Fechtweltmeisterschaft in der Karibik
Angespielt: Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt
Action
Freibeuter auf Erfolgskurs. In den Kinocharts segelt "Pirates of the Caribbean: Am Ende der Welt" souverän an der Spitze. Natürlich möchte auch das offizielle Game zum dritten Teil auf der Erfolgswelle mitschwimmen. Netzwelt hat die PC-Version getestet und verlost sechs zum Spiel passende Action-Figuren.
Abenteuer noch über den Film hinaus, so tönt die Verpackung. Was den Spieler letztlich erwartet, ist eine Montage aus "Fluch der Karibik 2" und dem dritten Teil, eine von launigen Clips getragene Handlung, die den Schwertkämpfen einen Rahmen gibt. Und gekämpft wird fast immer und überall: im Takelwerk, auf gigantischen Gerippen, auf sich drehenden Mühlrädern - auf Mühlrädern, die losgelöst durch den Urwald holpern.
Bevor jedoch unter der Spielerregie die Hauptakteure des Films die Säbel schwingen, will der zum Tode verurteilte Jack Sparrow aus dem Gefängnis geboxt werden - oder besser: gefochten. Ein Leichtes, denn die auf Gamepads zugeschnittene Steuerung geht gut von der Hand, der Schwierigkeitsgrad ist allgemein niedrig gehalten.
Viele Tote, kein Blut
Verschiedene Attacken, idealerweise kombiniert, lassen die aus dem Nichts kommenden Banditen, Soldaten, Zombies und Menschenfresser ohne Blutvergießen über die Klinge springen. Gleichzeitig steigern Paraden und Meidbewegungen die Lebenserwartung der Protagonisten, die sich allesamt gleich steuern. Dank immer neuer Techniken und Kombinationen bleiben die Kämpfe eine Weile reizvoll, nach stundenlangem Säbelrasseln drohen jedoch Verschleißerscheinungen.
Abwechslung bieten Geschicklichkeitseinlagen, was bedeutet, dass Angriffe oder Fluchtmanöver nur dann gelingen, wenn der Spieler mit den richtigen Tasten schnell auf eingeblendete Symbole reagiert. Außerdem lockt auf Tortuga, in Singapur und während anderer Landgänge das Glücksspiel. Das Geld für freiwillige Würfel- und Pokerpartien stammt unter anderem aus optionalen Nebenmissionen, die aber meist nur simple Botengänge beinhalten. Taktische Seeschlachten, wie sie das artverwandte "Tortuga" bietet, umsegelt der 25,99 Euro teure Disney-Titel.
Auch im Spiel nimmt Käpt'n Sparrow vieles mit Humor.
Karibikkulisse im XGA-Format
Auf fette Grafikbeute brauchen PC-Piraten nicht zu hoffen, die magere Auflösung von 1.024 x 768 Bildpunkten markiert das Ende der Pixel-Fahnenstange. Immerhin sind die Polygon-Piraten ihren realen Vorbildern buchstäblich aus dem Gesicht geschnitten und die exaltierte Körpersprache des Jack Sparrow hat sich wunderbar auf dessen Abbild vererbt. Raffinierte Effekte finden dagegen kaum statt. Licht, das in dunklen Räumen durch Fenster fällt, simulieren aufgehellte Balken. Einen grafischen Schiffbruch verhindern fließende Kampfbewegungen und fantasievolle Schauplätze.
Mit der Verpflichtung der originalen Synchronsprecher hätte Disney Interactive dem Fan zwar einen Gefallen getan, schlecht ist die Vertonung trotzdem nicht. Großen Anteil daran haben musikalische Versatzstücke aus dem Kinofilm. Zu bekannten Klängen dürfen Spielerpärchen mit den im Storymodus frei gespielten Figuren an einem Monitor um die Wette fechten.
Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Fazit: Hat gerade noch so viel Wind in den Segeln, um gefährlichen Spielspaß-Untiefen auszuweichen.
Gewinnspiel: Netzwelt und Disney Interactive Studios verlosen ein Paket mit sechs Action-Figuren zum Spiel im Gesamtwert von 90 Euro. Alles, was Sie dafür tun müssen, ist folgendes Zitat im Sinne von Jack Sparrow zu vervollständigen:
"Warum kämpfen, wenn man _______ kann?"
Antwort A: fliehen
Antwort B: verhandeln
Antwort C: trinken
Haben Sie den Lösungssatz herausgefunden, schicken Sie diesen einfach mit dem Betreff "Piraten-Gewinnspiel" an redaktion(at)netzwelt.de. Einsendeschluss ist der 30. Juni, der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen und Mitarbeiter nehmen nicht an der Verlosung teil. Der Gewinner wird von uns schriftlich benachrichtigt.
Jetzt sind Sie dran.
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