Stimmungsvoll und natürlich
Fototipp: Available Light-Fotografie
Digitalkamera
Der Begriff "Fotografie" kommt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie "mit Licht zeichnen". Alle auf Chip oder Film aufgezeichneten Eindrücke sind durch einen Lichtabdruck erzeugt worden. Wenn sich das Licht ändert, verändern sich die Farben und die Stimmung der Fotos gleichermaßen. Ohne künstliche Beleuchtungsquellen einzusetzen, kann der Fotograf so ein und dasselbe Motiv sehr unterschiedlich inszenieren, wenn er einfach mit dem Farbkasten der Sonne spielt.
Streng genommen müsste eigentlich jedes Foto, das ohne Blitz, Aufheller oder andere künstliche Lichtquellen aufgenommen wurde, als Available Light-Foto bezeichnet werden. Tatsächlich aber bezeichnet man gemeinhin die Nachtfotografie, Aufnahmen in der "Blauen Stunde" sowie die Theater- und Konzertfotografie als Available Light-Fotografie - also das Fotografieren nur mit dem vorhandenen Licht, das die Szenerie bietet. Dabei ist es egal, ob das Licht künstlichen oder natürlichen Ursprungs ist.
Inhalt
Aufgrund des geringen Lichts in Dämmersituationen oder auf partiell beleuchteten Theaterbühnen muss der Fotograf sein Equipment an die langen Belichtungszeiten anpassen und wird häufig auf ein Stativ angewiesen sein, um die vielfältigen Farben der untergehenden Sonne oder einer städtischen Neonbeleuchtung einzufangen. Anders als mit einem Blitzgerät, das den Vordergrund stark aufhellt und die Kontraste übermäßig erhöht, kann eine Langzeitbelichtung den besonderen Reiz einer vielfarbigen Großstadt-Silhouette glaubhaft einfangen.
Unterschiedliche Lichtquellen senden Licht in verschiedenen Frequenzen aus, das vom menschlichen Auge zwar als weiß wahrgenommen wird, tatsächlich aber von der Farbigkeit ganz unterschiedlich ist. Jede Farbe besitzt eine Wellenlänge und eine eigene Charakteristik. Das kurzwellige blaue Licht wird als kühl empfunden, während das langwelligere rote Licht Wärme vermittelt. Je mehr Anteile einer bestimmten Farbe im Spektrum des scheinbar weißen Lichts enthalten sind, desto farbiger ist es, auch wenn das menschliche Auge dies nicht so wahrnimmt.
Eine Kamera hingegen sammelt und speichert Licht und dessen Farbigkeit. Daher sind Fotos in Innenräumen häufig von rötlicher Stimmung geprägt - eine Glühlampe hat warmes, langwelliges Licht, ähnlich wie die noch wärmeren Kerzenlichter. Neonröhren wiederum gibt es in unterschiedlichen Frequenzen, die von den Kameras als grünlich oder bläulich, seltener inzwischen auch als rötlich aufgezeichnet werden. Bei vorhandenem Tageslicht fallen diese Lichtfarben auf Fotos kaum auf.
Available Light Fotografie
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