Robuster Begleiter: Olympus Mju 780 im Test
Einstellungen
Die mechanische Stabilisierung wird durch eine elektronische High-ISO-Funktion ergänzt und soll so auch bei Motiven in Bewegung für scharfe Fotos sorgen. Filmaufzeichnung ist in einer Auflösung von 640 x 480 Pixeln bei 30 Bildern pro Sekunde mit Ton möglich und wird im Avi-Format auf der Speicherkarte platziert. Leider ist die Dauer einer Filmsequenz in höchster Qualität auf zehn Sekunden limitiert, in niedrigeren Auflösungen filmt die Mju aber, bis die Karte voll ist.
Was nutzen einem vielfältige Möglichkeiten, Kameraeinstellungen und unzählige Betriebsmodi, wenn gar nicht bekannt ist, was diese im Foto verursachen? "Ja, aber die Bedienungsanleitung gibt doch Aufschluss darüber", könnte die clevere Antwort darauf lauten. Aber will man diese immer dabei haben? Natürlich nicht. So oder so ähnlich könnten die Ingenieure von Olympus damals gedacht haben, als der "Guide-Mode", zu deutsch geführter Hilfsmodus, entwickelt wurde. Als echte Mju ist natürlich auch Modell 780 mit diesem Modus ausgestattet und führt daher eine Art integrierte Bedienungsanleitung mit sich. Die Kamera leitet mit einem Frage-Antwort-Spiel durch das Guide-Menü an dessen Ende für die bestimmte Situation die optimale Einstellungen gewählt wird.
Über das Menürad wird die Guide-Funktion angewählt. Eine Aufnahme mit natürlicher Lichtstimmung soll entstehen, also wird "Natürliche Belichtung" gewählt. Nun muss die Kamera noch wissen, wo das Foto entsteht, in diesem Fall ist es draußen im Schatten. Am Ende wird das Ganze bestätigt und die Kamera ist nun optimal für eine derartige Aufnahme eingestellt. Einfacher geht es fast nicht mehr.
Wer schon genauer weiß, was er will, der findet sich in den Motivprogrammen der Kamera schnell zurecht. Zahlreiche Einstellungen garantieren die bestmöglichen Aufnahmeparameter für die gängigsten Situationen. Mit dabei sind natürlich Programme für Porträt-, Landschafts-, Nacht- und Feuerwerksfotos. Mehrere Programme für die Unterwasserfotografie deuten auf die besonderen Tauchfähigkeiten der Kamera. Diese kann sie aber nur mit dem optional erhältlichen Unterwassergehäuse beweisen, dann aber auch bis zu einer Tiefe von 40 Metern. Ein Serienbildprogramm schießt, wie der Name schon sagt, Serienbilder, gibt nach der Sequenz aber die Möglichkeit, eine Auswahl aus der Serie zu treffen. So landen nur die wirklich gelungenen Aufnahmen auf der Karte.
Manuellen Eingriff, wie die freie Wahl von Blende oder Verschlusszeit, gibt es bei der Mju 780 nicht. Dafür ist die ISO-Empfindlichkeit bis maximal ISO 1600 wählbar und eine High-Iso-Automatik erleichtert das Fotografieren von Objekten in Bewegung. Eine Belichtungskorrektur bietet zwei Blendenstufen Korrektur und über den Guide-Modus mit einer interessanten Funktion: Die Auswirkungen verschiedener Korrekturstufen zeigt die Kamera in einer Miniaturvorschau auf dem Display in jeweils vier Bildern nebeneinander. So kann der Nutzer seine Einstellung nach Effekt wählen und muss nicht mit einem Wert experimentieren. Diese Effektvorschau gibt es auch für andere Einstellungen, wie den Weißabgleich und Farbeffekte.
Etwas für Verspielte, aber auch etwas wirklich Sinnvolles: Die Mju 780 bietet beleuchtete Bedienelemente.
Eingreifen kann der Fotograf zudem in Kontrast, Schärfe und Farbsättigung seiner Fotos. Optionen, Bilder in der Kamera zu bearbeiten, werden in großer Zahl geboten: Beschnitt, Neuformat, Rote-Augen-Korrektur, Schattenaufhellung, Rahmen oder Schriftzüge einblenden. Letzteres leider nur in englischer Sprache, wer also ein "Herzlichen Glückwunsch" ins Foto integrieren möchte, muss sich mit einem "Happy Birthday" in zahlreichen Farbvarianten zufrieden geben. Für die Wiedergabe von Fotos und Filmen steht eine Grundausstattung bereit, eine Diashow ist mit einigen Effekten möglich. Als Hintergrundmusik liefert Olympus ein Musikstück mit, das Einbinden von eigener Musik ist leider nicht vorgesehen.
