Spieletest: Two Worlds

Der Tod ist kein Beinbruch

Sind die Möglichkeiten bei der Charaktererstellung anfangs begrenzt, stehen dem Helden bei seiner Weiterentwicklung viele Wege offen. Erfolgreiche Kämpfe und absolvierte Quests - darunter Originelles wie das Klauen einer Unterhose - füttern das Konto mit Erfahrungspunkten. Basiswerte wie Stärke (Krieger) oder Willenskraft (Magier) helfen beim Veredeln der angestrebten Klasse. So genannte Skillpoints gehen in aktiven und passiven Fähigkeiten auf, behandeln Aspekte wie Anschleichen, Taschendiebstahl, Waffenkunde, Schwimmen oder Reiten.

Die Vorfreude, sich mittels Pferden und Echsen fortzubewegen, verpufft sprichwörtlich im Galopp. Konsequenterweise hätte dieses Feature so nicht in die Verkaufsversion gelangen dürfen. Schon kleinere Felsen und ähnliche Hindernisse reichen aus, selbst den stärksten Gaul aus dem Tritt zu bringen. Im schlimmsten Fall es geht weder vor noch zurück. Was ratlosen Reitern in solchen Situationen bleibt, ist absteigen, ein paar Meter laufen und hoffen, dass sich der tierische Begleiter, dem Pfiff seines Halters folgend, aus der unsichtbaren Falle löst.

Two Worlds


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Reittiere sind aber nicht nur schnelles Fortbewegungsmittel. Ihre Satteltaschen bieten zusätzlichen Stauraum für Waffen und Gegenstände, die das Spiel in ungeheurer Zahl bietet und deshalb wie "Diablo" den Sammeltrieb weckt. Im Kampf haben berittene Helden ebenfalls Vorteile. Zum einen haben es Feinde schwerer, den Spieler in erhöhter Position zu attackieren, ferner verursachen Waffen mehr Schaden, werden sie vom Sattel aus geschwungen.

Unabhängig davon ist das Kampfsystem simpel - und kurzweilig. Ausgeteilt wird mit der linken Maustaste, häufig verwendete Tränke, Zaubersprüche oder Talente können frei zusammengestellt und über Hotkeys aktiviert werden. Ist der Gegner einmal zu stark gewesen oder zu zahlreich, stirbt es sich unbeschwert. Unweit des Tatorts feiern Totgeschlagene Auferstehung, ohne Ladezeiten, ohne Erfahrungspunkte oder Ausrüstung einzubüßen.


Gesichtsanimationen und Renderfilme könnten feiner sein. Besonders die gefangene Schwester, die regelmäßig an düsteren Knotenpunkten zu finden ist, sieht aus, als hätten ihre Entführer sie mit Cortison behandelt.

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