Neue Plattform gegen Treibhaus-Gase
Grünes Web 2.0: Klima retten mit Yahoo
Yahoo will seinen Nutzern mit Web 2.0-Techniken zum Energie-Sparen ermuntern. Der Internet-Riese hat dazu eine neue Web-Plattform zum kollektiven Kampf gegen den Treibhaus-Effekt gestartet.
Umweltschutz ist nicht mehr nur etwas für technophobe Ökos mit Wollpullovern und Jutetaschen. Spätestens seit Al Gores preisgekröntem Film "An Inconvenient Truth" wissen wir, dass globale Erwärmung auch ein Thema für Powerpoint-User und andere Technikfreunde ist. Yahoo hat sich deshalb jetzt des Themas mit einer "Yahoo Green" genannten Webseite im Web 2.0-Stil angenommen, die das Reduzieren der eigenen Kohlendioxid-Bilanz zu einer kollektiven Anstrengung macht.
Glühbirnen und Mehrweg-Becher
Nutzer können sich dazu auf Yahoo Green einen persönlichen Aktionsplan zusammenklicken. Die Webseite bietet eine Auswahl kleinerer und größerer Vorsätze, die den eigenen Alltag umweltfreundlicher machen können. So können Nutzer angeben, dass sie das Außenlicht ihres Hauses mit einer sparsamen Glühbirne ausstatten oder in Zukunft beim Starbucks um die Ecke einen Mehrweg-Becher nutzen wollen.

Gemeinsam gegen die Erderwärmung: Yahoo Green
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Yahoo Green rechnet dabei mit, wie diese einzelnen Schritte ganz konkret die eigene Umweltbilanz beeinflussen. Das Ergebnis ist oftmals überraschend: Wer hätte schon gedacht, dass sich mit einem defensiveren Fahrstil mehr als eine halbe Tonne CO2-Ausstoß pro Jahr vermeiden lässt?
Webseite mit Auto-Werbung
Der eigene Plan lässt sich auf Yahoo.com abspeichern. Die Webseite gibt dazu abschließend noch Tipps, wie sich die selbst gesteckten Ziele erreichen lassen. Zusätzlich summiert Yahoo Green alle persönlichen Vorsätze, um zu errechnen, wie groß der Effekt all seiner Nutzer zusammen sein könnte.
Yahoo Green ist dabei leider sehr auf die USA fixiert. Nutzer müssen eine US-Postleitzahl angeben, um ihren Beitrag geltend zu machen. Doch wer ganz einfach "00000" eingibt, wird trotzdem gezählt, ohne damit die Öko-Bilanz von Boston oder Detroit zu verfälschen. Ganz uneigennützig ist Yahoos grüne Webseite übrigens nicht. Der Konzern nutzt die Plattform für Anzeigenschaltungen. Beworben wird dabei Fords neuer SUV - ein überdimensionierter Wagen, der trotz benzinsparendem Hybrid-Motor immer noch bis zu acht Liter auf hundert Kilometer verbraucht.

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