S geht ab: Gamer-Notebook Asus G2S im Test
Tastenspieler
Beim "Lost Coast"-Level von "Half-Life 2" erzeugte das Zuschalten des Antialiasings seltsame geometerische Formen, wo sie normalerweise nicht hingehören. Die heftigen Bildfehler treten allerdings erst ab der vierfachen Kantenglättung auf, auf der zweifachen Einstellung lassen sie sich dagegen gar nicht blicken. Unausgereifte Vista-Treiber oder Probleme mit Microsofts DirectX-Schnittstelle sind der naheliegendste Grund, zumal das auf dem offenen Standard OpenGL basierende "Prey" von solchen Nebenwirkungen verschont bleibt.
Wie beim sozusagen kleineren Bruder, dem Asus G1, werden die für einen Ego-Shooter charakteristischen "WASD"-Tasten optisch hervorgehoben. Aber nicht in auffälligem Grün, sondern - wie auch die Pfeil- und F-Tasten - in Rot. Dadurch weiß der Spieler zwar immer ungefähr, wo er hingreifen muss, doch durch den geringeren Kontrast zwischen Taste und Beschriftung verschlechtert sich die Lesbarkeit beträchtlich. Besonders im Dunkeln, da die Farbe nicht von selbst leuchtet. Leider enttäuscht das G2S durch den fehlenden, separaten Nummernblock, der gerade bei einem Gamer-Notebook im 17-Zoll-Format nicht fehlen sollte. Dieser hat beispielsweise beim A7S auch bei Asus endlich Einzug gefunden.
Wer das Touchpad im Dunkeln nicht findet,schaut wahrscheinlich in die falsche Richtung.
Eine gewisse Entschädigung liefert wiederum das knackige ansprechende Keyboard. Aufgrund des eher hohen Widerstands erfordert das Anschlagen zwar viel Druck, doch die Tasten melden sich präzise und angenehm leise zurück. Alles andere als leise arbeitet hingegen der in Aluminium verpackte Links- und Rechtsklick des Touchpads. Dafür erhalten die Finger ein nahezu perfektes, weil überaus akkurates Feedback, dank des rot leuchtendes Auges zwischen den Tasten kommt auch das Auge nicht zu kurz. Das Sensorfeld gehört zur langsamen und präzisen sowie nur eingeschränkt spieletauglichen Sorte. Zum Glück bietet das üppige Zubehörpaket besseres Handwerkszeug für Gamer.
Movie-Star und mehr
Über HDMI nimmt das G2S bei Bedarf Kontakt zu einem "HD Ready"-Bildschirm auf und überträgt sowohl hochauflösendes Videomaterial als auch Digitalton. Mit maximal 1.440 x 900 Pixeln ist das Display jedoch weit von der derzeit höchsten HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Punkten entfernt. Der eingebaute Tuner für DVB-T und analoges Fernsehen harmoniert sehr schön mit dem Media Center von Windows Vista und der praktischen Fernbedienung. Obwohl laut Hersteller auch ein FM-Radio integriert ist, erkennt es die Multimedia-Software nicht an.
Asus G2S im Test
Das Spiegeln beschränkt sich leider nicht nur auf die Rückseite des Bildschirms.
Für die mobile Unterhaltung ist der Desktop-Ersatz bestens gerüstet. Ohne Steckdose reicht die Laufzeit allerdings nicht einmal für einen zweistündigen Hollywood-Blockbuster.
Wer das Touchpad im Dunkeln nicht findet, schaut wahrscheinlich in die falsche Richtung.
Obwohl das S genauso gut für sauschnell stehen könnte, deutet es vielmehr auf Intels neueste Notebook-Plattform namens Santa Rosa hin. Auch nicht von schlechten Eltern ist Nvidias Notebook-Grafik GeForce 8600M GT, die mit vollem DirectX 10-Beistand für Windows Vista punktet.
Mit der Logitech MX 518 gehört sogar eine erstklassige Gamer-Maus zum Lieferumfang. Die Kohlefaser-Optik wurde der des Notebooks angepasst.
Im stylischen Rucksack fallen die vier Kilogramm zum Glück weniger stark ins Gewicht.
Zur Zeit zeigt das kleine Zwei-Display standardmäßig die Uhrzeit, bei Bedarf aber auch Smileys und eigene Textzeilen.
Einer der insgesamt fünf USB-Ports fungiert gleichzeitig als Anschluss für externe E-S-ATA-Geräte.
Der HDMI-Anschluss überträgt hochauflösende Videos und Digitalton an entsprechende Endgeräte. Für die maximale HD-Auflösung reichen die verfügbaren 1.440 x 900 Pixel leider nicht aus.
Wie beim sozusagen kleineren Bruder, dem Asus G1, werden die für einen Ego-Shooter charakteristischen WASD-Tasten optisch hervorgehoben. Aber nicht in auffälligem Grün, sondern - wie auch die Pfeil- und F-Tasten - in Rot.
Die Optik des Gamer-Notebooks rangiert irgendwo zwischen Casemodding, Edel-Notebook und aufgemotztem Golf GTI.
Das Display-Scharnier endet auf beiden Seiten mit einem in Leichtmetall eingefassten Auge.
Ein Preis für Understatement gewinnt man mit diesen Lüftungsschlitzen nicht gerade.
An der passenden Verkabelung inklusive Antenne und Adaptern mangelt es glücklicherweise nicht. An einer besonders langen Schnur hängt die bessere Alternative zum Touchpad: die Gamer-Maus MX 518 aus dem Hause Logitech, mit Kohlefaser-Optik und Asus-Emblemen aufgepeppt. Wer sich gerne beobachten lässt, pixelige Fotos schießt oder Videos dreht, greift zur integrierten 1,3-Megapixel-Webcam. Zum Notebook-Transport lädt ein stylischer Rucksack mit vielen praktischen Staufächern und Kopfhörerdurchlass ein.
Zwar reichen die Lautsprecher durchaus, um kleinere Räume zu beschallen, werden mit zunehmendem Pegel aber immer ungenießbarer und neigen zum Übersteuern. Bei niedriger bis mittlerer Lautstärke klingen sie zwar immer noch nicht wirklich gut, aber für zwischendurch absolut annehmbar und besser als die meisten Vertreter der kleineren Notebook-Klassen. Wer die Möglickeit hat, sollte allerdings gleich auf Köpfhörer umsteigen oder die Hi-Fi-Anlage via digitalem Audio-Ausgang verbinden.
Links zum Thema
- Sony Vaio AR im Test: PlayStation für Erwachsene
- Asus A7S im Test: Santa Rosa-Notebook mit DirectX 10
- Asus
- Samsung R70 Aura im Test: Black is beautiful
- HP Pavilion dv9200 im Test: Glanzvoller PC-Ersatz
