Robuster Begleiter: Olympus Mju 780 im Test

Fotografieren

Schnelle Action erfordert schnelle Kameras und dazu gehört die Mju 780 zweifelsohne: Nur 1,5 Sekunden Einschaltzeit sind etwas Besonderes, vor allem wenn dann auch sofort das erste Foto aufgenommen werden kann. Der Autofokus erledigt seine Arbeit in einer Zeit von unter einer halben Sekunde und eine Auslöseverzögerung ist nicht zu bemerken. Nicht vorfokussierte Motive lichtet die Olympus schnappschusstauglich ab. Der Geschwindigkeitsrausch geht weiter: Die Highspeed-Serienbildfunktion schafft in reduzierter Auflösung, von immer noch drei Megapixel, echte vier Bilder pro Sekunde. Im Test wurde nach 40 Fotos in Folge der Finger vom Auslöser genommen. Bei voller Auflösung ist eine Serienbildgeschwindigkeit von einem Bild pro Sekunde möglich.

Unter freiem Himmel macht die Mju eine gute Figur, kein Wunder, denn dort soll sie sich dank ihrer Wetterfestigkeit ja besonders wohl fühlen. Das Display ist im direkten Licht noch ausreichend ablesbar. Ein wenig mehr zuschaltbare Helligkeit wäre jedoch wünschenswert gewesen. Das Hyper Crystal LCD, so die Olympus Bezeichnung für den Bildschirm, gibt Fotos in kräftigen Farben und gutem Kontrast wieder. Die Bedienelemente sind eindeutig zu handhaben und lassen den Nutzer schnell durch die Kameramenüs wechseln. Was Olympus mit der Guide-Funktion anfängt, führen die logisch strukturierten und sinnvoll beschrifteten Einstellungsmenüs fort.

Werbung

4 350 1178972553

Die Bedienung der Olympus macht dank der Guide-Funktion auch Anfängern schnell Spaß. Selbst absolute Technikmuffel dürften spielend leicht gelungene Fotos hinbekommen.

Der Anfänger, der seine Kamera derart verstellt hat, dass seine Fotos nicht mehr gelingen, findet direkt im Hauptmenü mit der Option "Rückstellen" die passende Lösung für sein Problem und kann die Einstellungen auf den Standard zurücksetzen. Auch ein Lautlos-Modus ist hier als eigener Punkt aufgeführt, wunderbar schnell zu erreichen, wenn man mal schnell ein paar Bilder in einer Kirche oder anderen ruhigen Orten machen möchte. Die Bildstabilisierung arbeitete im Test verlässlich und verhalf zu Fotos mit natürlicher Lichtstimmung.

Olympus Mju 780

Bild 1 von 7
Olympus Mju 780 im Test
Bild vergrößern

Olympus Mju 780 im Test

Bild 2 von 7
Olympus Mju 780 im Test - Ein fünffach optisches Zoom sorgt für Vergrößerung über dem normalen Standard.
Bild vergrößern

Ein fünffach optisches Zoom sorgt für Vergrößerung über dem normalen Standard.

Bild 3 von 7
Olympus Mju 780 im Test - Das 2,5 Zoll Hyper Crystal LCD sorgt für klare Farben und gute Schärfe. Ein wenig mehr Displayhelligkeit wäre aber dennoch wünschenswert gewesen.
Bild vergrößern

Das 2,5 Zoll Hyper Crystal LCD sorgt für klare Farben und gute Schärfe. Ein wenig mehr Displayhelligkeit wäre aber dennoch wünschenswert gewesen.

Bild 4 von 7
Olympus Mju 780 im Test - Regen und Spritzwasser machen der Mju 780 nichts aus. Eine wunderbare Erweiterung der Einsatzmöglichkeiten.
Bild vergrößern

Regen und Spritzwasser machen der Mju 780 nichts aus. Eine wunderbare Erweiterung der Einsatzmöglichkeiten.

Bild 5 von 7
Olympus Mju 780 im Test - Die Bedienelemente der Olympus leuchten in der Dunkelheit. Ein sinnvolles Extra, das dazu noch gut aussieht.
Bild vergrößern

Die Bedienelemente der Olympus leuchten in der Dunkelheit. Ein sinnvolles Extra, das dazu noch gut aussieht.

Bild 6 von 7
Olympus Mju 780 im Test - Klein in den Maßen, aber leider auch klein was die Akkulaufzeit anbelangt: nur 150 Fotos sind mit einer Ladung möglich.
Bild vergrößern

Klein in den Maßen, aber leider auch klein was die Akkulaufzeit anbelangt: nur 150 Fotos sind mit einer Ladung möglich.

Bild 7 von 7
Olympus Mju 780 im Test - Klein robust und leistungsstark: Olympus liefert wetterfesten Fotospaß.
Bild vergrößern

Klein robust und leistungsstark: Olympus liefert wetterfesten Fotospaß.


Ein Motivprogramm, für Aufnahmen bei geringer Umgebungshelligkeit, schafft es mittels Pixelbündelung sogar ISO 2500 zu realisieren. Die Aufnahmen mit diesem Programm bestechen durch tolle Lichtstimmung, wirken aber etwas weich und detailarm. Für Abzüge im Format 10 x 15 Zentimeter sind die Fotos aber noch gut zu verwenden. Fotos unter normalen Aufnahmebedingungen fertig die Mju in hoher Qualität an, Schärfe, Farben und Kontrast entsprechen voll den Erwartungen. Der Makromodus eröffnet begeisternde Möglichkeiten in der Welt der kleinen Dinge und macht wirklich Spaß. Hohe ISO-Empfindlichkeiten bis ISO 1600 stellt die kleine Mju für Kompaktkameraverhältnisse in guter Qualität dar.

Die Option, Fotos in ihren Tiefen, also den dunklen Partien, schon während der Aufnahme aufzuhellen, gefiel mit guten Ergebnissen. Besonders in Situationen, wo ein Blitz unangebracht oder verboten ist, lässt sich mit dieser Funktion ein Blitzlicht ansatzweise simulieren und hellt die wichtigsten Bildbereich auf. Die Filmaufnahmen mit der Mju 780 konnten im Test nicht überzeugen. Sobald Bildbereiche bestimmte Helligkeitswerte überschritten, waren Bildstörungen über das gesamte Bild verteilt zu beobachten. Da die Videoaufnahme in hoher Qualität auch auf zehn Sekunden beschränkt ist, kann die Filmfunktion der Mju 780 nicht als Mehrwert bezeichnet werden.

Links zum Thema