Samsung R70 Aura im Test: Black is beautiful
Display
Augen und Ohren der schwarzen Flunder bilden eine eingebaute Digitalkamera mit 1,3 Megapixeln sowie ein integriertes Mikrofon. Anders als das Endprodukt für den deutschen Markt beherrscht das Vorserienmodell noch nicht den schnelleren oder reichweitenstärkeren WLAN-Standard 802.11n. Weiterhin liegt die Kapazität der Festplatte mit satten 160 Gigabyte beim Seriengerät genau doppelt so hoch, ebenso wie dessen üppiger Arbeitsspeicher von zwei Gigabyte. Mehr drauf hat stattdessen der Prozessor des Prototypen - 200 Megahertz, um genau zu sein.
Für Erweiterungen wie TV-Karten setzt Samsung nach wie vor auf PCMCIA und nicht den neueren ExpressCard-Standard, dafür ist das R70 mit schnellem Gigabit-Ethernet ganz auf der Höhe der Zeit. Für den RAM-Ausbau stehen zwei SODIMM-Slots bereit, die mit maximal vier Gigabyte bestückt werden können. Die vergoldeten Kontakte für den Arbeitsspeicher sind zwar erwähnenswert, aber bestimmt kein relevantes Kaufargument.
Das 15,4-Zoll-Notebook wirkt kompakter als es eigentlich ist.
An der 15,4 Zoll großen Bildfläche gefällt vor allem die angenehm hohe Helligkeit, die sogar noch Korrekturen nach unten zulässt. Laut Samsung verfügt das Display zwar über eine "Anti-Reflektionstechnik", dennoch spiegelt es in der Praxis erheblich stärker als ein mattes Exemplar. Wenig Toleranz legt der Bildschirm bei den Sichtwinkeln an den Tag. Da das Display seitlich oder von schräg unten betrachtet schnell dunkler und von weiter oben recht früh heller wird, macht es bloß die Augen maximal eines Zuschauers glücklich. Was in den meisten Fällen ausreichen dürfte.
Obwohl einigermaßen "echt", geht die Farbdarstellung mit einer leichten Blässe einher. Bis auf die ein wenig dunkleren Ecken und Kanten wirken die Farben weitgehend gleichmäßig, zudem stuft das Display bei großflächigen Grauverläufen fein und ohne übermäßige Längsstreifen ab. Im optimalen Blickwinkel bekommt der Betrachter einen durchaus guten Schwarzwert zu Gesicht, der lediglich in einem schmalen Bereich am unteren Rand heller erscheint, sich bei abweichenden Einsichten aber im Handumdrehen ändern kann.
Samsung R70 Aura im Test
An nützlichen Kontakten mangelt es dem tragbaren Mittelklasse-Notebook keineswegs, allerdings sind drei USB-Anschlüsse nicht gerade viel. HDMI ist in dieser Klasse hingegen alles andere als selbstverständlich: Über die Schnittstelle kann nicht nur hochauflösendes Videomaterial, sondern auch raumfüllender Dolby Digital 7.1-Ton übertragen werden.
Mit dem R70 bringt Samsung ein leichtes Schwarzes auf den Markt, dass es in sich hat und dennoch nicht zu teuer ist.
Obwohl ein Haltehaken fehlt, schließt der Deckel fest und sauber mit dem Unterteil ab und gleitet beim Öffnen nahezu unhörbar auf. Ohne eine zweite helfende Hand klappt dabei aber schnell das ganze Gerät nach oben.
Sämtliche Oberflächen überzieht ein leichtes Glitzern, das an Kristallstaub erinnert und sich beim Berühren ein wenig rauh anfühlt, was wiederum bessere Griffigkeit als ein glattes Finish vermittelt.
Typisch für Samsungs Mobilrechner ist die erstklassige Verarbeitung, die beim R70 sowohl innen als auch außen dominiert. Bereits geschlossen bietet es mit seiner wertigen Hochglanzlackierung und dem chromfarbenen Firmenlogo einen edlen Anblick.
Per Tastenkombination schaltet das Notebook in den Flüster-Modus und reduziert die Lüfterdrehzahl auf ein nahezu unhörbares Niveau.
Einfach gut fühlt sich das Keyboard an, dessen antibakterielle Beschichtung als eine Art Türsteher gegen ungebetene Mikroben-Gäste fungiert. Sämtliche Tasten gehen durch ihre sanft abgerundete Vorderkante und die samtige Oberfläche auf Schmusekurs mit den Fingerspitzen.
Durchweg gelungen erscheint auch die Gestaltung des Innenraums, der vorne in eine spitz zulaufende Kante ausufert, in die sieben Status-LED und ein praktischer Sechsfach-Speicherkartenleser eingelassen sind.
Bei netzwelt erfahren Sie, ob schwarz in diesem Falle auch schön ist. Für das Design gilt das allemal, denn das R70 ist ein regelrechtes Schmuckstück - außen Hochglanz in Klavierlack-Optik, innen leicht kristallines Mattschwarz, von Samsung treffend als Diamantschwarz bezeichnet.
Außer Intels neuester Prozessorgeneration beherbergt es noch Nvidias Windows Vista-Grafik GeForce 8600M und eine umfangreiche Serienausstattung.
Ein Samsung R70 Aura mit sauberen Touchpad-Tasten dürfte deshalb wohl kaum zu finden sein, oder aber auf einen Mausbenutzer oder Handschuhträger hindeuten. Glücklicherweise ändert der eher ästhetische Mangel nichts an der hervorragenden Funktionsweise.
Seine schlanke Bauweise lässt es trotz gleicher Bildgröße kompakter wirken als andere Notebooks mit 15,4-Zoll-Display, was vom niedrigen Gewicht von 2,7 Kilogramm noch zusätzlich unterstrichen wird.
Auf der Bildschirmrückseite laden vor allem die sanft abgerundeten Kanten zum Darüberstreichen mit dem Finger ein.
Im Interieur wird der gute Ersteindruck konsequent fortgeführt, bloß in einem für Fingerabdrücke und sonstigen Schmutz deutlich weniger anfälligen Mattschwarz.
Eingabe
Bekanntlich sind Hochglanzlackierungen sehr anfällig für Fingerabdrücke, besonders wenn sie schwarz sind. Da grenzt es fast schon an eine Fehlkonstruktion, dass ausgerechnet der Links- und Rechtsklick damit versehen sind. Ein Samsung R70 Aura mit sauberen Touchpad-Tasten dürfte deshalb wohl kaum zu finden sein oder aber auf einen Mausbenutzer oder Handschuhträger hindeuten. Glücklicherweise ändert der eher ästhetische Mangel nichts an der hervorragenden Funktionsweise.
Einerseits tendiert das Spiel der beiden Tasten gegen Null, andererseits könnte die knackige Rückmeldung kaum präziser sein. Allerdings bedeutet deren Betätigung zugleich auch ein sehr lautes Klickgeräusch. Nur ein leises Schleifen gibt hingegen das Fingerfeld zum Besten, das seinen eher hohen Gleitwiderstand vor allem für präzise Manöver anbietet.
Einfach gut fühlt sich das Keyboard an, dessen antibakterielle Beschichtung als eine Art Türsteher gegen ungebetene Mikroben-Gäste fungiert. Sämtliche Tasten gehen durch ihre sanft abgerundete Vorderkante und die samtige Oberfläche auf Schmusekurs mit den Fingerspitzen. Unnötigen Spielraum besitzen sie so gut wie keinen. Fleißig Pluspunkte sammelt die Tastatur auch durch ihr leises und prägnantes Ansprechverhalten, das ohne übermäßigen Gegendruck auskommt.
