Spielsucht: Aus dem Leben eines World of Warcraft-Junkies

Verkehrte Netzwelt: Weh oh Weh, WoW

Was haben Orks, Elfen und Zwerge mit Drogen zu tun? Mehr als die meisten Menschen annehmen würden, obwohl die Sagengestalten in der Regel nicht selbst konsumieren. Denn sie machen abhängig, zumindest in Massen-Onlinespielen wie "World of Warcraft" oder "Dark Age of Camelot". Doch auch das vernetzte Rasen oder "Killerspielen" via Internet birgt eine hohe Suchtgefahr. Die Grenzen zwischen chronischer Spielsucht und gemäßigtem Gelegenheitszocken sind fließend. Da ist es oft gar nicht so einfach, Realität und Fiktion auseinanderzuhalten.

World of Warcraft-Spieler
World of Warcraft-Spieler

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Das Spiel mit der Sucht
  2. 2Das Internet, mein Drogendealer
  3. 3World of Wahrnehmung
  4. 4Orkanisation
  5. 5Warcraft verpflichtet
  6. 6Selber schuld?

Es fing ausgesprochen harmlos mit einem kostenlosen Schnupper-Abo an. Noch ahnte ich nicht, dass die "World of Warcraft" bald in direkte Konkurrenz zu meiner eigenen Welt treten würde. Bis dato war das Computerspielen mehr gelegentlicher Zeitvertreib als primärer Lebensinhalt, Rollenspieler waren noch weltfremde Alternativ-Karnevalisten, denen man auf Mittelaltermärkten besonders leicht das Geld aus der Tasche ziehen konnte. Dieser Mangel aus Erfahrung bekräftigte mich auch in der Rassenwahl meines virtuellen Alter Egos - ein Mensch, der Spießer des Fantasy-Rollenspiels.

Das Spiel mit der Sucht

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Zunächst fühlte ich mich wie verloren in der quietschbunten 3D-Comicwelt. Mein Charakter war schwach, aber noch nicht mein Wille. Also fing ich an, meinen noch mäßigen Schatz an Gold und Erfahrungspunkten durch zahlreiche Quests zu bereichern. Schließlich wollte ich mir auch schicke Rüstungs-Klamotten kaufen und nicht gleich umfallen, sobald mich ein verfeindeter Troll auch nur anpustet. Damit war der erste Grundstein gelegt, um hemmungslos einem eigentlich simplen Spielprinzip zu verfallen.

In dunkler Vorzeit war das Jagen und Sammeln für den Menschen noch überlebensnotwendig, heute ist es die wohl beste Möglichkeit, um möglichst viel Geld zu scheffeln. Zumindest für die Spielvermarkter, die das enorme Suchtpotenzial eines "Massive Online Role-Playing Game", kurz MMORPG, billigend in Kauf nehmen und sogar begrüßen dürften. Schließlich ist es mit dem Kauf des Spiels allein nicht getan, denn nach der kostenlosen Probezeit werden monatliche Abo-Gebühren fällig. Und wer süchtig ist, zahlt bereitwillig. Aus diesem Grund zählt auch eine Beschäftigung als Drogendealer nach wie vor zu den lukrativsten.

Das Internet, mein Drogendealer

Das Internet war mein ganz persönlicher Dealer. Nach der wie im Greifenflug vergangenen Testphase ließ ich dort meine Kontodaten für den Bankeinzug und jedes Mal weitere Euro, sobald ein neues Add-on käuflich wurde. Eine Handlung, über die ich gar nicht mehr nachdachte, sondern einfach als absolute Selbstverständlichkeit hinnahm. Wie im Fieber verbrachte ich Stunde und Stunde, Tag um Tag damit, das Image meines "Chars" zu verbessern. Im wirklichen Leben waren mir immer andere Werte als das sture Karrieremachen wichtig, doch die virtuelle Zweitwelt entfachte meinen Ehrgeiz stärker als alles andere zuvor.

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Ersteinmal Hallo an alle! Interessante Berichte die ich hier gelesen habe. Also ich bin 39 und Spiele kein WOW (habe damals warcraft gespielt), aber dafür BF-BC oder MW2.Ich Spiele zwar...

Hallo, ich war auch in der Suchthölle gefangen und spielte sowohl online, wie auch mit verschiedenen Konsolen, bis meine Augen einfach nicht mehr mitmachten und das täglich. Angefangen hat es schleichend, wie...

ich spiele 3 stunden täglich und habe kein problem mal zwei tage nicht zu spielen und hab trotzdem nen guten pala zwerg auf 85.ist mir doch egal ob ich jetzt nen tag länfer brauch für was im spiel oder nicht.

Zitat: Sorry Leute, aber was hier teilweise alles über einen Kamm geschert wird ist echt traurig. Anstatt mal das Gehirn einzuschalten, und über das Problem nachzudenken lieber mal WoW,...

Sorry Leute, aber was hier teilweise alles über einen Kamm geschert wird ist echt traurig. Anstatt mal das Gehirn einzuschalten, und über das Problem nachzudenken lieber mal WoW, Blizzard usw verteufeln...

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