Pauschal in allen Lebenslagen
Verkehrte Netzwelt: Flatrate mit Sternchen
* Diese Verkehrte Netzwelt kostet als Flatrate-Option monatlich 76,90 Euro zuzüglich Einzelaufrufantragsgebühr. Voraussetzung ist ein Vorteils-Anschlusspaket für 46,38 Euro im Monat. Nicht kombinierbar mit den Tarifen Chill, Travel und House-Sektor. Gültig von 1:00 bis 3:00 Uhr täglich für Querverbindungen innerhalb des eigenen Netzes. Das Übertragungsvolumen ist auf 50 Minuten beschränkt, verbrauchte Kontingente können in den Folgemonat übernommen werden. Die Kündigungsfrist beträgt neun Monate und kann jeden Freitag den Dreizehnten maximal zwölf Stunden im Voraus erfolgen.
Inhaltsverzeichnis
- 1Breitgetreten in allen Lebenslagen
- 2Gleichberechtigung ade
- 3Freifahrtschein für flaches Geflüster
Wieder einmal Spaß mit dem Kleingedruckten gehabt? Was noch in der Werbung nach "Telefonieren, Surfen oder Leben zum Einheitspreis" oder zumindest nach "voller Kostenkontrolle" ausgesehen hat, entwickelt im Nachhinein oft - wenn nicht ab der nächsten, dann zumindest ab der übernächsten Rechnung - einen schalen Nachgeschmack: Ausnahmen hier, Sonderregelungen da. Unerwünschte Folgeschäden nicht ausgenommen. Da fühlt man sich glatt überwältigt.
Breitgetreten in allen Lebenslagen
Schon schlimm, was sich heute so alles Flatrate nennen darf. Zu den Zeiten, als ISDN die schnellste, für Privatleute erschwingliche Internet-Zugangsart war, begannen zusammengekniffene Nutzeraugen heller zu strahlen als die CRT-Röhre ihres Bildschirms, wenn der Begriff "Flatrate" auftauchte. Heutigen Flatrates tritt, wenn nicht Skepsis, höchstens noch ein müdes Lächeln gegenüber. Seitdem das phantasiebeflügelnde Wort eingedeutscht und der oben genannte Effekt oft genug beobachtet wurde, wird die Flatrate in der Werbung ganz pauschal für sämtliche Leistungen herangezogen, deren Zahlung monatlich fällig wird. Und das nicht nur in der Telekommunikationbranche.
Da tritt zum Beispiel der Gasversorger an seine Kunden heran, bietet einen vertraglich festgelegten Kubikmeterpreis für das kommende Jahr und nennt das ganze Flatrate. Die Autoflatrate gibt es ebenso, doch entpuppt sie sich entweder als Finanzierungsoption mit einigen Inklusivleistungen der Vertragswerkstatt oder als Lockangebot eines weniger seriös wirkenden Netzwerker-Clubs mit Schneeballrekrutierungsprinzip. Doch auch die echte Solarien-Flatrate wird durch das Angesicht eines Sonnenbanklers oder einer Sonnenbanklerin mit krebsanfälliger Brathähnchenhaut in ein schlechtes Licht gerückt.

Ob Base oder Congstar: Der Hamburger Provider Hansenet zieht nach und kündigt ebenfalls seinen Kunden die Flatrates. Dieses Mal sind die Telefonflatrates für das In- und Ausland betroffen.
Ein verlockendes Angebot für Besitzer von Notebooks, Netbooks und Handys macht Tchibo. Die Mobilfunksparte des Kaffeerösters und Einzelhändlers bietet ab 1. Dezember eine UMTS-Internet-Flatrate für 19,95 Euro pro Monat an.
Knapp acht Euro kostet die neue Internet-Flatrate von Aldi Talk. Für den Preis können Nutzer unbegrenzt surfen. Die Drosselung auf GPRS-Geschwindigkeit erfolgt nach 500 Megabyte.




