DVB-T-Stick mit Doppeltuner
Hauppauge Nova-TD im Test: Die doppelte Dosis DVB-T
Patrick Woods
DVB-T-Sticks sind eine einfache Angelegenheit. An den Laptop oder PC gestöpselt, die Software installiert und schon sollte es losgehen. Oft behindert jedoch der schwache Empfang der mickrigen Stabantennen den ungetrübten Fernsehspaß schon im Ansatz. Hauppauge nimmt sich dieses Problem zur Brust und baut deshalb einen Stick mit gleich zwei Tunern, die gemeinsam DVB-T-Daten aus der Luft fischen.
Inhalt
- Der Lieferumfang
- Die Praxis
- Doppelt hält besser?
- Sorgenkind Software
- Wiederbelebung
- Alternativen gesucht
- Fazit: Viel Licht und viel Schatten
Funk ist eine angenehme Übertragungsmöglichkeit, drahtlos und auch unterwegs nutzbar. Allerdings vermiesen fiese Probleme wie Überlagerungen oder Funkschatten den ungetrübten Empfangsspaß. Deshalb klingt das "Diversity"-Konzept einfach wie genial: Mit zwei Tunern empfängt der Stick zwei Signale gleichzeitig an verschiedenen Positionen und kann aus beiden zusammen ein besseres Signal errechnen als mit nur einer Antenne. Neu ist das nicht, WLAN-Router und manche Autoradios nutzen dies schon länger.
Im knapp bemessenen Karton finden sich neben dem 27 Gramm leichten Stick eine Infrarot-Fernbedienung und passende Batterien. Die zwei benötigten Antennen liegen ebenfalls bei. Der Nova-TD hat entsprechend zwei Antennenanschlüsse: eine Koax-Buchse in Normalgröße und einen Mini-Koax. Damit dort bei Bedarf auch größere Antennen passen, gibt Hauppauge einen Adapter dazu.
Installations-CD und Faltblatt mit ersten Instruktionen dürfen hier nicht fehlen. Beides hinterlässt jedoch einen eher halbgaren Eindruck. Die Anleitung gleicht mit ihrem eng gefalteteten Auftreten im knappen DIN A2-Format einem überdimensionalen Knitterzettel aus der Pizzeria und gibt unnötig komplizierte Anweisungen, wie das Setup manuell eingetippt über "Ausführen" im Startmenü aufzurufen. Anklicken hätte es auch getan. Möglicherweise tat man dies, um dem Nutzer den Anblick der unaufgeräumten Struktur der CD zu ersparen.
Der Stick selbst macht jedoch einen wertigen Eindruck, ist solide verarbeitet und wirkt mit seinem Farbton irgendwo zwischen Grau und Anthrazit gar recht ansehnlich. Damit das gute Stück nicht auf ewig unbeachtet hinter dem Rechner stecken muss, gibt es ein USB-Verlängerungskabel, das auch bei eng beieinander liegenden Buchsen eine Hilfe ist.
Schreiten wir also zur Tat und nehmen den Nova-TD in Betrieb. Die Testbedingungen erscheinen ideal: Ein anderer DVB-T-Stick der Konkurrenz bringt in den Redaktionsräumen nur stotternden Empfang zustande. Zeit, dass sich die angepriesene Diversity-Technik beweisen kann.
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