Hardware-Neuigkeiten von AMD und Intel

Neue AMD-CPUs: Weniger Strom bei doppelter Schlagkraft

Darüber hinaus soll DTX auch durch klare Kostenvorteile punkten. In diesem Punkt spielt die Größe der Platinen eine entscheidende Rolle: Ein Full DTX-Board ist mit 244 x 203 Millimetern um rund ein Drittel kleiner als ein entsprechendes ATX-Board. Ähnlich verhält es sich bei den Mini-Varianten: Platinen im Mini DTX-Format messen lediglich 170 x 203 Millimeter, bei Mini ATX sind es 284 x 208 Millimeter. Durch die geringere Größe der DTX-Boards lassen sich mehr Mainboard-Rohlinge aus einer Standard-Leiterplatte (englisch: PCB = Printed Circuit Board) schneiden - bis zu vier im Full DTX- und sechs im Mini DTX-Format.

Des Weiteren lässt AMD auch den wichtigen Punkt Kompatibilität nicht außer Acht: Daher passen Full DTX-Boards auch in Standard-ATX-Chassis, die auf Platinen mit einer Größe von 244 x 305 Millimetern ausgelegt sind. Andersherum könnten für Mini DTX angefertigte Gehäuse auch beispielsweise problemlos ein Mainboard auf Basis des Mini ITX-Standards (170 x 170 Millimeter) aufnehmen.

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Erste Plattformen auf DTX-Basis sollen noch in diesem Jahr in den Handel kommen. Zu den Herstellern, die bereits mit AMD zusammenarbeiten zählen Albatron, Asus, Cooler Master, ECS, Gigabyte, MSI, Silverstone und Thermaltake. Mit dem neuen Formfaktor soll die Entwicklung kompakter und leiser Rechner gefördert werden, die wenig Platz und Strom benötigen. Damit will man den Wünschen der Kunden bestmöglich entgegenkommen. Dabei spielt aber natürlich auch der passende Prozessor eine wesentliche Rolle.

Ein möglicher Anwärter für den Einsatz in Strom sparenden DTX-Systemen könnten die beiden neuen CPUs der Athlon 64 X2-Familie sein, die von AMD ebenfalls just in diesen Tagen offiziell vorgestellt wurden. Konkret handelt es sich dabei um die Prozessoren mit den Modellbezeichnungen BE-2350 und BE-2300. Beide Zwei-Kern-CPUs sind für den Sockel AM2 ausgelegt, werden in 65-Nanometer-Strukturen gefertigt und verfügen über ein Megabyte L2-Cache. Getaktet wird mit 1,9 beziehungsweise 2,1 Gigahertz. Die so genannte "Thermal Design Power" (TDP), also die maximale Verlustleistung der CPUs, liegt nach Angaben von AMD bei gerade einmal 45 Watt. Mit Listenpreisen von derzeit 86 respektive 91 US-Dollar sind sie aber etwas teurer als ihre 65-Nanometer- und 65-Watt-Pendants Athlon X2 3600+ (73 US-Dollar) und Athlon X2 4000+ (104 US-Dollar).

Mit den neuen CPUs hat AMD auch eine neue Modellbezeichnung eingeführt: In Zukunft werden die Chips der Kalifornier mit einer alphanumerischen Kombination versehen. Die reinen Ziffernfolgen haben ausgedient, werden für die aktuellen Prozessoren aber noch beibehalten. Kommende Modelle werden aber alle zunächst zwei Buchstaben und anschließend vier Ziffern im Namen tragen.

Die Buchstaben geben dabei Auskunft über die Prozessorklasse, die wiederum über bestimmte Features und eine bestimmte TDP definiert ist. "BE" sagt beispielsweise aus, dass es sich um einen Chip mit einer TDP von 45 Watt handelt. Die Zahlen beziehen sich hingegen auf das CPU-Modell selbst, wobei die erste Ziffer für die Prozessor-Serie steht; die letzten drei Zahlen helfen wiederum einzuordnen, wie die Leistungsfähigkeit der jeweiligen CPU innerhalb ihrer Serie ist. Größere Nummern stehen dabei für höhere Leistung und mehr Features. Im Fall der beiden aktuellen CPUs bedeutet das, dass der BE-2300 Prozessor leistungsschwächer ist als der BE-2350.

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