Kurztest: T-Com-Router Speedport W 701V
Kurztest: T-Com-Router Speedport W 701V
Zurück zur eigentlichen Frage: Sowohl in Funktion als auch Handhabung sind Speedport W 700V und W 701V nahezu identisch. "Die Geräte sind lediglich für die verschiedenen Vertriebskanäle vorgesehen," weiß Alexandra Hürter-Waasem aus der T-Com-Zentrale. Den Speedport W 700V gibt es folglich also bei T-Online, den W 701V im T-Punkt. Dort gewährt die Verkäuferin jedoch tiefere Einblicke: "Der Speedport W 700V wird von Siemens, der W 701V von AVM hergestellt." Aha. Und kann sich der Kunde aussuchen, welches Gerät er haben möchte? "Leider nicht, wir haben nur das 701er vorrätig."
Das ist aber gar nicht mal so schlimm, denn mit dem OEM-Produkt aus dem Hause AVM trifft der Kunde nach Auffassung von netzwelt die bessere Wahl: Im Gehäuse des W 701V steckt nämlich die gleiche Hardware wie in der Fritz!Box 7050; lediglich das ohnehin verzichtbare USB-Äquivalent zum Netzwerkanschluss fehlt. Der Unterschied zwischen 700 und 701 wird auch in Sachen Programmierung deutlich: Während der Quellcode der W 700V-Firmware nicht zugänglich ist, fällt die des W 701V unter die General Public License und ist somit ein Open-Source-Produkt.
Speedport W 701V
Standfuß und Kabelschutz in einem: Die Rückseite des Gehäuses wirkt durchdacht. Allerdings steht der Router bei der Wandmontage recht weit vom Mauerwerk ab.
Drei Router, ein Kleid: Alle aktuellen Speedport-Router sitzen im gleichen Gehäuse.
Wo der Speedport W 701V nur eine kleine Versenkung im Kunststoff hat, sitzt beim W 900V der USB-Port.
Im Vergleich zum Speedport W 900V verfügt der W 701V über einen Anschluss weniger: den ISDN-S0-Port. Allerdings ist ein Kippschalter für die Stromversorgung vorhanden.
Das ermöglicht es freien Entwicklern, das Betriebssystem des Routers weiter zu entwickeln oder auf Sicherheitslücken zu prüfen. Ebenso kann die originale AVM-Firmware aufgespielt werden, wodurch dem Nutzer deutlich mehr Optionen zur Verfügung stehen. Bedenken sollte man aber, dass das eigenständige Verändern der Firmware zum Erlöschen aller Garantieansprüche gegenüber der Telekom führt.
Fazit: Lieber laufen
Wer einen DSL-Anschluss bei der Telekom bestellen und den kostenlosen 700er-Speedport mit nach Hause nehmen möchte, nimmt am besten den Weg zum nächsten T-Punkt in Kauf, um dort einen W 701V zu ergattern. Ohne DSL-Anschluss ist der Router in diversen Online-Shops erhältlich; insgesamt ist er dort günstiger zu haben als die vergleichbare Fritz!Box. Deren Software-Ausstattung ist dagegen um einiges besser.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Internettelefonie hier.
