Asus A7S im Test: Santa Rosa-Notebook mit DirectX 10
Schnellerer FSB kein Kaufargument
Im Großen und Ganzen bringt der schnellere Frontside Bus von 800 Megahertz der neuen Intel-Prozessoren kaum bis gar keine nennenswerten Vorteile. Das zumindest zeigt der direkte Vergleich mit anderen aktuellen Notebooks wie dem Asus G1 oder Sony Vaio AR, die auf dem Vorgänger-Chipsatz 945 PM basieren und über einen FSB-Takt von 667 Megahertz verfügen. Bei den reinen CPU-Messungen schneidet das Asus A7S hier nur minimal besser ab. Allerdings gibt es auch andere Mobilrechner wie das Asus W2PC oder W7J, die trotz älterer Technik wiederum knapp vorne liegen.
Auffällig ist jedoch, dass die Transferleistung des Arbeitsspeichers im Schnitt um ein gutes Gigabyte anstieg, was ungefähr dem Niveau eines aktuellen Dual-Core-Notebooks mit AMD-Prozessor wie beispielsweise dem HP Pavilion dv9200 oder Dell Latitude D531 entspricht. Doch nur in den wenigsten Fällen dürfte der Anwender überhaupt einen Unterschied bemerken, bei aufwändiger Multimedia-Bearbeitung etwa. Unter Windows Vista sorgen ein Intel Core 2 Duo mit zwei Gigahertz sowie zwei Gigabyte Arbeitsspeicher ohnehin für ein mehr als ordentliches Geschwindigkeitsgefühl, egal ob ältere oder topaktuelle Technik.
Vier-Kilo-Filigran: Das A7S sieht leichter aus, als es ist.
Im Normalbetrieb rauscht der Lüfter zwar hörbar, aber nicht allzu aufdringlich daher, was trotz leicht gesteigerter Lautstärke auch für die volle Auslastung gilt. Eine schwache Leistung liefert das A7S in Sachen Akkulaufzeit, zwei Stunden und zehn Minuten bei ausschließlich niederen Arbeiten sind einfach zu wenig.
Verspielt
Schön, dass die eingebaute Nvidia-Grafik GeForce 8400M bereits DirectX 10 beherrscht. Schade nur, dass es ambitionierten Zockern herzlich wenig bringen wird, da sie schon mit dem DirectX-9-Titel "Half-Life 2" schnell überfordert ist. Für ruckelfreien Game-Genuss müssen Qualitätsansprüche und -einstellungen ein gutes Stück heruntergeschraubt werden und es ist nicht davon auszugehen, dass künftige DirectX-10-Spiele weniger hohe Grafikanforderungen stellen. Allerdings hat Nvidia auch noch den flotteren 8600M in petto.
Asus A7S im Test
Dank dem eingebauten DVB-T-Tuner lassen sich zusätzlich noch digitale TV-Signale aus der Luft greifen. Eine integrierte Webcam inklusive Mikrofon setzt der üppigen Ausstattung die Krone auf.
Weshalb der separatene Nummernblock trotz der mehr als ausreichenden Platzverhältnisse nicht schon viel früher in ein großes Asus-Notebook kam, kann allenfalls gemutmaßt werden.
Von außen kaum beziehungsweise unsichtbar sind die Möglichkeiten zum schnurlosen Datentransfer via Wireless LAN, Bluetooth und Infrarot.
Zusätzlich wird dieser von einem neuen WLAN-Modul aufgewertet, das dank dem so genannten 802.11n-Standard eine deutlich schnellere oder weitreichendere Datenübertragung per Funk ermöglicht.
Hinten HDMI, analoger Monitorausgang, vier USB-Ports und S-Video, links Speicherkartenleser, ExpressCard, Gigabit-Netzwerk, zahlreiche A/V-Anschlüsse und noch einmal USB.
Zweifellos macht das anthrazitfarbene Chassis mit seinen silbernen Rändern und edlen Details wie dem Alu-Einschaltknopf oder der schwarz verspiegelten Leiste am vorderen Rand eine Menge her. Weitaus interessanter ist allerdings dessen Inhalt.
Es grenzt an eine ingenieurische Meisterleistung, wie viele Anschlüsse hier auf engstem Raum untergebracht wurden.
Auf den Schon-wieder-Effekt beim ersten Augenkontakt mit dem A7S folgt nach kurzer Zeit das Aha-Erlebnis. Zwar entspricht das gefällige Design des 17-Zoll-Notebooks weitgehend dem der anderen Vertreter der Asus-A7-Serie, besitzt aber einen entscheidenden Vorzug - einen separaten Nummernblock.
Mehr geht auch in puncto Verarbeitungsqualität kaum. Darauf gibt das A7S bereits im geschlossenen Zustand einen kleinen Vorgeschmack: Das von zwei Haken gehaltene Display liegt bombenfest auf und wackelt nicht.
Bei der gebotenen Ausstattung mit massig Arbeits- und Fesplattenspeicher, digitalem Fernsehempfang und HDMI bleibt selbst den meisten ausgewachsenen PCs nur das Nachsehen übrig. Außerdem entdeckte Asus endlich, wie praktisch ein vollwertiger Nummernblock sein kann.
Doch nicht bloß das Notebook selbst platzt fast aus allen Nähten, auch das mitgelieferte Zubehörpaket. Dazu gehören außer einer Fernbedienung für das Windows Media Center noch eine Fernsehantenne, ein S-Video-Kabel sowie ein Adapter von HDMI auf Composite.
Obwohl es schon bei der vorherigen Generation des Core 2 Duo keinen Leistungsmangel zu beklagen gab, setzt Intel noch einen drauf und erhöht den Frontside Bus (FSB) von 667 auf 800 Megahertz. Um die gesteigerte Geschwindigkeit auch ausnutzen zu können, muss ein frischer Chipsatz als Grundlage her, der Mobile PM965.
Die vier Kunststoffknöpfe unter dem Display wichen einem erheblich wertigeren Metall-Quartett am linken Rand, kombiniert mit vier großen blauen Statusleuchten.
Es gibt nur wenige Dinge, die dieses Notebook nicht hat. Im A7S stecken gleich drei technische Neuerungen auf einmal: schnellerer Intel-Prozessor, flotteres WLAN und sogar DirectX-10-fähige Grafik.
Bei voll aufgedrehten Stereo-Klangkörpern kann das A7S auch schon einmal laut werden, hat dann aber mit übersteuerten Höhen zu kämpfen. Immerhin hört es sich insgesamt besser an als die meisten Mittelklasse-Notebooks, aber in der 17-Zoll-Klasse gibt es auch wohlklingendere Exemplare. Im Standardmodus sorgt das Display für eine unterkühlt grelle Videowiedergabe, dafür erzeugt das voreingestellte "Theater"-Profil deutlich schönere Bewegtbilder. Die vier Tasten zur Wiedergabesteuerung lassen sich auch bei geschlossenem Deckel noch bequem bedienen.

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