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Samsung R70 Aura im Test: Black is beautiful
Schwarzes Notebook mit modernster Technik

von Benjamin Schnitzler Uhr veröffentlicht

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Mit dem R70 bringt Samsung ein leichtes Schwarzes auf den Markt, das es in sich hat und dennoch nicht zu teuer ist. Außer Intels neuester Prozessorgeneration beherbergt es noch Nvidias Windows Vista-Grafik GeForce 8600M und eine umfangreiche Serienausstattung. Bei netzwelt erfahren Sie, ob schwarz in diesem Falle auch schön ist.

Mit dem R70 bringt Samsung ein leichtes Schwarzes auf den Markt, das es in sich hat und dennoch nicht zu teuer ist. Außer Intels neuester Prozessorgeneration beherbergt es noch Nvidias Windows Vista-Grafik GeForce 8600M und eine umfangreiche Serienausstattung. Bei netzwelt erfahren Sie, ob schwarz in diesem Falle auch schön ist.

Für das Design gilt das allemal, denn das R70 ist ein regelrechtes Schmuckstück - außen Hochglanz in Klavierlack-Optik, innen leicht kristallines Mattschwarz, von Samsung treffend als "Diamantschwarz" bezeichnet. Seine schlanke Bauweise lässt es trotz gleicher Bildgröße kompakter wirken als andere Notebooks mit 15,4-Zoll-Display, was vom niedrigen Gewicht von 2,7 Kilogramm noch zusätzlich unterstrichen wird.

Samsung R70 Aura im TestInhalt

Optik

Ausstattung

Display

Eingabe

Performance

Spiel und Spaß

Fazit

Alle Daten auf einen Blick

Optik

Typisch für Samsungs Mobilrechner ist die erstklassige Verarbeitung, die beim R70 sowohl innen als auch außen dominiert. Bereits geschlossen bietet es mit seiner wertigen Hochglanzlackierung und dem chromfarbenen Firmenlogo einen edlen Anblick. Obwohl ein Haltehaken fehlt, schließt der Deckel fest und sauber mit dem Unterteil ab und gleitet beim Öffnen nahezu unhörbar auf. Ohne eine zweite helfende Hand klappt dabei aber schnell das ganze Gerät nach oben.

Nicht nur schwarz macht das R70 schlank.

Im Interieur wird der gute Ersteindruck konsequent fortgeführt, bloß in einem für Fingerabdrücke und sonstigen Schmutz deutlich weniger anfälligen Mattschwarz. Sämtliche Oberflächen überzieht ein leichtes Glitzern, das an Kristallstaub erinnert und sich beim Berühren ein wenig rauh anfühlt, was wiederum bessere Griffigkeit als ein glattes Finish vermittelt.

Auf der Bildschirmrückseite laden vor allem die sanft abgerundeten Kanten zum Darüberstreichen mit dem Finger ein. Durchweg gelungen erscheint auch die Gestaltung des Innenraums, der vorne in eine spitz zulaufende Kante ausufert, in die sieben Status-LED und ein praktischer Sechsfach-Speicherkartenleser eingelassen sind. Luft schnappt das R70 über zwölf rechteckige Beatmungslöcher am linken Rand.

Samsung R70 Aura im Test

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An nützlichen Kontakten mangelt es dem tragbaren Mittelklasse-Notebook keineswegs, allerdings sind drei USB-Anschlüsse nicht gerade viel. HDMI ist in dieser Klasse hingegen alles andere als selbstverständlich: Über die Schnittstelle kann nicht nur hochauflösendes Videomaterial, sondern auch raumfüllender Dolby Digital 7.1-Ton übertragen werden.

Ausstattung

An nützlichen Kontakten mangelt es dem tragbaren Mittelklasse-Notebook keineswegs, allerdings sind drei USB-Anschlüsse nicht gerade viel. HDMI ist in dieser Klasse hingegen alles andere als selbstverständlich: Über die Schnittstelle kann nicht nur hochauflösendes Videomaterial, sondern auch raumfüllender Dolby Digital 7.1-Ton übertragen werden. Für digital angesteuerte Flachbildschirme ist jedoch ein leider nicht beiliegender DVI-Adapter nötig, analoge Monitore sind ohne Umwege ansprechbar.

Augen und Ohren der schwarzen Flunder bilden eine eingebaute Digitalkamera mit 1,3 Megapixeln sowie ein integriertes Mikrofon. Anders als das Endprodukt für den deutschen Markt beherrscht das Vorserienmodell noch nicht den schnelleren oder reichweitenstärkeren WLAN-Standard 802.11n. Weiterhin liegt die Kapazität der Festplatte mit satten 160 Gigabyte beim Seriengerät genau doppelt so hoch, ebenso wie dessen üppiger Arbeitsspeicher von zwei Gigabyte. Mehr drauf hat stattdessen der Prozessor des Prototypen - 200 Megahertz, um genau zu sein.

Für Erweiterungen wie TV-Karten setzt Samsung nach wie vor auf PCMCIA und nicht den neueren ExpressCard-Standard, dafür ist das R70 mit schnellem Gigabit-Ethernet ganz auf der Höhe der Zeit. Für den RAM-Ausbau stehen zwei SODIMM-Slots bereit, die mit maximal vier Gigabyte bestückt werden können. Die vergoldeten Kontakte für den Arbeitsspeicher sind zwar erwähnenswert, aber bestimmt kein relevantes Kaufargument.

Das 15,4-Zoll-Notebook wirkt kompakter als es eigentlich ist.

Display

An der 15,4 Zoll großen Bildfläche gefällt vor allem die angenehm hohe Helligkeit, die sogar noch Korrekturen nach unten zulässt. Laut Samsung verfügt das Display zwar über eine "Anti-Reflektionstechnik", dennoch spiegelt es in der Praxis erheblich stärker als ein mattes Exemplar. Wenig Toleranz legt der Bildschirm bei den Sichtwinkeln an den Tag. Da das Display seitlich oder von schräg unten betrachtet schnell dunkler und von weiter oben recht früh heller wird, macht es bloß die Augen maximal eines Zuschauers glücklich. Was in den meisten Fällen ausreichen dürfte.

Obwohl einigermaßen "echt", geht die Farbdarstellung mit einer leichten Blässe einher. Bis auf die ein wenig dunkleren Ecken und Kanten wirken die Farben weitgehend gleichmäßig, zudem stuft das Display bei großflächigen Grauverläufen fein und ohne übermäßige Längsstreifen ab. Im optimalen Blickwinkel bekommt der Betrachter einen durchaus guten Schwarzwert zu Gesicht, der lediglich in einem schmalen Bereich am unteren Rand heller erscheint, sich bei abweichenden Einsichten aber im Handumdrehen ändern kann.

Samsung R70 Aura im Test

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An nützlichen Kontakten mangelt es dem tragbaren Mittelklasse-Notebook keineswegs, allerdings sind drei USB-Anschlüsse nicht gerade viel. HDMI ist in dieser Klasse hingegen alles andere als selbstverständlich: Über die Schnittstelle kann nicht nur hochauflösendes Videomaterial, sondern auch raumfüllender Dolby Digital 7.1-Ton übertragen werden.

Eingabe

Bekanntlich sind Hochglanzlackierungen sehr anfällig für Fingerabdrücke, besonders wenn sie schwarz sind. Da grenzt es fast schon an eine Fehlkonstruktion, dass ausgerechnet der Links- und Rechtsklick damit versehen sind. Ein Samsung R70 Aura mit sauberen Touchpad-Tasten dürfte deshalb wohl kaum zu finden sein oder aber auf einen Mausbenutzer oder Handschuhträger hindeuten. Glücklicherweise ändert der eher ästhetische Mangel nichts an der hervorragenden Funktionsweise.

Einerseits tendiert das Spiel der beiden Tasten gegen Null, andererseits könnte die knackige Rückmeldung kaum präziser sein. Allerdings bedeutet deren Betätigung zugleich auch ein sehr lautes Klickgeräusch. Nur ein leises Schleifen gibt hingegen das Fingerfeld zum Besten, das seinen eher hohen Gleitwiderstand vor allem für präzise Manöver anbietet.

Einfach gut fühlt sich das Keyboard an, dessen antibakterielle Beschichtung als eine Art Türsteher gegen ungebetene Mikroben-Gäste fungiert. Sämtliche Tasten gehen durch ihre sanft abgerundete Vorderkante und die samtige Oberfläche auf Schmusekurs mit den Fingerspitzen. Unnötigen Spielraum besitzen sie so gut wie keinen. Fleißig Pluspunkte sammelt die Tastatur auch durch ihr leises und prägnantes Ansprechverhalten, das ohne übermäßigen Gegendruck auskommt.

Performance

Entwarnung: Windows Vista lässt sich mit nur einem Gigabyte Arbeitsspeicher deutlich länger bitten als Windows XP, was auch beim diesbezüglich unterdimensionierten Testgerät auffällt. Doch zum Glück bringt das hierzulande erhältliche Serien-Notebook gleich die doppelte Menge mit. Dafür taktet der Zwei-Gigahertz-Prozessor des vorliegenden Modells um 200 Megahertz flotter und besitzt einen doppelt so großen Level-2-Cache von vier Megabyte - der Leistungsunterschied hält sich in vertretbaren Grenzen und dürfte sich allenfalls bei Spielen und Multimedia-Bearbeitung ein wenig bemerkbar machen.

Wie beim kürzlich von netzwelt getesten Desktop-Ersatz Asus A7S auf Basis von Intels "Santa Rosa"-Plattform bringt der von 667 auf 800 Megahertz angehobene Frontside Bus der neuen Prozessoren keine wirklich nennenswerten Vorteile. Außer vielleicht fürs Ego des Eigentümers, denn die Benchmarks attestieren eine leicht erhöhte Punktzahl. Im reinen Office- oder Internetbetrieb sowie bei anspruchsvollen Einsätzen macht der aktuelle Core 2 Duo mindestens genauso viel Spaß wie sein kaum langsamerer Vorgänger.

Hochglanz sieht gut aus, ist aber anfällig für Fingerabdrücke.

Wie die älteren Samsung-Notebooks, etwa das von netzwelt getestete X20 und X50, verfügt auch das R70 über einen "Flüster-Modus": Auf Knopfdruck wird der Prozessortakt reduziert und die Lüfterdrehzahl bis zur Unhörbarkeit heruntergefahren. Darüber hinaus besteht über das BIOS die Möglichkeit, eigene Grenzwerte für den Lüfter festzulegen - etwa die Temperatur, bis zu der das Notebook im passiven sprich lüfterlosen Kühlbetrieb verbleiben soll. Leider enttäuscht das kleine Schwarze bei der Akkulaufzeit: Mit dem Standardakku sind die Energiereserven bereits nach knapp zwei Stunden erschöpft. Beim Einsatz des optionalen Hochleistungsakkus ist zwar deutlich mehr drin, doch der kostet satte 200 Euro extra.

Spiel und Spaß

Apropos Spaß: Den kann man mit dem Samsung R70 Aura auch beim Spielen haben. Nvidias GeForce-Grafik 8600M GS sei dank, beschleunigt der moderne Mobilrechner selbst anspruchsvolle Titel noch ruckelfrei. Vorausgesetzt, qualitätssteigernde Maßnahmen wie Kantenglättung und anisotrope Filterung bleiben deaktiviert oder auf ein Minimum beschränkt. Im Vergleich zum Sony Vaio AR, das in puncto Prozessor und Grafik noch auf die vorhergehende Generation setzt und mit Windows XP statt Windows Vista arbeitet, fällt das Urteil zur Spieleleistung jedoch vernichtend aus.

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An nützlichen Kontakten mangelt es dem tragbaren Mittelklasse-Notebook keineswegs, allerdings sind drei USB-Anschlüsse nicht gerade viel. HDMI ist in dieser Klasse hingegen alles andere als selbstverständlich: Über die Schnittstelle kann nicht nur hochauflösendes Videomaterial, sondern auch raumfüllender Dolby Digital 7.1-Ton übertragen werden.

Bei hohen Qualitätseinstellungen zieht die GeForce Go 7600 gnadenlos mit doppelter bis dreifacher Geschwindigkeit an der GeForce 8600M GS vorbei. Für diese Misere ist entweder die Hardware verantwortlich oder es hapert bei den Grafiktreibern für Windows Vista, deren Leistungsreserven noch nicht voll ausgereizt werden. Für sich betrachtet ist die Spieleleistung keinesfalls schlecht, doch das R70 ist bestimmt nicht das Wunschgerät für Hardcore-Gamer. Positiv fällt beim Display auf, dass es selbst bei schnellen Spielbewegungen keine übermäßigen Schlieren wirft und bei niedrigeren Auflösungen von beispielsweise 1.024 x 768 Pixeln noch ansehnlich bleibt.

Eine weniger gute Figur als der Bildschirm machen die schwachbrüstigen Stereo-Lautsprecher, die mit ihren kratzigen Untertönen an die gute alte Vinyl-Schallplatte erinnern sowie stets schrill und übersteuert klingen. Immerhin liegt mit "AVStation" eine leicht bedienbare Multimedia-Software zur Verwaltung eigener Musik-, Foto- und Video-Bestände bei.

Fazit

Das Samsung R70 Aura ist ein echtes Schmuckstück - es sieht gut aus, arbeitet leise und wiegt wenig. Unter der erstklassig verarbeiteten Hülle steckt außerdem eine Menge Leistung, die sogar zum Spielen reicht, dennoch bleibt der Preis in einem absolut vertretbaren Rahmen. Weniger schön als die Optik sind allerdings die viel zu kurze Laufzeit und die schmutzanfällige Hochglanzlackierung, die beim Touchpad eigentlich gar nichts zu suchen hat. Ein komplett mattschwarzes Modell würde mit Sicherheit auch seine Fans finden.

Award: Samsung R70 Aura im Test

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Kommentare zu diesem Artikel

Mit dem R70 bringt Samsung ein leichtes Schwarzes auf den Markt, das es in sich hat und dennoch nicht zu teuer ist. Außer Intels neuester Prozessorgeneration beherbergt es noch Nvidias Windows Vista-Grafik GeForce 8600M und eine umfangreiche Serienausstattung. Bei netzwelt erfahren Sie, ob schwarz in diesem Falle auch schön ist.

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  • Wackelpudding schrieb Uhr
    AW: Samsung R70 Aura im Test: Black is beautiful

    Das Notebook ist der Hammer :rolleyes: Wirkliche Nachteile konnte ich jetzt nicht rauslesen - jedes NB hat Schwächen und wenn bei dem R70 die Fingerabdrücke und der Akku die einzigen negativen Punkte sind, dann bin ich zufrieden! Allerdings denke ich dass es vllt doch noch ein bisschen früh ist auf die neue Technologie zu wechseln, denn bald werden die Preise fallen - spätestens mit neuen Herstellern, welche neue NBs auf den Markt bringen! Ich möchte mir ein NB anschaffen und brauche es hauptsächlich zum Surfen, Schreiben - Schülerkram halt! Ich denke ich werde mir das R20 nochmal genauer angucken, auch da dieses besser zu meinem Budget passt! Was sagt ihr? MfG Wackelpudding

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Samsung R70 Aura im Test: Black is beautiful
Samsung R70 Aura im Test: Black is beautiful
Mit dem R70 bringt Samsung ein leichtes Schwarzes auf den Markt, das es in sich hat und dennoch nicht zu teuer ist. Außer Intels neuester Prozessorgeneration beherbergt es noch Nvidias Windows Vista-Grafik GeForce 8600M und eine umfangreiche Serienausstattung. Bei netzwelt erfahren Sie, ob schwarz in diesem Falle auch schön ist.
http://www.netzwelt.de/news/75631-samsung-r70-aura-test-black-is-beautiful.html
2007-05-30 14:26:00
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