Traditions-Messsucherkamera endlich digital
Digitalkamera: Leica M8 im Test
Der Auftritt der ersten digitalen Messsucherkamera des deutschen Traditionsunternehmens Leica wurde sehnlichst erwartet. Als neues Topmodell ist die M8 seit ihrem Erscheinen heiß debattiert worden, unterliegt sie als Leica M-Kamera doch dem hohen Maßstab, die Qualität der herausragenden Optiken einzufangen und in digitale Werte zu übersetzen. Ob die M8 diese hohen Erwartungen erfüllt, zeigt der netzwelt-Test.
Inhaltsverzeichnis
Die Wurzeln
Seit die Ur-Leica 1914 auf den Markt kam, haben sich Leica-Kameras um den Verschluss und das fotografische Prinzip herum entwickelt. Nach den Schraub-Leicas zeichnete sich das M-System seit dem ersten Modell, der 1954 vorgestellten M3, durch Simplizität aus: schnörkellose Kameras, die intuitiv zu bedienen sind und sich in den Interaktionsprozess zwischen Augen, Hirn und Hand des Fotografierens einfügen. Der Fotograf wurde von Leica stets in den Mittelpunkt gerückt, die Kamera stellte als Werkzeug den verlängerten Arm seines Bild-Gedankens dar. So soll auch die M8 durch Konzentration auf das Wesentliche ein spontanes Arbeiten ermöglichen, dabei nicht unzählige Features liefern und durch doppeltes Belegen der Funktionstasten den Fotografen mehr zum Menümeister denn zum Bildschöpfer machen.
Klassisches Erscheinungsbild, starke Wurzeln und intuitives Bedienkonzept, das sind die Gene der digitalen Leica M8. Foto: Leica
Oskar Barnack konstruierte die erste Kleinbildkamera ursprünglich als Belichtungsmesser für den Bewegtfilm. Daraus wurde die Urleica (1914), später die Schraubleicas, hier die Leica III von 1933 und ab 1954 das M-System. Foto: Leica
Ebenso Teil der Philosophie des M-Systems ist die größtmögliche Kompatibilität der Objektive durch die Kameragenerationen. Dabei soll die optische Qualität nicht schlechter werden, was speziell bei einem Wechsel in die Welt der Sensoren eine Herausforderung ist, weil die Lichtstrahlen möglichst senkrecht auftreffen müssen und sich Farbstreuungen ungleich stärker auswirken als auf Film. Der CCD in der M8 wurde deshalb den Anforderungen des Objektivsystems der M-Leicas angepasst. Außerdem werden neue M-Objektive von Leica mit einer optischen Kennzeichnung versehen, über die sowohl die Brennweite erkannt und in die EXIF-Daten geschrieben werden kann, als auch die kamerainterne Bildverarbeitung ans spezifische Objektiv angepasst wird. Die meisten älteren Leica Objektive für das M-System können auch nachträglich farbkodiert werden.
Der von Kodak gefertigte CCD ist kleiner als das klassische Filmformat. Dies resultiert in einem Verlängerungsfaktor von 1,33. Die Objektive werden mit einer optischen 6-bit-Kodierung versehen, damit die Kamera linsenspezifische Fehler ausgleichen und die Brennweite in die Exif-Daten übertragen kann. Fotos: Leica

:hmmm: Da bin ich anderer Meinung. In Puncto Auflösung kann es kein Sensor mit gutem Analogmaterial aufnehmen. Die Spitze dessen, was analog überhaupt machbar ist, stellt zur Zeit der...
ja, die qualität reicht an die analogen m's heran
reicht die bildqualität der der mit leica m-objektiven gemachtzen auchnahmen mit der digi m8 an jene heran, die mit der analogen m6 gemacht wurden? a.r.
Stimmt schon ... Ich werde mich wohl auch weiterhin mit meiner Leica-light zufriedengeben. Da gab es mal eine Kooperation zwischen Leica und Minolta, aus der zwei Schwestermodelle,...
... du sagst es King, 4000,- ist ein netter Betrag. Aber ich denke, dass ein Umstieg nur sinnvoll wäre, wenn entsprechendes Objektivmaterial schon vorhande ist. Sonst kommen dafür doch auch nochmal tausende von...