Lala.com bietet Warner-Musik ohne Kopierschutz
Zu hohe Kosten?
Der Online-Musikspeicher ist dagegen bisher noch nicht ganz ausgereift. Die Software scannt den eigenen Computer automatisch nach MP3s und beginnt ungefragt mit dem Upload gefundener Titel. Zusätzlich wird eine riesige lokale Musik-Datenbank angelegt, in die automatisch auch jeder Podcast und jede noch so unwichtige MP3-Datei mit aufgenommen wird.
Zwar erlaubt Lala, Indizierung und Upload auf einzelne Verzeichnisse zu beschränken. Das Ausklammern der Standard-Verzeichnisse für solche Dateien ist jedoch mehr als kompliziert. Im Test musste dazu die Software zwischenzeitlich ganz gelöscht werden. Derartige Fehler haben im Forum der Webseite denn auch schon für zahlreiche Unmutsbekundungen gesorgt.
Wenn Lala solche Geburtsfehler unter Kontrolle bekommt, dann könnte die Webseite tatsächlich zu einer vollwertigen Umsonst-Konkurrenz für Rhapsody & Co. werden. Fraglich ist allerdings, ob Lala derartigen Erfolg finanziell verkraften könnte.

Lala.com: Vom Netz direkt auf den iPod
(Klick vergrößert.)
Die Firma zahlt pro gestreamtem Song einen US-Cent an Plattenfirmen. Lala will diese Kosten langfristig durch den Verkauf von CDs und Downloads sowie über beim CD-Tausch erhobene Gebühren decken. Lala-Chef Bill Nguyen erklärte dazu gegenüber der Presse, dass seine Firma für die nächsten zwei Jahre Lizenzgebühren von bis zu 160 Millionen Dollar einkalkuliere. Demnach muss Lala an jeden seiner Kunden eine CD pro Monat verkaufen, um jemals schwarze Zahlen zu schreiben.

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