SideShow-Notebook Asus W5Fe im Test
Handhabung
Übermäßige Klappergeräusche bekommen Benutzer der W5Fe-Tastatur nicht zu hören, zudem können sich die Finger an den großzügig dimensionierten Standardtasten erfreuen. Der Gegendruck wurde recht hoch gewählt, weshalb beim Schreiben ein kräftiger Anschlag gefordert ist. Nach einer kurzen Gewöhnungsphase dürfte dies aber selbst filigranen Fingern problemlos gelingen, die nicht im Bodybuilding-Studio gestählt wurden. Das Erfühlen der Druckpunkte gleicht einem Wink mit dem Zaunpfahl, so satt melden sie sich zurück.
Wenn es etwas gibt, wovon die Asus-Handwerker etwas verstehen, dann sind es Touchpads. Das gilt zwar beileibe nicht für alle Notebooks des taiwanischen Herstellers, aber für das W5Fe allemal. Es fängt mit der hochwertigen Haptik von gebürstetem Aluminium an, geht über den leuchtenden Mittelsteg, der die Bedienung im Dunkeln enorm erleichtert, und endet beim erstklassigen Feedback. Rechte wie linke Taste klicken hochwertig und ausgesprochen leise, das Fingerfeld arbeitet griffig und präzise. Vielleicht einen Tick zu griffig, denn mit schnellen Manövern tut sich das gepunktete Viereck spürbar schwer. Abhilfe schafft die mitgelieferte Logitech-Maus, die sich zwecks Gewichtsersparnis auch mit nur einer AA-Batterie betreiben lässt.
Bis das Zweit-Display endlich in Gangkommt, dauert es satte 20 Sekunden.
Performance
Mit einem Gigabyte Arbeitsspeicher bricht man unter Windows Vista zwar keine Geschwindigkeitsrekorde, dafür ist die gefühlte Schnelligkeit in den meisten Fällen absolut ausreichend. Das liegt in erster Linie am Intel Core 2 Duo, der hier sein Werk mit 1,83 Gigahertz verrichtet und dessen Leistungsreserven weit mehr als nur Office-Software und Internetsurfen zulassen. Aktuelle Games gehören leider nicht dazu, da die lahme On-Board-Grafik Selbige in eine ruckelnde Dia-Show verwandelt.
Wer auf mehr Spielspaß Wert legt, muss wohl oder übel auf die kommende "XG Station" von Asus zurückgreifen, sofern bis dahin keine anderen Alternativen bereitstehen. Bei der reinen Systemleistung liegt das Asus W5Fe mit dem von netzwelt getesteten Sony Vaio C2 auf Augenhöhe, das über den gleichen Prozessor verfügt. Obwohl die kleinsten Vertreter der Notebook-Zunft vor allem auf Mobilität ausgelegt sind, enttäuscht das W5Fe in dieser Hinsicht leider. Selbst mit dem stärkeren Sechs-Zellen-Akku endet die Kondition bei Dreiviertel Helligkeit und sehr geringer Belastung bereits nach knapp zweieinhalb Stunden.
SideShow-Notebook Asus W5Fe im Test
Ein Schieber erweckt die 320 x 240 Pixel des zweiten, nur 2,8 Zoll großen Zweitdisplays zum Leben. Bis dahin vergehen fast zwanzig Sekunden, dafür muss der Mobilrechner erst gar nicht hochgefahren werden.
Selbst mit dem stärkeren Sechs-Zellen-Akku endet die Kondition bei Dreiviertel Helligkeit und sehr geringer Belastung bereits nach knapp zweieinhalb Stunden.
Nur knapp sechs mal viereinhalb Zentimeter misst der Nebendarsteller auf der Rückseite des 12 Zoll großen Hauptbildschirms.
Dem zweiten Akku sollte man also einen festen Platz in der Transporttasche sichern, selbst wenn dieser die Laufzeit um gerade mal eine Stunde erhöht.
Im Rand des 12,1 Zoll großen Display sitzt eine drehbare Webcam, weiter unten ein praktischer Kartenleser.
Leistung satt liefert ein Intel Core 2 Duo, aber auch in Sachen Ausstattung hat das W5Fe eine Menge drauf.
Über den Mini-Monitor können E-Mails, Bilder und aktuelle Systeminformationen angezeigt sowie Musikdateien abgespielt werden.
Komplett in leicht glitzerndes Anthrazit gehüllt, macht das W5Fe eine Menge her. Nicht nur optisch, sondern auch beim Berühren, denn hier fühlt sich kaum etwas nach schnödem Plastik an.
Übermäßige Klappergeräusche bekommen Benutzer der W5Fe-Tastatur nicht zu hören, zudem können sich die Finger an den großzügig dimensionierten Standardtasten erfreuen.
Die Touchpad-Tasten sind in einen Rahmen aus echtem Leichtmetall eingelassen und in der Mitte von einem blau leuchtenden Steg unterteilt.
Über eine Liste im übersichtlichen, ansprechend gestalteten Menü sind Funktionen zur Wiedergabe von Bildern und Musik bequem erreichbar, ebenso wie zum Lesen von E-Mails.
Dort wo andere Notebooks mit einen flachen Rücken entzücken, besitzt das SideShow-Notebook eine Art Höcker, der aus einer formschönen Aluminium-Blende, dem Sekundär-Display und den dazugehörigen Bedientasten besteht.
Zum Beispiel eine praktische Webcam, die sich um bis zu 235 Grad drehen lässt, um pixelige Filmchen in Youtube-Qualität zu drehen, Schnappschüsse zu schießen oder in Bus und Bahn heimlich das Gegenüber zu beobachten. Das vorinstallierte Mikrofon liefert die dazu passenden Tonaufnahmen.
Sehen lassen kann sich auch der eigentliche Protagonist: Ein leichtes Subnotebook, das mit einem Gewicht von weit unter zwei Kilogramm und kompakten Maßen prima in die Hand- oder Aktentasche passt.
Wozu braucht ein Laptop ein zweites Display? Eine Frage, die Asus mit dem W5Fe beantworten will, dem ersten Sideshow-Notebook der Welt.
Allein schon der schicke Einschaltknopf, der aus einer blauen Leuchte mit einem edel anmutenden Alu-Ring besteht, macht Lust auf mehr. Und mehr gibt es reichlich:
Dank eingebautem Bluetooth lassen sich Daten mit dem Handy abgleichen oder schnurlose Eingabegeräte anschließen.
Dem zweiten Akku sollte man also einen festen Platz in der Transporttasche sichern, selbst wenn dieser die Laufzeit um gerade mal eine Stunde erhöht. Immerhin bleibt das Zwölf-Zoll-Notebook mit einem Gewicht von 1,7 bis 1,9 Kilogramm, je nach verwendetem Akku, angenehm tragbar. Vertretbar steht es auch um die Geräuschkulisse, solange es nicht zu anstrengend zugeht. Während das hörbare Lüftersäuseln im Normalbetrieb nicht besonders negativ auffällt, stört das beherzte Aufdrehen bei starker Belastung. Ein völlig passiver sprich lüfterloser Betriebsmodus wäre wünschenswert und im Subnotebook-Segment gewiss keine Seltenheit.
