Drei Superzoom-Objektive im Test
Tamron AF 28-300mm F/3,5-6,3 XR Di LD Aspherical (IF) Macro
Die Kontrastwiedergabe des 18-250-ers ist gut. Das neue Objektiv fasst sich durch eine griffigere Gummierung besser an als die älteren Modelle. Der Fokusring an der Vorderseite ist schlanker, aber nicht zu schmal geworden. Positiv: Der Kameraanschluss ist nun aus Vollmetall. Trotz diesem und der zusätzlichen Linse hat der neue Zoomriese bei nahezu identischen Maßen lediglich 30 Gramm mehr Gewicht als das 18-200-er. Die Nahgrenze beider Optiken liegt über den gesamten Brennweitenbereich bei 45 Zentimetern. Da der Fokus nur im Inneren arbeitet, wird dem Fotografen so auch im Makrobereich ein komfortables Arbeiten ermöglicht.

Im Gegensatz zu den 18-mm-Zooms kann das 28-300-er auch an Kameras mit vollformatigen Sensoren eingesetzt werden. Für die digitale Fotografie wurde es durch Beschichtungen einzelner Linsenelemente optimiert. So werden Reflektionen vermindert und das Streulichtverhalten verbessert. Wie das 18-200-er besteht auch das 28-300-er aus 15 Elementen in 13 Gruppen. Der Brennweitenbereich beginnt mit kleinbildäquivalenten 28 Millimetern bei einem moderateren Weitwinkel als die anderen Objektive. An Kameras mit APS-C-formatigen Sensoren reicht der resultierende Bildwinkel schon an die Normalbrennweite heran.
Dafür bietet das 10,7-fache Zoom einen Telebereich bis zu kleinbildäquivalenten 300 Millimetern an. Unter Berücksichtigung des verengten Bildwinkels an APS-C-formatigen Kameras stehen dem Fotografen hier bis zu 465 Millimeter Brennweite zur Verfügung. Wie bei den anderen Objektiven beträgt die maximale Blendenöffnung - je nach eingestellter Brennweite - f3,5 bis f6,3. Die Verzeichnung und die Abbildungsleistung ist beim 28-300-er, das von Tamron soeben neu aufgelegt wurde und nun einen Bildstabilisator besitzt, an einer APS-C formatigen Kamera besser als bei den Di-II-Objektiven.
Superzoom-Objektive im Test
Hohe Zoomfaktoren bescheren dem Fotografen die größtmögliche Flexibilität bei der Bildgestaltung. Die Tamron Reisezooms bieten dabei eine achtbare Bildqualität (Foto: Tamar Zifra Stern).
Tamron AF 18-250mm F/3,5-6,3 Di II LD Aspherical (IF) Macro (Foto: Tamron)
Tamron AF 18-200mm F/3,5-6,3 XR Di II Aspherical (IF) Macro (Foto: Tamron)
Tamron AF 28-300mm F/3,5-6,3 XR Di LD Aspherical (IF) Macro (Foto: Tamron)
Auch die Abbildungsfehler halten sich sehr in Grenzen, Kontrastkanten wirken nicht stufig und Aberrationsfehler sind für ein Superzoom im erträglichen Bereich. Von der Griffigkeit ordnet sich das 28-300-Millimeter-Zoom beim 18-250 ein, den Anschluss hat es mit dem 18-200-er gemein. Die maximale Baulänge beträgt 173 Millimeter in der Teleeinstellung, der Durchmesser des Objektivs misst 73 Millimeter. Die Nahgrenze liegt bei durchgehend 49 Zentimetern und die Fokussierung erfolgt auch hier intern.
Fazit
Alle drei Reise-Objektive bilden vernünftig ab. Verzeichnung ist bei Superzoom-Linsen zu erwarten, hält sich bei den Tamrons aber in gut vertretbaren Grenzen. Vorurteile gegenüber kompromissbehafteten Megazooms bestätigen unsere Fotos nicht. Diese sind an einer Canon EOS 400D entstanden. Vielmehr zeigen sich die Tamron-Optiken als qualitativ gute Objektive. An die hohe Wertigkeit von Profilinsen kommen sie nicht heran, bieten aber viel Objektiv für wenig Geld und belasten auch das Reisegewicht nicht über die Maßen.
Links zum Thema
- Tamron
- Test: Preisgünstiges und lichtstarkes Weitwinkel-Zoom
- netzwelt-Foto-Abteilung: Testberichte und Hintergrundwissen zum Thema Digitalkamera
