"Sehr geehrter Seiteninhaber oder Webmaster"

E-Mail von Google erschreckt Webmaster: Spam oder echt?

E-Mail von Google erschreckt Webmaster: Spam oder echt? Jeder, der eine Webseite betreibt, könnte in diesen Tagen eine Mail von Google im Postfach gehabt haben. Der Inhalt ist für den Seitenbetreiber wenig erfreulich: Google erklärt, dass die eigene Seite wegen unerlaubter Optimierungen aus dem so wichtigen Googleindex geflogen sei. Der Hintergrund dieser Mail ist besonders perfide.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Bestrafung oder Zufall?
  2. 2Echt oder Fake?
  3. 3Die Mail im Wortlaut
  4. 4Fazit: Ruhe bewahren

Bestrafung oder Zufall?

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Denn nicht wenige Webmaster bangen ohnehin momentan um ihren Stand beim Marktführer der Suchmaschinen. Denn viele Domains schwanken zurzeit erheblich bei der Reihenfolge der Suchergebnisse, was vielen Seitenbetreibern schon Sorgenfalten auf die Stirn gebracht haben dürfte. Diese E-Mail liefert eine vermeintliche Erklärung für das Phänomen. Und bestätigt vermutlich die schlimmsten Befürchtungen der Betreiber.

"In regelmäßigen Abständen überprüft Google seinen Index. Im Moment haben wir auch eine Qualitätsoffensive gestartet", erklärt Stefan Keuchel, Pressesprecher von Google Deutschland auf Anfrage von netzwelt. Die Suchmaschine optimiert derzeit also den Index und wirft auch tatsächlich Seiten aus diesem heraus, die gegen die Regeln verstoßen. Eine derartige Mail legt zu einem solchen Zeitpunkt also den Finger in die Wunde der Webmaster. Besonders tückisch: Der Wortlaut der entsprechenden Mail enthält tatsächlich den Originaltext, den Google in solchen Fällen verwendet. Auch die Links im Text sind authentisch und keine Phishing-Versuche.

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Der Vorwurf an den Webmaster - Hervorhebungen durch netzwelt
(Klick vergrößert)

Echt oder Fake?

Wie kann man nun herausfinden, ob die erhaltene E-Mail echt oder ein Fake ist? Da wäre zunächst der alte Trick: der Dateianhang. Die Spamvariante enthält in vielen Fällen die Datei "google webmastertools.zip" huckepack. Wenig überraschend: ein Trojaner. "Google versendet keine E-Mails mit Exe-Dateien im Anhang und unter dem Absender Donotreply@gmail.com", erklärt Keuchel. "Empfängern der gefälschten E-Mail empfehlen wir, den Anhang nicht zu öffnen".

Was steckt hinter dieser Spam-Attacke und warum wirkt die Fälschung so authentisch? Die mögliche Erklärung: "Wahrscheinlich hat ein betroffener Webmaster die Original-E-Mail so verändert und an viele Empfänger weitergeleitet", vermutet Stefan Keuchel von Google. Betroffenen rät er: "Wir empfehlen Webmastern, unsere Tools der Webmaster-Zentrale oder von sitemaps.org zu nutzen. Dort kann man über ein XML-Format mit Google kommunizieren."

Die Mail im Wortlaut

Betreff: Entfernung Ihrer Webseite www.Domain.de aus dem Google Index Datum: Wed, 09 May 2007 19:07:06 +0100 Von: Google Search Quality DO NOT REPLY An:

Sehr geehrter Seiteninhaber oder Webmaster der Domain www.Domain.de,

bei der Indexierung Ihrer Webseiten mussten wir feststellen, dass auf Ihrer Seite Techniken angewendet werden, die gegen unsere Richtlinien verstossen. Sie finden diese Richtlinien unter folgender Webadresse:

http://www.google.de/webmasters/guidelines.html

Forum

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 10 Beiträge

Ich habe gestern auch die viel diskutierte Mail erhalten und auf meiner heutigen Suche nach einer Erklärung bin ich auf dieses Forum gestoßen. Ich muss schon sagen - höchst unterhaltsam :o) Immerhin...

Wer sagt denn, dass die "Qualitätsoffensive" etwas mit der Aktivität der Google-Bots zu tun hat? Es wird am Algorithmus geschraubt, an den Bewertungskriterien, die (für google) als Maßstab für guten...

Zitat: An Person #1: Du darfst mich Gott nennen... ;) Oder FreewareGuide. Oder Thorsten. Zitat: Zitat aus der Nachricht: "In regelmäßigen...

An Person #1: Zitat aus der Nachricht: "In regelmäßigen Abständen überprüft Google seinen Index. Im Moment haben wir auch eine Qualitätsoffensive gestartet", erklärt Stefan Keuchel,...

Zitat: An Person #2: Richtig erkannt, mir ist es mehr als egal wie meine Signatur heute aussieht. Mit deiner zweiten Vermutung liegst du daneben. Da hilft das Smilie auch nicht, weil du hier...

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