi lässt sich sicherlich streiten. Zumal die Fotos im Falle des Testgerätes in nicht allzu guter Qualität und ohne mögliche Zusatzfunktionen auf dem Display erscheinen.
