Kamera für Individualisten

Im Test: Leica Digilux 3

Mit der Leica Digilux 3 hat der Fotograf das Gefühl, eine Kamera aus längst vergangenen Tagen vor Augen zu haben. So deutlich unterscheidet sich der kantige, vom Objektiv dominierte Bolide optisch von den meisten aktuellen digitalen Spiegelreflexmodellen anderer Hersteller. Doch unter dem Edelstahlgehäuse verbergen sich keineswegs nur altmodische Features, sondern eine Mischung aus bewährten und innovativen Elementen.

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Leica Digilux 3 im Test
Leica Digilux 3 im Test

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Gehäuse mit Charakter
  2. 2Der FourThirds-Standard
  3. 3Das Kit-Objektiv
  4. 4Bedienung
  5. 5Aufnahmequalität
  6. 6Fazit

Gehäuse mit Charakter

Anders als die weit verbreitete Form mit dem charakteristischen Buckel des Pentaprismas hat die Digilux 3 eher die Form eines Quaders, mit elegant abgerundeten Ecken und einer wohl ausgeformten und trotzdem dezenten Griffwulst an der rechten Vorderseite. Der Strahlengang wird seitlich durch die Kamera geführt und ermöglicht so diese puristisch anmutende Formgebung. An der Vorderseite findet sich der Knopf zum Lösen des Wechselobjektivs, ansonsten fällt der Blick frei auf das lichtstarke und sehr hochwertig gearbeitete Vario-Elmarit-Objektiv, das zum Kit gehört. Auf der Rückseite zeigen sich die Bedienelemente wesentlich zahlreicher und lassen erkennen, dass die Kamera vielseitige Einstellungen ermöglicht.

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Die Rückseite der Digilux 3 wird dominiert von zahlreichen Knöpfen. Dafür hat der Fotograf keine Doppelbelegungen. (Foto: Leica)

Der FourThirds-Standard

Leica ist Mitglied im FourThirds-Konsortium, dem auch die Kamerahersteller Fuji, Kodak, Olympus, Panasonic, Sanyo und Sigma angehören. Der FourThirds-Standard wurde speziell für die digitale Fotografie entwickelt, arbeitet mit einem kleineren Bildkreis als die meisten anderen Hersteller und ermöglicht so die Konstruktion kompakter und leichter Objektive, die trotzdem hohe Lichtstärken bieten.

Leica Digilux 3

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Durch die Standardisierung des Bajonetts und des Auflagemaßes können FourThirds-Objektive auch an Kameras eines anderen Herstellers verwendet werden, solange die Kamera dem Standard entspricht. So können an die Digilux 3 beispielsweise Objektive des Olympus E-Systems angesetzt und verwendet werden oder das Leica Vario-Elmarit der Digilux an eine Olympus E-Kamera. Die Diagonale des FourThird-Sensors ist circa halb so lang wie die Diagonale eines 35-Millimeter-Films, sodass ein Verlängerungsfaktor von 2 berücksichtigt werden muss: Eine 14-Millimeter-Brennweite resultiert in kleinbildäquivalenten 28 Millimetern.

Die Ausstattung der Digilux 3

Der FourThirds Live-MOS-Sensor der Digilux 3 hat physikalische Abmessungen von 17,3 x 13 Millimetern und bietet 7,5 Millionen effektive Pixel. Das Seitenverhältnis kann vom Fotografen auf 3:2 oder 16:9 umgeschaltet werden, allerdings nur unter Verwendung des Live View auf dem Kameradisplay, da der Sucher bei Spiegelreflexkameras optisch und nicht elektronisch ist. Beim Umschalten des Seitenverhältnisses wird die Auflösung in der Höhe reduziert und resultiert in maximal 6,5 (3:2) beziehungsweise 5,5 (16:9) Megapixeln pro Aufnahme. Die Bildkomposition nimmt der Fotograf wahlweise klassisch durch den Sucher vor oder mit Hilfe eines Live-Bildes auf dem 2,5 Zoll großen LC-Monitor, der mit 207.000 Pixeln eine angemessene Auflösung hat.

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