Spieletest: LOKI - Im Bannkreis der Götter
Es läuft nicht alles rund im Bannkreis
Während der nordische Krieger Kobolde und Bären durch verschneite Wälder und Eishöhlen jagt, gerät seine aztekische Kollegin im Dschungel an Raubkatzen, Riesenspinnen und Moskitoschwärme. Götter wie Horus, Thor oder Quetzalcoatl segnen ihre kampferprobten Glaubenskrieger mit immer neuen Fähigkeiten. Jede Heldenklasse huldigt zunächst einer von drei Gottheiten und erschmeichelt sich bis zu 51 Fähigkeiten. Somit verteilen sich 204 Spezialangriffe und Zauber auf zwölf göttliche Talentbäume.
Entsprechend groß ist der Anreiz, nach erfolgreichem Durchgang auch die restlichen Charaktere an- beziehungsweise durchzuspielen. Weil alle Figuren vor drei Schwierigkeitsstufen stehen, bringt es "LOKI: Im Bannkreis der Götter" auf erfreulich viele Durchgänge mit teils verschiedenem Verlauf. Hundert Stunden Spielzeit und mehr können zusammenkommen, selbst ohne den Netzwerkmodus in Anspruch genommen zu haben. Dieser bietet neben Kooperation diverse PvP-Modi für bis zu sechs Spieler, läuft in der aktuellen Version aber alles andere als rund.
Als fehlerfreie Software geht "LOKI: Im Bannkreis der Götter" aber sowieso nicht in die Gaming-Geschichte ein. Den ersten Klops fabriziert das Programm schon vor dem Spielstart. Wer bei den Grafikeinstellung voreilig Häkchen setzt, bleibt sehr wahrscheinlich vor einem schwarzen Bildschirm sitzen. Erst das Deaktivieren der Glow-Funktion behebt dieses Problem. Es bleiben kleinere Ungereimtheiten im Gameplay, wie zum Beispiel das temporäre Ausbleiben von Gegnern. Gegen Abstürze scheint die Verkaufsversion dagegen resistent.
Optisch ist "LOKI" trotz moderner Grafikeffekte und schöner Kampfanimationen zweiter Sieger hinter "Titan Quest", das nicht nur vor schöneren Kulissen spielt, sondern Ladeunterbrechungen komplett ausspart. Im Bannkreis der Götter kämpfen sich die religiösen Eiferer dagegen von einem Ladebildschirm zum nächsten; Spielfluss und Atmosphäre bleiben davon nicht unberührt.
Ein Elend ist das matschige, verschwommene Kartenmaterial. Zudem dürfte der spärliche Sichtradius insbesondere Fernkämpfer vor Probleme stellen. In Situationen, in denen es gefährliche Gegner auf Distanz zu halten gilt, wirkt sich der mangelnde Überblick besonders nachteilig aus. Die Nahansicht taugt nur zum kurzfristigen Bestaunen sehenswerter Kampfdetails. Meldungen über drastische Leistungseinbrüche können wir nicht bestätigen. Bei einer Auflösung von 1280 x 1024 Pixeln und maximalen Details lief das Programm selbst bei großem Getümmel vergleichsweise flüssig.

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Die Gegner sind afangs einwenig schwierig, lerning by dieing ist die Deviese... aber gut gemacht... Erinnert mich an Sacred....^^