Sony Vaio N21Z im Test: Notebook pur
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Gäbe es die Möglichkeit, sowohl Berührungs- als auch Geräuschempfinden bei jedem Touchpad-Manöver automatisch abzustellen, stünde der Mausersatz höchstwahrscheinlich weitaus besser da. Doch leider verspielen die knackig ansprechenden Tasten ihren hochwertigen Eindruck durch übermäßig laute Klickgeräusche. Als ob sie alle Welt unbedingt über ihre Taten informieren müssten - mahnend erhobene Zeigefinger beim Bibliotheks-Einsatz nicht ausgeschlossen.
Ein verwandtes Schicksal ereilt auch das Bedienfeld. Weder hakt es, noch arbeitet es zu ungenau, doch es hört und fühlt sich an wie feines Schmirgelpapier. Dagegen ist das Schreiben auf dem weiß-grauen Keyboard eine echte Wohltat. Dazu bei tragen in erster Linie die überaus exakten Druckpunkte und der feste, wertige Widerstand der Tasten. Allerdings gehen sie im Vergleich zu anderen aktuellen Sony-Notebooks wie dem Vaio AR und Vaio C2 etwas lauter zu Werke, was an der ungünstigen Akustik des umliegenden Baumaterials liegen mag.
Sony Vaio N21Z im Test: Notebook pur
Am weißen Deckel ist die geschwungene Handschrift Sonys erst auf den zweiten Blick an den gleichfarbigen Vaio-Lettern erkennbar. Trotz der leicht abgerundeten Kanten erweckt das 15,4-Zoll-Notebook einen insgesamt sehr eckigen Eindruck.
Mit der Vaio N-Serie will Sony scheinbar klarstellen, dass Apple nicht die Alleinherrschaft auf puristische, weiß lackierte Notebooks besitzt. Es setzt auf ein simples aber dennoch gefälliges Design, gepaart mit ordentlicher Ausstattung und preiswerten Anschaffungskosten.
Satte zwei Gigabyte Arbeitsspeicher stillen den Hardware-Hunger von Windows Vista, unterstützt von einem Dual-Core-Prozessor aus dem Hause Intel - und das für vertretbare 1.000 Euro.
Auf den ersten Blick verfehlt das geradezu offensiv simple Design nicht einen gewissen Reiz, bei genauerem Hinsehen stört der starke Plastik-Charakter hingegen besonders das ansehnliche Interieur.
Spiegelbild
Sony zählt zu den ersten Herstellern, die auf hochglänzende Bildschirme setzten und behält diese Tradition auch weiterhin konsequent bei. Das von den Japanern auf den Namen "X-black" getaufte Verfahren soll vornehmlich die Schärfe steigern und den Farben mehr Substanz verleihen. Ersteres scheint definitiv gelungen, doch leider hapert es bei Letzterem, denn trotz stark spiegelnder Bildfläche wirken die Farben recht blass und kraftlos. Auch die unregelmäßige Ausleuchtung lässt eine Menge Spielraum nach oben, da großflächige Verläufe deutliche Hell-Dunkel-Schwankungen aufweisen.
In Sachen Luminanz und Blickwinkelabhängigkeit ist das 15,4-Zoll-Display ebenfalls keine allzu große Leuchte. Im Grunde lässt es nur eine einzige Arbeitsweise zu - Helligkeitsregler auf Anschlag bei maximal einem Zuschauer, dem Benutzer selbst. Von der Seite betrachtet erscheint das Bild teilweise wie ein Foto-Negativ aus dem analogen Zeitalter sowie mit einem leichten Ölfilm überzogen, während auf vertikale Abweichungen eine entweder zu helle oder dunkle Darstellung folgt.
Vorwärtsdrang
Was die Leistung angeht, leistet sich das Vaio N21Z keine nennenswerten Schwächen. Dass die aktuelleren Core-2-Duo-Generationen bei der Video- und Bildbearbeitung zweifellos besser abschneiden, spielt ohne entsprechende Ambitionen überhaupt keine Rolle. Im Normalbetrieb mit Internet-Browser, Office-Software und Co. gibt es zu keiner Zeit mangelnde Geschwindigkeit zu beklagen.
Ein voll spieltauglicher Mobil-PC ist in der nur knapp vierstelligen Preisklasse derzeit ohnehin nicht zu bekommen, was die geringe Game-Performance als eher sekundär abstempelt, dafür sind Adventure-, ältere oder weniger anspruchsvolle Titel dennoch problemlos möglich. Was die Geräuschkulisse angeht, stellt das Mittelklasse-Notebook selbst sensible Lauscher zufrieden: Unausgelastet dreht der Lüfter nahezu unhörbar und bleibt sogar bei vollem Leistungsabruf noch ausgesprochen leise.
Obwohl der Stromhunger erfreulich niedrig ausfällt, verhindert der schwache Akku eine lange Laufzeit und verbraucht seine letzten Reserven selbst bei geringer Belastung bereits nach knapp zweieinhalb Stunden. Die optionale Energieversorgung mit 7.200 statt 4.400 Milliamperestunden dürfte zwar für ein deutlich verbessertes Durchhaltevermögen sorgen, bedeutet aber leider Mehrkosten von weit über 300 Euro.

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