ComBOTS: Die Alternative zu ICQ und MSN?
Bunt, laut, schrill
Das ist laut ComBOTS allerdings Absicht und kein Mangel. Denn nur die besten Kontakte sollen ihren Weg auf den Bildschirm finden. Neue Zufallsbekanntschaften gibt es also nicht. Das wäre aber wohl auch nicht ratsam, denn schließlich ist schon bei einem halben Dutzend Freunden ein kleiner Bildschirm halbvoll. Damit die Figuren den Arbeitsplatz nicht versperren, kann das Programm und damit die Avatare jederzeit mit einem Klick in den Hintergrund befördert werden.
So gediegen das Programm daherkommt: Bei den Animationen und Smileys ist Schluss mit der Zurückhaltung. Was im Jahr 2000 mit den grafisch interpretierten Smileys beim MSN Messenger begann, hat bei ComBOTS seinen Höhepunkt gefunden. Statt gelben Grinsegesichtern können sich die Konversationspartner hier animierte Figuren, die den Avataren entsprechen, zuwerfen.
Statt eines Zwinkersmileys wandert so eine tanzende Figur in das Chatfenster des Gegenübers. Die Aktionen sind liebevoll und originell animiert, deshalb hübsch anzusehen. Auf Dauer jedoch unter Umständen anstrengend, denn dem Lesefluss dienen sie nicht.
Smileys statt Klingeltöne
Die Betreiber des neuen Messengers haben sich eine besondere Idee einfallen lassen, um Individualisten ein paar Euro aus den Rippen zu leiern: Wem die beiden kostenlosen Packs mit Smileys und Avatarfiguren nicht ausreichen, der kann im Onlineshop neue dazu kaufen. Die Preise reichen dabei von etwa 1,50 Euro für eine Smileyanimation und 2,50 Euro für ein Avatar. Ein komplettes Themenset ist für 15 Euro zu haben.

Animierte Figuren gegen Bares
(Klick vergrößert.)
In Zukunft soll es eine Premium-Variante geben, die ebenfalls kostenpflichtig ist. Preise und zusätzliche Funktionen sind noch nicht bekannt. In den Nutzungsbedingungen behält die Combot AG sich vor, den VoIP-Dienst in Zukunft wieder einzustellen, wenn ihr Anbieter es nicht mehr kostenlos anbieten würde. Verfügbarkeit und Kapazität des FileSyncs können ebenfalls nicht garantiert werden.
Fazit
ComBOTS ist hübsch, ComBOTS ist niedlich. Doch unterm Strich bleibt gegenüber etablierten Systemen wie MSN oder iChat nur wenig voraus. Telefonchats können andere Clients schon seit Jahren, schneller Versand von Dateien ist ebenfalls Standard. Leichte Abzüge gibt es auch bei den Anforderungen. Im Test genehmigte sich ComBOTS bis zu 85 Megabyte Arbeitsspeicher. Mit der einfachen Bedienung, den liebevoll animierten Desktop-Avataren und dem FileSync kann das Programm jedoch deutlich punkten.
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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir folgende redaktionelle Übersichten erstellt: Chat & Messenger und Internettelefonie.
