Hauppauge Nova-TD im Test: Die doppelte Dosis DVB-T

Doppelt hält besser?

CD eingelegt, Stick eingesteckt und Windows wie gewohnt nach den Treibern suchen lassen. Soweit alles Routine. Sobald die Treiber in Windows eingepflanzt sind und die Software ihren Weg auf die Festplatte gefunden hat, kann es losgehen. Für ruckelfreien Fernsehgenuss gibt Hauppauge als Systemvoraussetzungen einen Rechner mit mindestens 1,7 Gigahertz, einem freien USB 2.0-Anschluss und einer Soundkarte an.

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Die Verkabelung steht, die Software läuft ebenfalls. Schicken wir "WinTV 2000" also auf den Sendersuchlauf, damit der Nova-TD zeigen kann, was die Zwillingsantennen tatsächlich bringen. Das erste Ergebnis beeindruckt. Dort, wo der herkömmliche Stick kaum ein paar Sekunden ohne Aussetzer empfängt, gibt es mit dem WinTV-Gerät ein fehlerfreies Bild. Eins zu null für Diversity. Weiterer Pluspunkt: Dank Diversity verbessert sich nicht nur der stationäre Empfang. Durch den Doppeltuner funktioniert das Nova-TD anders als andere DVB-Geräte auch im Auto. Empfang bei bis zu 160 Kilometern pro Stunde verspricht Hauppauge.

Damit die Technik effektiv zur Geltung kommt, empfiehlt Hauppauge, die Antennen mindestens 60 Zentimeter voneinander entfernt aufzustellen. Hier kommen wir zu einem Nachteil des Doppeltuners: Zwei Empfänger, zwei Antennen, zwei Kabel. Und diese wollen auch noch in unterschiedliche Richtungen verlegt werden. Das sorgt gerade mit einem Laptop für Kabelwirrwar auf dem Schreibtisch.

Sorgenkind Software

So positiv der erste Eindruck ist, so ernüchternd ist die Praxis im Betrieb mit der hauseigenen TV-Software "WinTV 2000". Was bei der unübersichtlichen Installation beginnt, setzt sich im Betrieb mit mittelmäßiger Bedienbarkeit und mangelnder Stabilität fort. So finden wir im Startmenü redundante Einträge: Das Videotextprogramm "VTplus" ist ebenso doppelt installiert wie die TV-Software WinTV, die als Variante "2000" und "32" auf die Platte geschaufelt wurde.

WinTV

Das Hauptfenster von WinTV mit Kontextmenü

(Klick vergrößert.)

Im Betrieb bestätigt sich der unausgereifte Eindruck. Einzelne Funktionen sind auf viele verschiedene Unterprogramme verteilt. So gibt es ein Programm für den elektronischen Programmführer EPG, ein Programm zur Programmierung von Aufnahmen, ein weiteres für den Videotext und selbstverständlich das Programm zum Fernsehen. Es wäre wünschenswert, wenn alle Funktionen zentral aus einem Programm funktionieren würden.

So zerklüftet die Software wirkt, so fragil erscheint sie auch. In beinahe regelmäßigen Abständen quittiert WinTV seinen Dienst, indem der TV-Bildschirm nach einer harmlosen Aktion wie dem Benutzen der Bildschirmfoto-Funktion einfach einfriert. Auch bei Aktionen wie dem Starten oder Beenden der praktischen Timeshift-Funktion machen sich Sorgenfalten auf der Stirn des Nutzers breit, wenn das Fenster zur Welt zunächst einmal knapp zehn Sekunden nicht reagiert, bis es dann doch weiter geht.