Universalzoom: Canons Allround-Objektiv im Praxistest
Blende
Mit einer durchgehenden Lichtstärke von Blende 4 ist das Canon-Objektiv wahrlich kein Lichtriese, bietet aber eine vernünftige Lichtstärke für Außen- und Kunstlichtaufnahmen, die konstant über den gesamten Brennweitenbereich zur Verfügung steht. Die acht Blendenlamellen können bis zu einem Wert von F22 nahezu kreisförmig geschlossen werden. Dadurch zeichnen sich die Punkte jenseits der Schärfeebene als gleichmäßige unscharfe Kreise und nicht als zackige Flächen ab.
IS - Der Canon Bildstabilisator
Als Objektiv der professionellen L-Serie hat Canon im 24-105er auch einen optischen Bildstabilisator verbaut, der bei der Belichtung einen Ausgleich von Verwacklungen realisiert. So können bis zu drei Blendenstufen mehr aus der Hand fotografiert werden. Gerade in Situationen, in denen die Anforderungen des Fotografen an die Grenzen der Lichtstärke des Objektivs treffen, wie beispielsweise bei der Konzertfotografie, leistet der Bildstabilisator wertvolle Dienste.
Canon 24-105 L IS USM
Konzertfotografie erfordert meist eine lichtstarke Profioptik. Dank des Bildstabilisators im 24-105mm, taugt das L-Objektiv bedingt auch für diese Spielart der Fotografie. Hier: John Lees von Barkley James Harvest in Aktion auf der Kieler Woche 2006.
Dank der geringen Nahgrenze auch in der Teleeinstellung von 105 Millimetern ist solch ein Foto mit dem Objektiv möglich. Die nahezu kreisrunde Blende und die geringe Schärfentiefe-Wirkung an der Vollformat-Kamera sorgen für die harmonische Unschärfe.
Trotz der sichtbaren Vignettierung in den Bildecken bietet das 24 Millimeter-Weitwinkel sehr gute Abbildungsqualität. Die Geometrie des Weitwinkels kommt an der EOS 5D besonders gut zur Geltung.
Durch den schnellen Autofokus können selbst spontane Fotos mit der Kamera-Objektiv Kombination gut gelingen.
Fokus
Der Autofokusmotor sitzt, wie bei allen EOS-EF Objektiven, innerhalb des Objektivs. Der ringförmige Ultraschallmotor des 24-105er Objektivs ermöglicht dem Fotografen ein leises und schnelles Arbeiten. In Verbindung mit den neun Messfeldern der 5D erfolgte das Scharfstellen rasant und schreckte auch vor bewegten Objekten nicht zurück. Dank der Innenfokussierung werden Filterstellungen durch den Fokussiervorgang nicht beeinflusst. In Situationen, bei denen dem Fokus der Kontrast fehlen könnte, beispielsweise in der Dunkelheit, kann der Fotograf jederzeit manuell nachfokussieren, ohne dazu an der Kamera auf manuellen Fokus umstellen und das Auge vom Sucher lösen zu müssen.
Die Qualität der Fotos, die von der EOS 5D in Verbindung mit dem EF 24-105 mm aufgenommen worden sind, ist sehr gut. Detailschärfe, Dynamik und Homogenität der Streukreise können sofort überzeugen. Im Weitwinkel zeigt sich Vignettierung an den Bildecken, die aber in der Ausprägung tolerabel ist und durch EBV, elektronische Bildverarbeitung, leicht korrigiert werden kann. Das kompakte Zoom hat einen Durchmesser von etwa 84 Millimetern, der Filter-Durchmesser beträgt 77 Millimeter, und eine Länge von circa 107 Millimetern, die sich beim Anpassen der Brennweite ändert. Der Bajonettanschluss ist aus Metall. Mit einem Gewicht von 670 Gramm ist das Zoom verhältnismäßig leicht. Im Lieferumfang ist eine Gegenlichtblende enthalten.
Fazit
Kompakte Maße, ein 4,3-facher Zoombereich ab 24 Millimetern mit einer Nahgrenze von 45 Zentimetern, ein schneller und verlässlicher Autofokus sowie eine sehr gute Abbildungsqualität mit homogenem Schärfeverlauf machen das Canon EF 24-105 mm 1:4L IS USM zu einem idealen Begleiter. Der Bildstabilisator gleicht die moderate Blendenöffnung zuverlässig aus. Gerade in Verbindung mit der Canon EOS 5D, die den 24 Millimeter-Weitwinkel dank des vollformatigen Sensors nutzen kann, ist das Objektiv ein überzeugendes Universalzoom. Aber auch an EOS-Modellen mit kleinerem Sensor macht das Objektiv als Allrounder Sinn, wenn nicht so viel Wert auf Weitwinkel gelegt wird.
24-105mm, Canon EOS 5D, ISO100, Blende4, 24mm, 5,21 MB
24-105mm, Canon EOS 5D, ISO100, Blende4, 105mm, 3,61 MB



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