S geht ab: Gamer-Notebook Asus G2S im Test

Schneller Strahlemann

Nach Angabe des taiwanischen Herstellers verfügt das Display des G2S mit acht Millisekunden über die kürzeste Reaktionszeit im Notebook-Sektor. Das kann netzwelt zwar nicht mit Gewissheit bestätigen, dafür aber, dass kaum Nachzieffekte sichtbar sind und die Bildfläche zu den hellsten ihrer Zunft gehört. Bei normalen Büro-Lichtverhältnissen muss die Luminanz bisweilen sogar weit heruntergefahren werden, um die Augen vor der sicheren Überforderung zu schützen. Angenehmes Arbeiten ist selbst bei einer Helligkeit von gerade einmal 30 Prozent noch problemlos möglich. Farbenfreude wird beim Desktop-Ersatz ebenfalls groß geschrieben. Vor allem rot wirkt enorm kräftig und strahlend, doch auch die anderen Töne können sich sehr gut sehen lassen.

Unter dem starken Hintergrundlicht leidet allerdings der Schwarzwert, der auf der höchsten Einstellung etwas verwaschen und erst mit Herunterregeln der Helligkeit zunehmend satter erscheint. In einer kleinen Einbuchtung an den waagerechten Rändern schwächelt die Ausleuchtung leicht. Bei großflächigen Farbverläufen zeigt sich außerdem ein circa eineinhalb Zentimeter dicker, wellenförmiger Balken am unteren Bildabschnitt mit einer minimal dunkleren Schattierung. Hinzu kommt eine durchaus typische, gewisse Unregelmäßigkeit in den Randbereichen. Dafür werden Grauverläufe fein und ohne lästige Balken differenziert.

Werbung

Asus G2S im Test

Das Display ist so hell, dass es fast schon weh tut.

Während der Bildschirm sehr dunkle Graustufen ordentlich voneinander trennt, driften sehr helle mitunter ins Weiße ab. Die Blickwinkelabhänigkeit geht als mittelmäßig bis gut durch: Bei vertikalen Abweichungen wird die Anzeige recht schnell dunkler beziehungsweise heller, von der Seite betrachtet bleibt sie zwar noch gut einsehbar, erhält jedoch einen ungesunden Gelbstich. Störend macht sich ein weißer Pixelfehler in der unteren linken Ecke bemerkbar, der nur bei weißem oder sehr hellem Hintergrund unentdeckt bleibt. Damit liegt das Display aber immer noch innerhalb der vorgeschriebenen Toleranz, außerdem muss nicht zwangsläufig jedes ausgelieferte Notebook einen derartigen Defekt aufweisen.

Lauflahm und aufgedreht

Neben der sonst so starken Leistung gleicht die Akkulaufzeit einem akuten Schwächeanfall. Selbst bei maximalen Energieeinsparungen und einer Bildschirmhelligkeit von nur 30 Prozent macht die voll aufgeladene Batterie bereits nach nicht einmal zwei Stunden schlapp. Beim Zocken ist noch mehr Eile angesagt, denn hier ist schon eine Viertelstunde früher Schluss.

Asus G2S im Test

Bild 1 von 16
Asus G2S im Test - Das Spiegeln beschränkt sich leider nicht nur auf die Rückseite des Bildschirms.
Bild vergrößern

Das Spiegeln beschränkt sich leider nicht nur auf die Rückseite des Bildschirms.

Bild 2 von 16
Asus G2S im Test - Für die mobile Unterhaltung ist der Desktop-Ersatz bestens gerüstet. Ohne Steckdose reicht die Laufzeit allerdings nicht einmal für einen zweistündigen Hollywood-Blockbuster.
Bild vergrößern

Für die mobile Unterhaltung ist der Desktop-Ersatz bestens gerüstet. Ohne Steckdose reicht die Laufzeit allerdings nicht einmal für einen zweistündigen Hollywood-Blockbuster.

Bild 3 von 16
Asus G2S im Test - Wer das Touchpad im Dunkeln nicht findet, schaut wahrscheinlich in die falsche Richtung.
Bild vergrößern

Wer das Touchpad im Dunkeln nicht findet, schaut wahrscheinlich in die falsche Richtung.

Bild 4 von 16
Asus G2S im Test - Obwohl das S genauso gut für sauschnell stehen könnte, deutet es vielmehr auf Intels neueste Notebook-Plattform namens Santa Rosa hin. Auch nicht von schlechten Eltern ist Nvidias Notebook-Grafik GeForce 8600M GT, die mit vollem DirectX 10-Beistand für Windows Vista punktet.
Bild vergrößern

Obwohl das S genauso gut für sauschnell stehen könnte, deutet es vielmehr auf Intels neueste Notebook-Plattform namens Santa Rosa hin. Auch nicht von schlechten Eltern ist Nvidias Notebook-Grafik GeForce 8600M GT, die mit vollem DirectX 10-Beistand für Windows Vista punktet.

Bild 5 von 16
Asus G2S im Test - Mit der Logitech MX 518 gehört sogar eine erstklassige Gamer-Maus zum Lieferumfang. Die Kohlefaser-Optik wurde der des Notebooks angepasst.
Bild vergrößern

Mit der Logitech MX 518 gehört sogar eine erstklassige Gamer-Maus zum Lieferumfang. Die Kohlefaser-Optik wurde der des Notebooks angepasst.

Bild 6 von 16
Asus G2S im Test - Im stylischen Rucksack fallen die vier Kilogramm zum Glück weniger stark ins Gewicht.
Bild vergrößern

Im stylischen Rucksack fallen die vier Kilogramm zum Glück weniger stark ins Gewicht.

Bild 7 von 16
Asus G2S im Test - Zur Zeit zeigt das kleine Zwei-Display standardmäßig die Uhrzeit, bei Bedarf aber auch Smileys und eigene Textzeilen.
Bild vergrößern

Zur Zeit zeigt das kleine Zwei-Display standardmäßig die Uhrzeit, bei Bedarf aber auch Smileys und eigene Textzeilen.

Bild 8 von 16
Asus G2S im Test - Auf Wunsch blinken die roten Seitenstreifen beim Spielen auf.
Bild vergrößern

Auf Wunsch blinken die roten Seitenstreifen beim Spielen auf.

Bild 9 von 16
Asus G2S im Test - Einer der insgesamt fünf USB-Ports fungiert gleichzeitig als Anschluss für externe E-S-ATA-Geräte.
Bild vergrößern

Einer der insgesamt fünf USB-Ports fungiert gleichzeitig als Anschluss für externe E-S-ATA-Geräte.

Bild 10 von 16
Asus G2S im Test - Der HDMI-Anschluss überträgt hochauflösende Videos und Digitalton an entsprechende Endgeräte. Für die maximale HD-Auflösung reichen die verfügbaren 1.440 x 900 Pixel leider nicht aus.
Bild vergrößern

Der HDMI-Anschluss überträgt hochauflösende Videos und Digitalton an entsprechende Endgeräte. Für die maximale HD-Auflösung reichen die verfügbaren 1.440 x 900 Pixel leider nicht aus.

Bild 11 von 16
Asus G2S im Test - Wie beim sozusagen kleineren Bruder, dem Asus G1, werden die für einen Ego-Shooter charakteristischen WASD-Tasten optisch hervorgehoben. Aber nicht in auffälligem Grün, sondern - wie auch die Pfeil- und F-Tasten - in Rot.
Bild vergrößern

Wie beim sozusagen kleineren Bruder, dem Asus G1, werden die für einen Ego-Shooter charakteristischen WASD-Tasten optisch hervorgehoben. Aber nicht in auffälligem Grün, sondern - wie auch die Pfeil- und F-Tasten - in Rot.

Bild 12 von 16
Asus G2S im Test - Die Optik des Gamer-Notebooks rangiert irgendwo zwischen Casemodding, Edel-Notebook und aufgemotztem Golf GTI.
Bild vergrößern

Die Optik des Gamer-Notebooks rangiert irgendwo zwischen Casemodding, Edel-Notebook und aufgemotztem Golf GTI.

Bild 13 von 16
Asus G2S im Test - Das Display-Scharnier endet auf beiden Seiten mit einem in Leichtmetall eingefassten Auge.
Bild vergrößern

Das Display-Scharnier endet auf beiden Seiten mit einem in Leichtmetall eingefassten Auge.

Bild 14 von 16
Asus G2S im Test - Ein Blick auf den schönen Deckel aus hochglanzlackiertem Alu-Blech.
Bild vergrößern

Ein Blick auf den schönen Deckel aus hochglanzlackiertem Alu-Blech.

Bild 15 von 16
Asus G2S im Test - Zur üppigen Ausstattung gehört auch eine kleine Webcam im Display.
Bild vergrößern

Zur üppigen Ausstattung gehört auch eine kleine Webcam im Display.

Bild 16 von 16
Asus G2S im Test - Ein Preis für Understatement gewinnt man mit diesen Lüftungsschlitzen nicht gerade.
Bild vergrößern

Ein Preis für Understatement gewinnt man mit diesen Lüftungsschlitzen nicht gerade.


Werden etwa bei einem Spiel sämtliche Reserven abgerufen, dreht der Lüfter laut auf und erhält einen leicht hochfrequenten Unterton. Immerhin bleibt er auf einer gleichmäßigen Geräuschkulisse und beruhigt sich im Normalbetrieb nach ein paar Sekunden wieder. Dort angekommen bleibt die Kühlung zwar immer noch hörbar, fällt aber nicht allzu negativ auf.


Fazit

Es darf geprotzt werden: Wer über 1.700 Euro für das Asus G2S locker machen kann, braucht sich nicht darum zu sorgen, in der Masse unterzugehen. Denn das ist dank der extravaganten Optik ein Ding der Unmöglichkeit. Nvidias GeForce 8600M GT verpasst dem Gamer-Notebook eine beachtliche Spieleleistung, Intels Core 2 Duo auf Santa Rosa-Basis liefert dazu eine erstklassige Prozessor-Performance. Außer einem Arsenal mehr oder weniger nützlicher Spielereien verfügt das G2S über einen üppigen Fundus an brauchbarem Zubehör. An dem strahlend hellen Display sollte sich manch anderer Hersteller getrost ein Beispiel nehmen, an der schwachen Laufzeit, dem fehlenden Nummernblock und happigen Anschaffungspreis besser nicht.

Award: Asus G2S im Test

Alle Daten auf einen Blick

Links zum Thema